21 Strategien für besseres Remarketing

Wie Sie Ihre Remarketing-Kampagne einrichten, hängt von Ihren Geschäftszielen und der Art von Kunden, die Sie erreichen möchten, ab. Nachfolgend finden Sie einige Tipps und Vorschläge für die erfolgreiche Einrichtung Ihrer Remarketing-Kampagne.

Strategien für Remarketing-Listen

1. Alle bisherigen Websitebesucher und App-Nutzer ansprechen

Die einfachste Vorgehensweise für das Remarketing besteht darin, Nutzer zu erreichen, die Ihre Website schon besucht oder Ihre App bereits verwendet haben. Mit der für Google Ads optimierten Liste, die wir empfehlen, erreichen Sie Websitebesucher, App-Nutzer und andere Zielgruppen.

2. Gebotsstrategien zur Optimierung von Conversions verwenden

Smart Bidding-Strategien Mit dem auto-optimierten CPC (Cost-per-Click) werden Ihre manuellen Gebote für Klicks automatisch entweder erhöht oder gesenkt, je nachdem, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie zu einem Verkauf oder einer Conversion auf Ihrer Website führen. Hinweis: Diese Option ist empfehlenswert, wenn Sie nur wenige Conversions erzielen. Ansonsten sollten Sie Ziel-CPA- oder Ziel-ROAS-Gebote verwenden.

Mit dem Ziel-CPA (Cost-per-Action) können Sie Ihren Return on Investment (ROI) maximieren, da die Gebote in Echtzeit und für jede Impression einzeln optimiert werden. Bei Ziel-CPA-Geboten müssen Sie Ihre Gebote nicht mehr manuell anpassen, um Ihre Conversion-Zielvorhaben umzusetzen.

Mit dem Ziel-ROAS (Return on Advertising Spend) können Sie Conversions erzielen, indem Sie einen maximalen Cost-per-Click einstellen und einen festgelegten ROAS anstreben.

Mit Conversions maximieren werden unabhängig vom ROAS oder Ziel-CPA möglichst viele Conversions für das von Ihnen festgelegte Budget erzielt.

Manuelle Gebotsstrategien Wenn Sie die Gebote für Ihre Remarketing-Kampagne lieber manuell verwalten möchten, sollten Sie ein maximales CPC-Gebot festlegen.

Im Folgenden sind einige Gebotsstrategien aufgeführt, die Sie dabei unterstützen, die Leistung Ihrer Remarketing-Kampagne zu verbessern.

Wenn Sie mit der Leistung Ihrer Remarketing-Kampagne zufrieden sind, sollten Sie erwägen, Ihr Gebot zu erhöhen, um mehr potenzielle Kunden zu erreichen und den ROI zu verbessern. Durch ein höheres Gebot können Sie die Position Ihrer Anzeige verbessern und die Chance erhöhen, dass die Anzeige auf Websites im Displaynetzwerk häufig für Nutzer in Ihrer Remarketing-Liste geschaltet wird.

Falls Sie Remarketing-Listen mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer erstellt haben, können Sie die Gebotsverwaltung zu Ihrem Vorteil nutzen. Angenommen, Sie möchten Nutzer, die in den letzten 30 Tagen Ihre Website besucht haben, separat von Nutzern erreichen, die Ihre Website in den letzten sieben Tagen besucht haben. In diesem Fall können Sie zwei verschiedene Listen mit unterschiedlicher Dauer erstellen und anschließend höhere Gebote für die Liste festlegen, die für Sie wichtiger ist.

Beispiel

 
Die Besitzerin eines Onlineshops für Elektrogeräte weiß, dass bei ihren Kunden die Wahrscheinlichkeit für den Kauf eines Fernsehers in der ersten Woche nach dem Besuch der entsprechenden Webseiten besonders hoch ist. Daher legt sie höhere Gebote für Nutzer fest, die in den letzten sieben Tagen in ihre Liste aufgenommen wurden. Auch bei Nutzern, die ihre Website in den letzten 30 Tagen besucht haben, besteht die Möglichkeit, dass sie Produkte kaufen. Für diese Nutzer möchte sie jedoch niedrigere Gebote festlegen.
Dazu erstellt sie eine Liste mit den Besuchern ihrer Seiten mit Fernsehern und legt die Gültigkeitsdauer für diese Liste auf sieben Tage und ein höheres Gebot für diese Liste fest. Außerdem erstellt sie eine zweite Liste mit den Besuchern ihrer Seiten mit Fernsehern und legt die Gültigkeitsdauer für diese Liste auf 30 Tage fest. Damit Nutzer, die die Website in den letzten sieben Tagen besucht haben, nicht Anzeigen für beide Listen sehen, erstellt sie nun eine benutzerdefinierte Kombination, die auf die Liste mit der Gültigkeitsdauer von 30 Tagen ausgerichtet ist. Außerdem schließt sie die Liste mit der Gültigkeitsdauer von sieben Tagen aus und legt ein niedrigeres Gebot fest.

