Die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache ist ein wichtiger Messwert, mit dem Sie die Zuverlässigkeit Ihrer Ergebnisse feststellen können. Der Wert gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass die gemessene Steigerung auf Ihre Kampagnen zurückzuführen ist und nicht auf Zufall beruht. Die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache ist für die Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit, die Conversion-Steigerung und den Suchanstieg verfügbar.
Themen in diesem Hilfeartikel
- Funktionsweise
- Konfidenzniveaus für Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit, Conversion-Steigerung und Suchanstieg
- Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache interpretieren
- Häufig gestellte Fragen
Funktionsweise
Die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache wird manchmal auch als „statistische Signifikanz“ oder „Konfidenz“ der Steigerungsergebnisse bezeichnet und anhand folgender Formel berechnet: 1 − p-Wert. Der p-Wert gibt an, wie wahrscheinlich die Steigerungsergebnisse wären, wenn die Anzeigen ineffektiv wären. Eine hohe Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache, die einem niedrigen p-Wert entspricht, weist darauf hin, dass die Ergebnisse wahrscheinlich kein reiner Zufall sind. Sie ist ein starker Indikator dafür, dass Ihre Anzeigen für eine Steigerung gesorgt haben.
Konfidenzniveaus für Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit, Conversion-Steigerung und Suchanstieg
Google versucht, genügend Antworten zu erfassen, um Steigerungen mit der höchstmöglichen Wahrscheinlichkeit (90 %) zu erkennen. Niedrigere Werte können aber trotzdem für Werbeentscheidungen hilfreich sein. In Ihrem Display & Video 360-Konto finden Sie die Ergebnisse der Steigerung und die zugehörige Wahrscheinlichkeit für alle Studien, bei denen sie über 70 % liegt. Ergebnisse mit einer Wahrscheinlichkeit unter 70 % werden nicht erfasst, da sie statistisch nicht signifikant genug wären, um nützlich und zuverlässig zu sein.
Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache interpretieren und nutzen
Die folgende Tabelle enthält allgemeine Informationen dazu, wie die Ergebnisse der Steigerung bei unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache zu interpretieren sind. Die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache wird der Einfachheit halber in Schritten von 5 % abgerundet. Die folgende Tabelle kann als Orientierungshilfe dienen. Es wird jedoch empfohlen, die Ergebnisse auf Grundlage Ihrer Geschäftsanforderungen und Ihrer Risikotoleranz zu interpretieren.
| Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache | Auslegung |
|---|---|
| ≥ 90 % | Hohe Konfidenz: Diese Ergebnisse sind die zuverlässigsten, da sie wahrscheinlich nicht auf Zufall beruhen. Sie können Ergebnisse mit hoher Konfidenz berücksichtigen, um Entscheidungen in Bezug auf Ihre Anzeigen zu treffen, da es stichhaltige Beweise dafür gibt, dass Sie mit Ihren Anzeigen eine Steigerung erzielt haben. |
| 85 % | Mittlere Konfidenz: Bei diesen Ergebnissen besteht eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass sie durch Rauschen beeinflusst worden sein könnten. Wir empfehlen, sie nur als Orientierungshilfe oder für Entscheidungen mit geringem Risiko zu verwenden. |
| 80 % | |
| 75 % | Geringe Konfidenz: Diese Ergebnisse könnten auf Zufall beruhen und spiegeln die Leistung Ihrer Anzeigen möglicherweise nicht richtig wider. Wir empfehlen, sie nur als Orientierungshilfe oder für Entscheidungen mit sehr geringem Risiko zu verwenden. Sie können mehr Umfrageantworten (durch erneute Analysen) erfassen, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen. |
| 70 % | |
| Keine Steigerung | Unzuverlässige Ergebnisse: Ergebnisse mit einer Wahrscheinlichkeit von unter 70 % liefern nicht genügend Beweise für eine Steigerung. Sie werden in Display & Video 360 als „Keine Steigerung“ erfasst. |
Geringe Wahrscheinlichkeit verstehen
Ergebnisse mit geringer Wahrscheinlichkeit bedeuten nicht immer, dass Anzeigen ineffektiv sind. Sie können Ihnen helfen, Erkenntnisse zu gewinnen, die weiter überprüft werden müssen. Eine niedrige Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache bedeutet, dass die Steigerung bei der Analyse nicht mit hoher Konfidenz erkannt werden konnte. Das kann daran liegen, dass nicht genügend Umfrageantworten erfasst wurden oder die Steigerung gering ist.
- Geringe Anzahl von Umfrageantworten: Durch eine niedrige Anzahl von Umfrageantworten (unter 4.100 Antworten) sinkt die Messleistung. In diesem Fall ist eine niedrigere Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache zu erwarten. Insbesondere bei der Segmentierung der Ergebnisse, etwa nach Alter, Geschlecht oder Kampagnen, fällt die Anzahl der Umfrageantworten pro Segment niedriger aus. Sie können erneut analysieren, um mehr Umfrageantworten zu erhalten.
