[GA4] Benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte

Anhand von Ereignisparametern neue Dimensionen und Messwerte erstellen

Sie können benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte einrichten, deren Werte auf den Ereignisparametern basieren, die Sie für Ihre Property erfassen. Beispielsweise kann jedes Mal, wenn ein Besucher Ihrer Website einen Artikel liest, das folgende Ereignis erfasst werden:

gtag('event','read_article', {
    "author":"Thomas Z",
    "title":"So wird ein Rucksack gemacht",
    "number_of_pages":2,
});

Sie können eine Dimension „Autor“ erstellen, die ihre Werte vom Parameter author bezieht, und einen Messwert „Artikellänge“, dessen Wert vom Parameter number_of_pages stammt.

Ereignis- und Nutzerumfang

Eine benutzerdefinierte Dimensionen hat entweder einen Ereignis- oder einen Nutzerumfang.

  • Ereignisumfang: Im Beispiel oben würden Sie die Dimension „Autor“ erstellen, um einen Ereignisumfang zu haben.
  • Nutzerumfang: Mithilfe benutzerdefinierter Dimensionen auf Nutzerebene können Sie statische oder sich nur langsam ändernde Merkmale von Nutzern bestimmen, z. B. „Käufer=wahr“, „Beruf=Ingenieur“ oder „Lieblingsmannschaft=Real Madrid“.
    Verwenden Sie niemals personenidentifizierbare Informationen wie Namen, Sozialversicherungsnummern oder E-Mail-Adressen, auch nicht in verschlüsselter Form.

Ein benutzerdefinierter Messwert hat immer einen Ereignisumfang.

Beschränkungen

Für benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte gelten folgende Beschränkungen:

  • Maximal 50 benutzerdefinierte Dimensionen und 50 benutzerdefinierte Messwerte pro Property
  • Maximal 25 eindeutig benannte benutzerdefinierte Dimensionen auf Nutzerebene

Wenn Sie Ihr Kontingent erreicht haben, aber neue benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte erstellen möchten, können Sie nicht mehr verwendete archivieren.

Falls Sie wissen möchten, wie viele benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte Sie bereits erstellt haben, klicken Sie links im Navigationsbereich unter „Konfigurieren“ auf Benutzerdefinierte Definitionen und dann auf Kontingentinformationen (oben rechts).

Benutzerdefinierte Dimension erstellen

Sie benötigen die Rolle „Bearbeiter“, um benutzerdefinierte Dimensionen zu erstellen.

Klicken Sie links im Navigationsbereich unter „Konfigurieren“ auf Benutzerdefinierte Definitionen und dann auf Benutzerdefinierte Dimensionen erstellen:

  1. Geben Sie den Dimensionsnamen ein.
  2. Wählen Sie im Drop-down-Menü einen Umfang aus (Ereignis oderNutzer).
  3. Geben Sie eine Beschreibung für die benutzerdefinierte Dimension ein.
  4. Wählen Sie aus der Liste einen Ereignisparameter (Ereignisumfang) bzw. eine Nutzereigenschaft (Nutzerumfang) aus oder geben Sie den Namen eines künftig zu erfassenden Parameters bzw. einer zu erfassenden Eigenschaft ein.
  5. Klicken Sie auf Speichern.
Für eine benutzerdefinierte Dimension wird in den ersten 48 Stunden der Wert „not set“ angezeigt.

Benutzerdefinierten Messwert erstellen

Sie benötigen die Rolle „Bearbeiter“, um benutzerdefinierte Messwerte zu erstellen.

Klicken Sie links im Navigationsbereich unter „Konfigurieren“ auf Benutzerdefinierte Definitionen, anschließend auf den Tab Benutzerdefinierte Messwerte und dann auf Benutzerdefinierte Messwerte erstellen:

  1. Geben Sie den Messwertnamen ein.
  2. Geben Sie eine Beschreibung für den benutzerdefinierten Messwert ein.
  3. Wählen Sie aus der Liste einen Ereignisparameter aus oder geben Sie den Namen eines künftig zu erfassenden Parameters ein.
  4. Wählen Sie im Drop-down-Menü eine Maßeinheit aus.
    Wenn Sie Währung als Maßeinheit auswählen, müssen Sie den benutzerdefinierten Messwert auch als Kosten- und/oder Umsatzmesswert festlegen. So lässt sich der Zugriff auf den Messwert beschränken. Hierzu können Sie Nutzerrollen konfigurieren, durch die der Zugriff auf Kosten- und/oder Umsatzmesswerte eingeschränkt wird.
  5. Klicken Sie auf Speichern.
Es dauert 24 bis 48 Stunden, bis benutzerdefinierte Messwerte mit Daten gefüllt werden.

Benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte bearbeiten

Sie benötigen die Rolle „Bearbeiter“, um benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte zu bearbeiten.
  1. Klicken Sie links im Navigationsbereich unter „Konfigurieren“ auf Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie in der Zeile mit der Dimension oder dem Messwert auf „Mehr“ und dann auf Bearbeiten.
  3. Nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor und klicken Sie auf Speichern.

Benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte archivieren

Falls Sie neue benutzerdefinierte Dimensionen bzw. Messwerte erstellen müssen und die maximal mögliche Anzahl bereits erreicht ist, können Sie nicht mehr verwendete archivieren, um Speicherplatz freizugeben.

