Auswählen der richtigen GPT-Modi

Die wichtigste Entscheidung, die Sie treffen müssen, wenn Sie Ihre Seiten mit dem Google Publisher-Tag versehen, ist die Entscheidung für die synchrone oder asynchrone Anzeige. Außerdem müssen Sie festlegen, ob alle Anzeigen in einer Einzelanfrage abgerufen und welche Anzeigenblöcke und Targeting-Kriterien angewendet werden sollen. Generell empfehlen wir die Verwendung der asynchronen Anzeige mit aktiviertem Einzelanfragemodus. Diese Kombination sorgt für ein optimales Laden der Seiten und garantierte Roadblocks. Im Folgenden finden Sie dazu weitere Informationen.

Asynchrone oder synchrone Anzeige

Was versteht man unter asynchroner Anzeige und warum wird sie empfohlen?

Beim asynchronen Abrufen blockiert der GPT-Code auf Ihrer Seite nicht das Laden des auf ihn folgenden HTML-Inhalts. Wenn Sie beispielsweise ein Rich Content-Leaderboard, das eine gewisse Zeit zum Laden benötigt, mit asynchronen Tags verwenden, wird der Rest der Seite geladen, während das Creative für die Anzeige vorbereitet wird. Der Rest der Seite muss also nicht warten, bis das Creative fertig ist. Dies führt zu einer besseren Nutzererfahrung und dem Eindruck einer geringeren Latenz.

Für die Verwendung der asynchronen Anzeige spricht außerdem, dass Sie die dynamische Video-Companion-Zuordnung implementieren können, was mit der synchronen Anzeige nicht funktioniert. Weitere Informationen finden Sie unter Companion-Tags erstellen. Für die Verwendung der asynchronen Anzeige spricht weiterhin, dass Sie Anzeigenflächen mit pubService.refresh(-Flächen<) aktualisieren können, was nur im asynchronen Modus funktioniert. Weitere Informationen finden Sie im Referenzhandbuch für die Google Publisher Tag-API.

Bei GPT gibt es zwei Ebenen des asynchronen Ladens:

  • Asynchrones Laden der GPT JavaScript-Bibliothek: Bei Verwendung des asynchronen Modus (der im Tag aufgerufen wird) wird der Seitenbereich <body> angezeigt, auch wenn die GPT JavaScript-Bibliothek noch nicht geladen wurde.

  • Anzeige des Creatives im Bereich <body> des Dokuments: Dadurch können HTML-Elemente bereits vor der Darstellung der Creatives geladen werden.

Es empfiehlt sich, sowohl die Bibliothek als auch die Creatives asynchron zu laden, um die beste Leistung zu erzielen. Es ist jedoch auch möglich, die Bibliothek synchron, und die Creatives asynchron zu laden.

Anzeigen in nutzerfreundlichen Iframes im asynchronen GPT-Modus schalten

GPT verwendet für die Schaltung von Anzeigen nutzerfreundliche Iframes, was für den asynchronen Modus notwendig ist. Es kann vorkommen, dass einige Anzeigen nicht korrekt in den Frames dargestellt werden. Dazu gehören z. B. Expandable-Anzeigen, die erwarten, direkt auf die Hauptseite geschrieben zu werden, oder Creatives, die versuchen, direkt auf der Seite auf die DOM-Elemente und die JavaScript-Umgebung zuzugreifen. Wenn Sie außerdem ein Creative eines Drittanbieters mit einer von der Anzeigenfläche abweichenden Größe verwenden, wird die Anzeige vom Iframe abgeschnitten oder es entsteht ein zusätzlicher leerer Bereich. Es gibt einige Dinge, die Sie beachten können, um sicherzustellen, dass Ihre Anzeigen im asynchronen GPT-Modus ordnungsgemäß dargestellt werden:

  • Konvertieren Sie Vorlagen für nutzerfreundliche Iframes und konsultieren Sie Ihre Rich Content-Anbieter, um für Iframes geeignete Anzeigen-Tags zu entwickeln oder zu erhalten.