3. Anzeigen auf ähnliche Zielgruppen ausrichten

Wenn Sie eine Kampagne neu erstellen oder die Ausrichtungsoptionen einer Anzeigengruppe bearbeiten, können Sie Ihre Anzeigen auf "Ähnliche Zielgruppen" ausrichten. Sie werden dann für Nutzer ausgeliefert, die ähnliche Merkmale haben wie die Nutzer auf Ihren bestehenden Remarketing-Listen. Weitere Informationen zu ähnlichen Zielgruppen

4. Automatische Ausrichtung verwenden

Standardmäßig wird bei Displaykampagnen die konservative Ausrichtung verwendet. Das bedeutet, dass Ihre Anzeigen Nutzern präsentiert werden, die Ihren Zielgruppen ähnlich sind. Sie können die Reichweite Ihrer Anzeigen aber auch durch eine aggressivere automatische Ausrichtung erhöhen. Weitere Informationen zur automatischen Ausrichtung

5. Dynamisches Remarketing nutzen

Mithilfe eines Google Ads-Algorithmus werden Nutzern Produkte und Dienstleistungen vorgeschlagen, die sie sich zuvor bereits auf Ihrer Website angesehen haben. Über diesen Algorithmus wird auch ermittelt, welches Anzeigenlayout bei welchen Nutzern und auf welchen Geräten wahrscheinlich die beste Leistung erzielt. Weitere Informationen zum dynamischen Remarketing

6. Besucher nach abgebrochenem Einkaufsvorgang erneut ansprechen

Es kann vorkommen, dass Nutzer Artikel in ihren Einkaufswagen legen, den Kaufvorgang dann aber nicht abschließen. Da diese Nutzer häufig kurz vor einer Kaufentscheidung stehen, kann es sich lohnen, sie noch einmal anzusprechen und ihnen den Kauf zu erleichtern. Diese Zielgruppe können Sie erreichen, indem Sie in Ihrer Remarketing-Liste die Ausrichtung "Besucher einer Seite, die keine andere Seite besucht haben" festlegen. Geben Sie dann die URL Ihrer Einkaufswagen- und Bestellbestätigungsseite an.

Beispiel

Die Besitzerin eines Onlineshops für Elektrogeräte hat festgestellt, dass Nutzer hochpreisige Artikel in den Einkaufswagen legen, aber den Kauf nicht immer abschließen. Daraufhin richtet sie eine Remarketing-Kampagne ein, mit der sie Nutzer wieder auf ihren Onlineshop aufmerksam machen und zum Abschluss des Kaufs bewegen möchte.

7. Up-Selling und Cross-Selling mit bestehenden Kunden betreiben

Nutzer, die bereits Artikel auf Ihrer Website gekauft haben, sind möglicherweise auch an ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen interessiert.

Wenn Sie eine Liste mit Bestandskunden (Nutzer, die bereits eine Conversion durchgeführt haben) erstellen, erreichen Sie damit zwar eine kleinere Gruppe von Websitebesuchern, wissen jedoch, dass diese Nutzer Ihr Unternehmen bereits kennen und daran interessiert sind. Passen Sie Ihre Anzeigen unbedingt an diese Gruppe an.

Sie können auch Remarketing-Listen für bestimmte Produkte erstellen. Wenn Nutzer sich bestimmte Artikel angesehen und dann einen Kauf getätigt haben, können Sie diesen Nutzern Anzeigen für ein ähnliches Produkt präsentieren.

Beispiel

Der Betreiber eines Onlineshops für Gartenzubehör möchte Nutzer erreichen, die schon einmal die Webseiten mit Pflanzensamen besucht und dann einen Kauf getätigt haben. Er weiß, dass Kunden, die Pflanzensamen gekauft haben, sich häufig für Pflanzendünger interessieren. Daher richtet er eine Remarketing-Kampagne ein, um für diese Bestandskunden Anzeigen für diese ähnlichen Produkte zu schalten.