Wenn Sie benutzerdefinierte Dimension oder Messwerte archivieren, wirkt sich das auf alle Zielgruppen, explorativen Datenanalysen und Segmente aus, die auf der betreffenden Dimension oder dem jeweiligen Messwert basieren.

  1. Klicken Sie links im Navigationsbereich unter „Konfigurieren“ auf Benutzerdefinierte Definitionen.
  2. Klicken Sie in der Zeile mit der Dimension oder dem Messwert auf „Mehr“ Dreipunkt-Menü und anschließend auf Archivieren.
    Sie sehen dann eine Liste der anderen Entitäten in Analytics (z. B. Zielgruppen, explorative Datenanalysen), die die benutzerdefinierte Definition verwenden.
Diese Änderung kann nicht rückgängig gemacht werden. Die betroffenen Daten lassen sich nicht wiederherstellen.

Zielgruppen

Wenn Sie eine benutzerdefinierte Dimension oder einen benutzerdefinierten Messwert archivieren, die bzw. der bei der Definition einer Zielgruppe verwendet wird, dann wird diese Definition ungültig und für die betreffende Zielgruppe werden keine neuen Nutzer mehr erfasst.

Die Verlaufsdaten für die Zielgruppe bleiben erhalten. Aber wenn die Zielgruppe ungültig wird, werden keine neuen Daten mehr generiert.

Sie können keine ungültigen Zielgruppen in andere Produkte exportieren (z. B. in Google Ads oder Optimize).

Wenn Sie die Zielgruppe vorher bereits in andere Produkte exportiert haben, funktioniert sie weiterhin korrekt. Allerdings werden in der Zielgruppe keine neuen Nutzer mehr erfasst. Und da die Gültigkeitsdauer für bestehende Nutzer begrenzt ist, sinkt die Nutzerzahl allmählich, bis die Zielgruppe schließlich keine Nutzer mehr enthält.

Falls eine Zielgruppe archivierte benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte enthält, wird in der Zielgruppenliste neben dem Namen der Zielgruppe ein Warnsymbol angezeigt:

Wenn Sie die Zielgruppendefinition bearbeiten, wird außerdem angegeben, dass die Zielgruppe eine archivierte benutzerdefinierte Dimension bzw. einen archivierten benutzerdefinierten Messwert enthält:

Sie können keine Zielgruppenbedingungen bearbeiten. Wenn Sie eine Version ohne die archivierten benutzerdefinierten Dimensionen oder Messwerte erstellen möchten, müssen Sie eine neue Zielgruppe einrichten.

Explorative Datenanalysen und Segmente

Ähnliche Warnungen werden bei explorativen Datenanalysen für Segmente und Analysen angezeigt, die archivierte benutzerdefinierte Dimensionen oder Messwerte enthalten. Mit dem Warnsymbol werden außerdem benutzerdefinierte Definitionen in den Dimensions- und Messwertlisten explorativer Datenanalysen gekennzeichnet.

Ebenso wie bei Zielgruppen gilt: Explorative Datenanalysen und Segmente mit archivierten benutzerdefinierten Definitionen sind ungültig und werden nicht geladen.

Wenn Sie die archivierte benutzerdefinierte Definition entfernen, wird die explorative Datenanalyse bzw. das Segment geladen.

Archivierte benutzerdefinierte Definitionen werden zwar in den Dimensions- und Messwertlisten aufgeführt (wenn auch mit einem Warnhinweis), aber es ist nicht möglich, sie explorativen Datenanalysen oder Segmenten hinzuzufügen.

Keine Berichte mit benutzerdefinierten Parametern mehr

Bei ereignisbezogenen benutzerdefinierten Dimensionen und Messwerten werden Parameter für Dimensionen und Messwerte auf Property-Ebene identifiziert. So können Sie eine Dimension oder einen Messwert basierend auf einem Parameter erstellen und Berichte für beliebig viele Ereignisse abrufen Bisher wurden in Berichten mit benutzerdefinierten Parametern Parameter für einzelne Ereignisse identifiziert. Wenn Sie also einen Bericht für einen Parameter für fünf verschiedene Ereignisse erstellen wollten, mussten Sie 5 der verfügbaren 100 Ereignisparameter verwenden.

Berichte mit benutzerdefinierten Parametern können in Analytics nicht mehr erstellt werden. Die bereits vorhandenen ereignisbezogenen aggregierten Daten stehen aber weiterhin zur Verfügung und können durch neue Daten ergänzt werden. Wenn ein Parameter für mehrere Ereignisse registriert wurde, wird ihm in Analytics ein Dimensions- oder Messwertname zugewiesen, um so zwischen den Parametern zu unterscheiden. Diese Bezeichnung enthält den Namen des aktuell zugewiesenen Ereignisses (z. B. „custom_dimension_name [Ereignisname]“).

Wir empfehlen, doppelte benutzerdefinierte Dimensionen und Messwerte zu entfernen, die für mehrere Ereignisse registriert wurden, damit das Kontingent nicht zu schnell aufgebraucht wird.

Dank der benutzerdefinierten Dimensionen auf Nutzerebene brauchen Sie sich keine Gedanken über Slots zu machen. Nutzereigenschaften werden zu Aliassen für Slots mit benutzerdefinierten Dimensionen auf Nutzerebene. So können sich Entwickler auf die Erfassung aussagekräftiger benannter Datenpunkte konzentrieren, ohne jeden Datenpunkt mit einer willkürlichen Slotnummer verknüpfen zu müssen.

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