  • Lesen Sie die Liste mit Best Practices des IAB, die beim Erstellen von Rich Content-Anzeigen für Iframes helfen. Wenn Sie sich an diese Best Practices halten, sollten die meisten Rich Content-Anzeigen auch im asynchronen Modus richtig angezeigt werden.

  • Implementieren Sie eine von zwei üblichen Methoden, um zu gewährleisten, dass Expanding- und Floating-Creatives ordnungsgemäß mit Iframes funktionieren: nutzerfreundliche Iframes (empfohlen) oder Iframe-Busting-Dateien. Beide Methoden werden nachstehend beschrieben.

Nutzerfreundliche Iframes

Vorteile Nachteile
Iframe-Busting-Datei wird nicht benötigt. Werden von einer begrenzten Anzahl von Rich Content-Anbietern unterstützt.
IAB hat Empfehlungen für nutzerfreundliche Iframes herausgegeben.
Werden vom asynchronen GPT-Modus unterstützt.

Der asynchrone GPT-Modus nutzt Iframes, die sich auf derselben Domain befinden wie die Hauptseite. Wenn sich die Hauptseite und der Iframe innerhalb derselben Domain befinden, handelt es sich bei dem Iframe um einen nutzerfreundlichen Iframe. Einige Rich Content-Anbieter wie DoubleClick Studio können nutzerfreundliche Iframes direkt ansteuern, d. h. ohne eine Iframe-Busting-Datei.

Innerhalb des nutzerfreundlichen Iframes wird die Anzeige mithilfe eines JavaScript-Tags geschaltet, d. h. innerhalb des Iframes. Damit das gesamte Creative sichtbar wird, muss es noch den Iframe ansteuern. Der Anzeigencode erkennt, dass ein nutzerfreundlicher Iframe verwendet wird und platziert das Creative dann auf der Hauptseite. Schließlich befindet sich das Creative auf der Seite, außerhalb des zum Schalten des Anzeigencodes verwendeten Iframes, und eine Iframe-Busting-Datei wird nicht benötigt.

Vor der Implementierung des asynchronen GPT-Modus sollten Sie zusammen mit Ihren Rich Content-Anbieter prüfen, ob er die direkte Umschreibung nutzerfreundlicher Iframes unterstützt. Wenn der Anbieter diese Variante nicht unterstützt, kann eine Iframe-Busting-Datei mit nutzerfreundlichen Iframes verwendet werden, die nachstehend beschrieben wird.

Iframe-Busting-Datei

Vorteile Nachteile
Wird von den meisten Rich Content-Anbietern unterstützt. Der Publisher muss eine Iframe-Busting-Datei für jeden Rich Content-Anbieter hosten.
Werden vom asynchronen GPT-Modus unterstützt.

Wenn der Rich Content-Anbieter, z. B. Eyeblaster, Pointroll oder DoubleClick Studio, keine nutzerfreundlichen Iframes unterstützt, besteht eine gängige Problemumgehung darin, dass Ihnen die einzelnen Anbieter eine Iframe-Busting-Datei im HTML-Format zur Verfügung stellen. Diese HTML-Datei muss auf Ihrem Server abgelegt werden, in der Regel auf demselben, auf dem auch Ihre Website liegt. Wenn sich die Datei auf dem Server befindet, kann sie grundsätzlich für alle Anzeigen von diesem Rich Content-Anbieter verwendet werden.

Bei dieser Implementierungsart befindet sich das Creative auf der Hauptseite und kann auf den Seiten-Content zugreifen. Einige Publisher sehen dadurch die Sicherheit oder den Datenschutz gefährdet.

Bei Schaltung der Anzeige innerhalb eines Iframes wird ein zusätzlicher Iframe erstellt. Der zusätzliche Iframe ruft die Iframe-Busting-Datei auf. Die Anzeige nutzt dann die Iframe-Busting-Datei, um das Creative auf der Hauptseite zu platzieren. Als Endresultat befindet sich das Creative auf der Seite, außerhalb des Iframes, der zum Schalten des Anzeigencodes verwendet wird.