8. Verschiedene Produktkategorien präsentieren

Sie können verschiedene Produktkategorien präsentieren, indem Sie eine Remarketing-Liste für jede Produktkategorie erstellen, wobei die URL für jede Liste den Kategorienamen enthält.

Beispiel

Die Inhaberin eines Onlineshops für Mode möchte für Nutzer, die nach Damenbekleidung suchen, andere Remarketing-Anzeigen schalten als für Nutzer, die nach Herrenbekleidung suchen.

Sie erstellt zwei Anzeigen, eine für die Besucher ihrer Seite "Damenbekleidung" und eine andere für Nutzer, die sich die Seite "Herrenbekleidung" angesehen haben.

9. Kunden innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach dem Abschluss eines Kaufs erreichen

Wenn Sie es für wahrscheinlich halten, dass Nutzer innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach der ersten Interaktion bei Ihrem Unternehmen kaufen, können Sie eine Remarketing-Liste mit einer bestimmten Gültigkeitsdauer erstellen.

Um Kunden zu erreichen, die innerhalb der letzten 30 bis 90 Tage einen Kauf getätigt haben, können Sie zwei Remarketing-Listen erstellen: eine mit einer Dauer von 30 Tagen und eine mit einer Dauer von 90 Tagen. Verwenden Sie dann eine benutzerdefinierte Kombinationsliste, um alle Kunden in der 90-Tage-Liste, nicht aber die Kunden in der 30-Tage-Liste zu erreichen.

Beispiel

Der Inhaber einer Videospiel-Website weiß, dass Kunden, die auf seiner Website eine Spielekonsole erwerben, häufig 30 bis 90 Tage später weitere Spiele kaufen. Nach diesen 90 Tagen ist es hingegen unwahrscheinlich, dass Kunden einen weiteren Kauf tätigen. Somit richtet er eine Remarketing-Kampagne ein, um allen Kunden, die vor 30 bis 90 Tagen eine Konsole gekauft haben, Videospiele anzubieten.

Anzeigenstrategien

10. Anzeigen an Remarketing-Strategie anpassen

Ihre Strategie für die Remarketing-Liste ist genauso wichtig wie die verwendeten Creatives. Folgende Empfehlungen gelten generell für Ihre Remarketing-Anzeigen:

  • Die Anzeigen müssen für die Zielgruppe relevant sein.
  • Die Anzeigen müssen dem Design Ihrer Website entsprechen.
  • Die Anzeigen müssen einen überzeugenden Call-to-Action enthalten.

Beispiel

Die Inhaberin eines Modeshops schaltet Remarketing-Anzeigen für Nutzer, die den Websitebereich mit Oberbekleidung für Damen besucht haben. Diese Anzeigen hätten jedoch eine größere Relevanz, wenn sie für Damendaunenjacken werben und nicht nur eine allgemeine Botschaft enthalten würden.

11. Responsive Anzeigen verwenden

Responsive Anzeigen werden automatisch in Größe, Darstellung und Format an die Werbefläche angepasst. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine Banneranzeige oder dynamischen Text handelt. Mit diesen Anzeigen sparen Sie Zeit und können sicher sein, dass immer das beste Anzeigenformat bereitgestellt wird. Weitere Informationen zu responsiven Anzeigen
12. Für Listen mit höherer Conversion-Wahrscheinlichkeit bieten

Durch höhere Gebote können Sie mehr Nutzer auf Ihren Remarketing-Listen erreichen und so Ihre Präsenz bei dieser gewinnbringenden Zielgruppe maximieren. Bei der Festlegung des Gebots sollten Sie die Bedeutung Ihrer Kunden in den einzelnen Remarketing-Listen berücksichtigen.

Beispiele

Der Inhaber eines Online-Elektrogeschäfts erzielt mit Fernsehern mehr Gewinn als mit Kameras. Deswegen legt er ein höheres Gebot für eine Remarketing-Liste fest, die auf Besucher von Webseiten mit Fernsehern ausgerichtet ist, als für eine Liste, die für Seiten mit Kameras erstellt wurde.

Außerdem richtet er zwei benutzerdefinierte Kombinationslisten ein, um zwei Gruppen von Nutzern zu erreichen:

  • Nutzer, die die Website besucht, aber keinen Kaufvorgang begonnen haben
  • Nutzer, die bereits mit dem Bezahlvorgang auf der Website begonnen, ihn jedoch abgebrochen haben, ohne einen Kauf zu tätigen

Nutzer, die bereits Produkte in ihre Einkaufswagen gelegt haben, tätigen mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Kauf und sind daher von größerer Bedeutung für das Geschäft. Daher wird ein höheres Gebot für die Anzeigengruppe mit dieser Remarketing-Liste festgelegt.

