Den richtigen GPT-Modus und Tag-Typen auswählen

Die wichtigste Entscheidung bei der Kennzeichnung einer Seite mit Google Publisher-Tags ist die Auswahl des synchronen oder asynchronen Renderings. Außerdem muss festgelegt werden, ob alle Anzeigen in einer Einzelanfrage abgerufen und welche Anzeigenblöcke und Targeting-Kriterien angewendet werden sollen.

Generell empfehlen wir die Verwendung des asynchronen Renderings mit aktiviertem Einzelanfragemodus. Mit dieser Kombination sorgen Sie für einen optimalen Ladevorgang der Seite und garantierte Roadblocks.

Für den Codestil Ihrer Anzeigen-Tags stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Asynchron: Mit diesem Tag-Typen können Sie die Seitenladezeit Ihrer Webseite verringern, da die Inhalte gleichzeitig mit der Anzeige statt nach ihr geladen wird. Die Anzeigen werden hierbei in Frames gerendert, die auf der Seite reserviert sind, bis die Anzeige gezeigt werden kann. Hierbei handelt es sich um die nutzerfreundlichste Tag-Option.
  • Synchron: Dieser Tag-Typ ist für Anzeigen vorgesehen, die nicht richtig in Frames gerendert werden können, beispielsweise Expanding- oder Interstitial-Anzeigen. Mit synchronen Tags werden die Anzeigen und der Content Ihrer Seite gleichzeitig geladen. Im Gegensatz zu asynchronen Tags wird hier jedoch die Anzeigenfläche nicht reserviert.*
  • Einzelanfragemodus: Mit dieser Option können Sie in einigen Fällen dafür sorgen, dass die Seite schneller geladen wird. Mit dieser Art von Tags werden alle Anzeigen auf einer Seite gleichzeitig statt einzeln nacheinander im Header Ihres Contents aufgerufen.

Im Folgenden finden Sie dazu weitere Informationen.

Zeichenbeschränkungen für GPT-Anzeigenanfragen

Google Publisher-Tags verwenden die HTTP-GET-Methode, um Anzeigen anzufordern, wodurch sich die Anzahl der Byte verringert, die bei den einzelnen Anfragen weitergegeben werden können.Anzeigen-Tags mit synchronem Rendering dürfen pro Anfrage höchstens 2048 Zeichen enthalten. Falls der Tag-Typ allerdings asynchron ist und den Wert von 2048 Zeichen überschreitet, verwenden die GPTs automatisch die POST-Methode, wodurch sich dieser Grenzwert auf 8192 Zeichen erhöht.*

* Die Erhöhung der Zeichenbeschränkung bei Verwendung der POST-Methode gilt nicht für Anzeigen, die in IE 9 oder früheren IE-Versionen gerendert werden.

Asynchrone oder synchrone Anzeige

Was versteht man unter asynchronem Rendering und warum wird es empfohlen?

Beim asynchronen Abruf wird der Ladevorgang der folgenden HTML-Inhalte nicht mit dem GPT-Code auf Ihrer Seite blockiert. Wenn Sie beispielsweise ein Rich Content-Leaderboard mit asynchronen Tags verwenden, das eine gewisse Zeit zum Laden benötigt, wird der Rest der Seite geladen, während das Creative für die Anzeige vorbereitet wird. Es muss also nicht gewartet werden, bis das Creative fertig ist. Dies führt zu einer besseren Nutzererfahrung und einer gefühlt geringeren Latenz.

Für die Verwendung der asynchronen Darstellung spricht außerdem, dass Sie die dynamische Video-Companion-Zuordnung implementieren können, was im synchronen Modus nicht funktioniert. Weitere Informationen erhalten Sie unter Companion-Tags erstellen. Ein weiterer Vorteil des asynchronen Modus ist, dass Sie Anzeigenflächen mit pubService.refresh(slots) aktualisieren können. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Referenzhandbuch für die Google Publisher Tag API.

Mit GPT gibt es zwei Ebenen des asynchronen Ladens:

  • Asynchroner Ladevorgang der GPT-JavaScript-Bibliothek. Bei Verwendung des asynchronen Modus, der im <head>-Tag aufgerufen wird, wird der <body>-Abschnitt Ihrer Seite angezeigt, auch wenn die GPT-JavaScript-Bibliothek noch nicht geladen wurde.