Die meisten Rich Content-Anbieter unterstützen diese Problemumgehung. Fragen Sie bei Ihrem Anbieter nach.

Kann ich auf einigen Seiten asynchrone Tags und auf anderen synchrone Tags verwenden? Kann ich beide Arten von Tags auf derselben Seite verwenden?

Sie können asynchrone Tags auf einigen Seiten Ihrer Website und synchrone Tags auf anderen Seiten verwenden. Dies kann sinnvoll sein, wenn Sie üblicherweise asynchrone Tags verwenden, aber eine Kampagne durchführen, die Rich Content-Anzeigen verwendet, die nicht gut für nutzerfreundliche Iframes geeignet sind. In diesem Fall können Sie synchrone Tags nur auf den Seiten verwenden, auf denen diese spezielle Kampagne geschaltet wird, und die asynchronen Tags auf allen anderen Seiten.

Sie können asynchrone und synchrone Tags nicht auf derselben Seite verwenden, aber Sie können JavaScript synchron laden und die Creatives asynchron anzeigen.

Hier sehen Sie einige Beispiele für synchrone und asynchrone Tags.

Einzelanfragemodus

Was versteht man unter dem Einzelanfragemodus und warum wird er empfohlen?

Tags im Einzelanfragemodus rufen alle Anzeigen einmal im Header ab, statt jede Anzeige einzeln inline mit der Anzeigenfläche anzufordern. Wir empfehlen den Einzelanfragemodus, weil Sie durch die Zusammenfassung aller Anzeigenaufrufe in einer einzigen Anfrage Roadblocks garantieren können, also die gemeinsame Schaltung aller Creatives einer Werbebuchung auf derselben Seite. Zudem kann sich die Ladeleistung Ihrer Seite verbessern, wenn weniger Anfragen gesendet werden.

Wenn Sie den Einzelanfragemodus aktiviert haben, können Sie auch garantierte Roadblocks für Ihr Netzwerk aktivieren. Diese Funktion verbessert die Einstellung Creatives anzeigen in Ihren Werbebuchungen, da Sie "Alle" anzeigen können. Wenn Sie "Alle" auswählen, schaltet DFP die Werbebuchung nur dann, wenn eine Anzeigenanfrage genügend Anzeigenflächen enthält, um alle Creatives dieser Werbebuchung darzustellen. Sie können Garantierte Roadblocks aktivieren, indem Sie auf den Tab Admin klicken und dann in der Spalte links Funktionen auswählen.

Diese Funktionen sind nur auf Seiten nutzbar, die mit Google Publisher-Tags bei aktiviertem Einzelanfragemodus versehen sind.

Sehen Sie sich unsere Beispiel-Tags an, wenn Sie erfahren möchten, wie Sie den Einzelanfragemodus aktivieren.

Fälle, in denen die Verwendung des Einzelanfragemodus eventuell nicht sinnvoll ist

Alle DFP-Creative- und Werbebuchungstypen werden vom Einzelanfragemodus unterstützt. Es gibt jedoch einige wenige Fälle, in denen dieser Modus nicht unterstützt wird:

  • DoubleClick-Tag zurückstellen: Ein DoubleClick-Tag fordert den Ad-Server auf, eine andere Anzeige aus dem Inventar abzurufen, die zu einem DCM-, DFA- oder DFP-Netzwerk gehört. Mit der Rückstellungsfunktion wird eine Anzeige aus dem DFP-Netzwerk abgerufen, wenn keine Anzeige auf dem Zielnetzwerk verfügbar ist. Diese Rückstellungsfunktion ist im Einzelanfragemodus noch nicht funktionsfähig.

  • DoubleClick Rich Media Dynamic Ads (RMDA) sind nicht kompatibel mit dem Einzelanfragemodus.