Allgemeine Strategien

13. Ausrichtung auf Standorte und Sprachen erweitern

Da Sie mithilfe von Remarketing Ihre idealen Kunden erreichen können, sollten Sie an möglichst vielen Orten im Web Anzeigen für diese Zielgruppe schalten. Die Besucher Ihrer Website sprechen möglicherweise mehrere Sprachen und greifen aus der ganzen Welt auf Ihre Website zu. Vergewissern Sie sich daher, dass in den Kampagneneinstellungen die Ausrichtung auf alle Sprachen aktiviert ist.

Bei der Festlegung der geografischen Ausrichtung ist natürlich wichtig, dass Sie Kunden in den Zielregionen auch beliefern können.

14. Gültigkeitsdauer der Listen verlängern und so mehr Besucher erreichen

Indem Sie die Gültigkeitsdauer Ihrer Liste – beispielsweise von 30 auf 60 Tage – verlängern, erreichen Sie Nutzer, die Ihre Website im angegebenen Zeitraum besuchen. In den meisten Fällen gilt: Je länger die Gültigkeitsdauer ist, desto mehr Nutzer enthält Ihre Liste.

15. Dauer der Liste verkürzen, um nur die neuesten Besucher anzusprechen

Um die Anzahl der Conversions, die Sie über Ihre Liste erzielen, potenziell zu erhöhen, können Sie die Gültigkeitsdauer der Liste verkürzen, um nur die neuesten Besucher zu erreichen. Durch diese Verkürzung der Gültigkeitsdauer wird jedoch eventuell die Zahl der potenziellen Kunden eingeschränkt, die Sie ansprechen können.

16. Maximale Anzeigenauslieferung für Nutzer festlegen

Mit dem Frequency Capping können Sie einschränken, wie oft eine Anzeige demselben Nutzer pro Tag präsentiert wird. Dadurch kann die Anzahl der Impressionen sinken.

17. Anzeigen für Zeiträume planen, in denen Nutzer sie wahrscheinlich sehen

Mit der Anzeigenplanung können Sie bestimmte Tageszeiten oder Wochentage angeben, an denen Ihre Anzeigen ausgeliefert werden. Sie sollten Zeiten auswählen, in denen Ihre Nutzer wach und online sind, damit sie Ihre Anzeigen sehen.

18. Anzeigenauslieferung beschleunigen und so Nutzer beim Websitebesuch schneller ansprechen

Bei der beschleunigten Auslieferung wird versucht, Ihre Anzeigen schneller zu schalten, bis Ihr Budget aufgebraucht ist. Mithilfe dieser Option können Sie die Nutzer auf Ihrer Liste rasch mit Anzeigen ansprechen, sobald sie Websites im Displaynetzwerk besuchen.

Langfristige Strategien

19. Budget für Anzeigen auf Websites mit guten Ergebnissen ausgeben

Wenn Sie einen Großteil Ihres Budgets für ein oder zwei Websites ausgeben, jedoch zu wenig Conversions damit erzielen, um die Investition zu rechtfertigen, können Sie das Gebot für diese Website verringern oder die Website aus der Kampagne ausschließen.

Vielleicht haben Sie aber auch einige Websites mit außergewöhnlich guter Leistung und einem geringen CPA. In diesem Fall sollten Sie Ihr Gebot für diese Websites erhöhen.

Mithilfe von Conversion-Tracking können Sie erkennen, wie viele Conversions Sie über Ihre Remarketing-Kampagne erzielen. Sie können auch die Leistung Ihrer Anzeigen im Displaynetzwerk im Vergleich zum Suchnetzwerk auswerten. Anhand dieser Daten entscheiden Sie dann, wie Sie in Zukunft bieten und die Leistung Ihrer Anzeigen optimieren möchten.

20. Liste durch Steigerung der Zugriffe auf Ihre Website erweitern

Erhöhen Sie mithilfe einer ergänzenden Online-Werbestrategie die Anzahl der Seitenaufrufe für Ihre Website, sodass Sie die entsprechenden Nutzer in Ihre Liste aufnehmen können. Displaynetzwerk- und Suchnetzwerk-Kampagnen stellen effektive Möglichkeiten hierfür dar.

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