  • Asynchrones Rendering der Creatives im <body>-Abschnitt des Dokuments. Dadurch können HTML-Elemente bereits vor der Darstellung der Creatives geladen werden.

Es empfiehlt sich, sowohl die Bibliothek als auch die Creatives asynchron zu laden, um die beste Leistung zu erzielen. Es ist jedoch auch möglich, die Bibliothek synchron, und die Creatives asynchron zu laden.

Anzeigen in nutzerfreundlichen Iframes im asynchronen GPT-Modus schalten

GPT verwendet für die Schaltung von Anzeigen nutzerfreundliche Iframes, was für den asynchronen Modus notwendig ist. Es kann vorkommen, dass einige Anzeigen nicht korrekt in den Frames dargestellt werden. Dazu gehören z. B. Expandable-Anzeigen, die erwarten, direkt auf die Hauptseite geschrieben zu werden, oder Creatives, die versuchen, direkt auf der Seite auf die DOM-Elemente und die JavaScript-Umgebung zuzugreifen. Wenn Sie außerdem ein Creative eines Drittanbieters mit einer von der Anzeigenfläche abweichenden Größe verwenden, wird die Anzeige vom Iframe abgeschnitten oder es entsteht ein zusätzlicher leerer Bereich. Sie können einige Dinge beachten, um sicherzustellen, dass Ihre Anzeigen im asynchronen GPT-Modus ordnungsgemäß dargestellt werden:

Nutzerfreundliche Iframes

Vorteile Nachteile
Iframe-Busting-Datei wird nicht benötigt. Werden von einer begrenzten Anzahl von Rich Content-Anbietern unterstützt.
IAB hat Empfehlungen für nutzerfreundliche Iframes herausgegeben.
Werden vom asynchronen GPT-Modus unterstützt

Der asynchrone GPT-Modus nutzt Iframes, die sich auf derselben Domain befinden wie die Hauptseite. Wenn sich die Hauptseite und der Iframe innerhalb derselben Domain befinden, handelt es sich bei dem Iframe um einen nutzerfreundlichen Iframe. Einige Rich Content-Anbieter wie DoubleClick Studio können nutzerfreundliche Iframes direkt ansteuern, d. h. ohne eine Iframe-Busting-Datei.

Innerhalb des nutzerfreundlichen Iframes wird die Anzeige mithilfe eines JavaScript-Tags geschaltet, d. h. innerhalb des Iframes. Damit das gesamte Creative sichtbar wird, muss es noch den Iframe ansteuern. Mithilfe des Anzeigencodes wird erkannt, dass ein nutzerfreundlicher Iframe verwendet wird, und das Creative dann auf der Hauptseite platziert. Schließlich befindet sich das Creative auf der Seite, außerhalb des zum Schalten des Anzeigencodes verwendeten Iframes, und eine Iframe-Busting-Datei wird nicht benötigt.

Vor der Implementierung des asynchronen GPT-Modus sollten Sie zusammen mit Ihren Rich Content-Anbieter prüfen, ob er die direkte Umschreibung nutzerfreundlicher Iframes unterstützt. Wenn der Anbieter diese Variante nicht unterstützt, kann eine Iframe-Busting-Datei mit nutzerfreundlichen Iframes verwendet werden, die nachstehend beschrieben wird.

Iframe-Busting-Datei

Vorteile Nachteile
Wird von den meisten Rich Content-Anbietern unterstützt Der Publisher muss eine Iframe-Busting-Datei für jeden Rich Content-Anbieter hosten.
Werden vom asynchronen GPT-Modus unterstützt

Wenn der Rich Content-Anbieter, z. B. Eyeblaster, Pointroll oder DoubleClick Studio, keine nutzerfreundlichen Iframes unterstützt, besteht eine gängige Problemumgehung darin, dass Ihnen die einzelnen Anbieter eine Iframe-Busting-Datei im HTML-Format zur Verfügung stellen. Diese HTML-Datei muss auf Ihrem Server abgelegt werden, in der Regel auf demselben, auf dem auch Ihre Website liegt. Wenn sich die Datei auf dem Server befindet, kann sie grundsätzlich für alle Anzeigen von diesem Rich Content-Anbieter verwendet werden.

