Tipps zur Wahrung der Privatsphäre Dritter bei der Nutzung von Nest-Produkten

Mit Nest-Produkten können Sie vieles tun, zum Teil auch deshalb, weil die Geräte Informationen erfassen und zur Verarbeitung an die Cloud senden. Wir haben Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie solche Produkte mit Rücksicht auf die Privatsphäre Ihrer Mitmenschen nutzen können.

Die Nest-Produkte bieten viele Vorteile. Damit können Sie beispielsweise Energie sparen oder Ihr Zuhause schützen und überwachen.

Das ist möglich, weil die Sensoren der Nest-Produkte Daten aus ihrer unmittelbaren Umgebung erfassen, u. a. Videomaterial, Bewegungen und Temperatur. Über das Internet stehen weitere Funktionen zur Verfügung, beispielsweise mobile Benachrichtigungen.

Das bedeutet aber auch, dass diese Geräte Daten erfassen und zur Verarbeitung an die Cloud senden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Nutzungsbedingungen und in der Datenschutzerklärung. Diese Informationen können sich auf Sie beziehen, aber auch auf andere Personen in der unmittelbaren Umgebung eines Geräts. Beispielsweise wird jeder, der sich im Sichtfeld einer Kamera befindet, auf Video aufgenommen, wenn die Kamera eingeschaltet ist.

Hier finden Sie einige Tipps dazu, wie Sie die Privatsphäre anderer bei der Nutzung dieser Geräte respektieren:

  1. Beim Thema Privatsphäre gilt die goldene Regel: Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  2. Bei der Nutzung von Kameras ist Folgendes zu beachten:
    • Sie bestimmen selbst, wo Sie Ihre Kameras platzieren. Daher sind Sie auch für deren korrekte Nutzung verantwortlich.
    • In manchen Ländern ist das Aufstellen von Kameras sowie die Aufnahme von Videos oder Ton gesetzlich eingeschränkt. Unter Umständen benötigen Sie die ausdrückliche Zustimmung anderer, um sie mit biometrischen Funktionen zu filmen. Das ist beispielsweise bei den Gesichtserkennungsmeldungen von Nest der Fall. Wir raten Ihnen, weder öffentliche Wege noch das Privatgrundstück Ihres Nachbarn zu filmen. Bei der Nutzung der Gesichtserkennungsmeldungen sollten Sie sich das Einverständnis Ihrer Besucher einholen. Achten Sie darauf, dass Sie die lokal geltenden Gesetze einhalten.
    • Filmen Sie keine Bereiche, in denen besonderer Wert auf Privatsphäre gelegt wird, z. B. in Badezimmern oder Schlafzimmern, es sei denn, Sie haben dafür eine Erlaubnis erhalten.
    • Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie Video- oder Tonaufzeichnungen von anderen Personen teilen.
  3. Denken Sie daran, dass nicht nur Kameras Daten erfassen. Ein intelligenter Thermostat kann beispielsweise feststellen, ob jemand zu Hause ist. Schließlich soll es angenehm warm sein, wenn Sie da sind, und andernfalls Energie gespart werden. Ein intelligenter Rauchmelder kann erkennen, ob Sie darunter vorbeilaufen, und ihnen den Weg leuchten. Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Ihr Mitbewohner, Gast oder Mieter diese Funktionen wünscht, fragen Sie lieber nach.
  4. Achten Sie besonders auf die Rechte Ihrer Gäste. Auch wenn sie sich auf den Besuch bei Ihnen freuen – es kann sein, dass sie weder mit Video- noch mit Audioaufnahmen einverstanden sind. Wenn Ihre Kameras filmen, sollten Sie Ihre Gäste darüber informieren. Auch hier gelten möglicherweise lokale Gesetze. Unter Umständen müssen Sie einen Hinweis aufhängen, dass Sie eine Kamera verwenden, oder bei den lokalen Behörden eine entsprechende Genehmigung einholen.
  5. Gleiches gilt für Mieter. Ihre Mieter und nicht Sie selbst sollten Kontoinhaber für alle Geräte in den von Ihnen vermieteten Räumen sein – vor allem dann, wenn es sich um langfristige Mieter handelt. Diese intelligenten Geräte werden schließlich auch von den Personen verwendet, die damit leben.
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