- Geringe absolute Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit: Wenn die Steigerung unter 2 % liegt, ist sie nur schwer mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erkennen. Eine niedrige absolute Steigerung ist jedoch nicht unbedingt ein Indikator für eine schlechte Leistung. Bei Kampagnen mit geringer absoluter Steigerung können hinsichtlich der Kosten pro interessiertem Nutzer (Cost-per-lifted-User, CPLU) trotzdem gute Leistungen erzielt werden.
Steigerungen auf Segmentebene mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache vergleichen
Wahrscheinlich weisen unterschiedliche Segmente, z. B. unterschiedliche Altersgruppen, auch eine unterschiedliche Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache auf. Wie oben erläutert, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass das Segment mit der höchsten Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache das Segment mit der besten Leistung ist.
Zum Vergleich von Segmenten eignen sich am besten die absolute Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit oder die CPLU. Interessierte Nutzer sollten nicht verwendet werden. Außerdem ist die Leistungssteigerung bei verschiedenen Segmenten oft ähnlich (hohe Überschneidung der Konfidenzintervalle), sodass es schwierig ist, die besten Segmente eindeutig zu identifizieren. Wenn Sie Ihre Kampagne jedoch im Hinblick auf die Segmente mit der besten Leistung optimieren möchten, sollten Sie die Segmente mit der höchsten absolute Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit (oder dem niedrigsten CPLU) auswählen. So lässt sich im Durchschnitt die beste Entscheidung treffen. Je geringer die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gemessene Leistung auf Rauschen zurückzuführen ist. Wenn Sie mehrere Segmente mit ähnlicher Leistung haben, ist es sinnvoll, die mit der höchsten Wahrscheinlichkeit auszuwählen, um das Risiko zu minimieren. Wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie die leistungsstärksten Segmente ermitteln können, wenden Sie sich an Ihren Kundenbetreuer.
Konfidenzintervalle und ‑niveaus
Wenn von der Steigerung einer Anzeige die Rede ist, wird in der Regel die „Punktschätzung“ verwendet, die die wahrscheinlichste Steigerung durch die Anzeige darstellt. In Display & Video 360 finden Sie jedoch auch ein Konfidenzintervall für alle Messwerte in Bezug auf die Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit, die Conversion-Steigerung und den Suchanstieg. Dies ist ein geschätzter Bereich, in dem das Ergebnis liegen könnte. Dieser Bereich wird durch eine Ober- und Untergrenze definiert, also die höchsten und niedrigsten wahrscheinlichen Werte für die tatsächliche Steigerung. Für die Steigerungsergebnisse werden zweiseitige Konfidenzintervalle mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 % verwendet. Es besteht also eine Wahrscheinlichkeit von 80 %, dass die tatsächliche Steigerung zwischen der Unter- und Obergrenze liegt. Das bedeutet auch, dass die Steigerung mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % größer als die Untergrenze ist.
Wenn die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache kleiner als 90 % ist, ist die Untergrenze des Konfidenzintervalls kleiner als 0, da Google nicht mit mehr als 90%iger Wahrscheinlichkeit garantieren kann, dass die Steigerung positiv war.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen eigenen Mindestwert für die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache festlegen?
Wie kann ich die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache erhöhen?
- erneut analysieren, um mehr Umfrageantworten zu erhalten.
- die Anzeigenerinnerung oder Bekanntheit messen, um die höchste Wahrscheinlichkeit einer Steigerung mit einem hohen Grad an Sicherheit zu bestimmen.
- sich an Ihren Account Manager wenden, um Werbekampagnen mit hoher Steigerung auszuwählen.
Wo erhalte ich weitere Informationen zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache?
Bei Umfragen gibt es immer einen gewissen natürlichen Zufallsfaktor, der zu Schwankungen in den Daten führen kann. Dies wird oft als „zufälliges Messrauschen“ bezeichnet. Dieses zufällige Rauschen kann dazu führen, dass bei der Analyse der Anzeigenwirkung auf die Markenbekanntheit, der Conversion-Steigerung und des Suchanstiegs eine positive Steigerung erkannt wird, wenn das in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Der p-Wert gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine gemessene Steigerung auf Rauschen zurückzuführen ist, wenn mit den Anzeigen keine Steigerung erzielt wurde. Bei einem sehr niedrigen p-Wert ist es höchst unwahrscheinlich, dass die gemessene Steigerung auf zufälliges Rauschen zurückzuführen ist, und sehr wahrscheinlich, dass mit den Werbekampagnen eine Steigerung erzielt wurde.
Die Wahrscheinlichkeit von Kampagnen als Steigerungsursache wird anhand folgender Formel berechnet und als Prozentsatz ausgedrückt: 1 − p-Wert. Je höher diese Zahl (und damit je niedriger der p-Wert) ist, desto sicherer ist, dass die Anzeigen eine Steigerung verursacht haben.