Bei dieser Implementierungsart befindet sich das Creative auf der Hauptseite und kann auf den Seiten-Content zugreifen. Einige Publisher sehen dadurch die Sicherheit oder den Datenschutz gefährdet.

Bei Schaltung der Anzeige innerhalb eines Iframes wird ein zusätzlicher Iframe erstellt. Der zusätzliche Iframe ruft die Iframe-Busting-Datei auf. Die Anzeige nutzt dann die Iframe-Busting-Datei, um das Creative auf der Hauptseite zu platzieren. Als Endresultat befindet sich das Creative auf der Seite, außerhalb des Iframes, der zum Schalten des Anzeigencodes verwendet wird.

Die meisten Anbieter komplexer Inhalte unterstützen diese Problemumgehung. Fragen Sie bei Ihrem Anbieter nach.

Kann ich auf einer Seite sowohl asynchrone als auch synchrone Tags verwenden?

Sie können auf einigen Seiten Ihrer Website asynchrone und auf anderen Seiten synchrone Tags verwenden. Dies kann sinnvoll sein, wenn Sie üblicherweise asynchrone Tags einsetzen, aber eine Kampagne durchführen, in der Rich Content-Anzeigen verwendet werden, die nicht gut für nutzerfreundliche Iframes geeignet sind. In diesem Fall können Sie synchrone Tags nur auf den Seiten nutzen, auf denen diese spezielle Kampagne geschaltet wird, und die asynchronen Tags auf allen anderen Seiten.

Sie können asynchrone und synchrone Tags nicht auf derselben Seite verwenden, aber Sie können JavaScript synchron laden und die Creatives asynchron rendern lassen.

Hier sehen Sie einige Beispiele für synchrone und asynchrone Tags.

Einzelanfragemodus

Was versteht man unter dem Einzelanfragemodus und warum wird er empfohlen?

Im Einzelanfragemodus werden alle im Header definierten Tags beim ersten Aufruf der Funktion display() aufgerufen, statt dass jede Anzeige einzeln inline mit der Anzeigenfläche angefordert wird. Wir empfehlen den Einzelanfragemodus, weil Sie durch die Zusammenfassung aller Anzeigenaufrufe in einer einzigen Anfrage Roadblocks garantieren können, also die gemeinsame Auslieferung aller Creatives einer Werbebuchung auf derselben Seite. Zudem kann sich die Ladeleistung Ihrer Seite verbessern, wenn weniger Anfragen gesendet werden.

Wenn Sie den Einzelanfragemodus aktiviert haben, können Sie auch garantierte Roadblocks für Ihr Netzwerk aktivieren. Mit dieser Funktion wird die Einstellung Creatives anzeigen in Ihren Werbebuchungen optimiert, da Sie nun auch "Alle" auswählen können. Wenn Sie "Alle" auswählen, schaltet DFP die Werbebuchung nur dann, wenn eine Anzeigenanfrage genügend Anzeigenflächen enthält, um alle Creatives dieser Werbebuchung darzustellen. Sie können Garantierte Roadblocks aktivieren, indem Sie auf den Tab Admin klicken und dann in der Spalte links Funktionen auswählen.

Diese Funktionen können nur auf Seiten genutzt werden, die mithilfe von GPT mit Tags versehen wurden und für die der Einzelanfragemodus aktiviert ist.

Sehen Sie sich unsere Beispiel-Tags an, wenn Sie erfahren möchten, wie Sie den Einzelanfragemodus aktivieren.

Fälle, in denen die Verwendung des Einzelanfragemodus eventuell nicht sinnvoll ist

Alle DFP-Creative- und Werbebuchungstypen werden vom Einzelanfragemodus unterstützt. Dynamische Anzeigen von DoubleClick Rich Media sind mit dem Einzelanfragemodus nicht kompatibel.

* Bei der Verwendung synchroner Tags werden die Anzeigen in einem div-Element auf der Seite gerendert. Je nach Creative werden sie möglicherweise auch in einem Iframe innerhalb des div-Elements ausgeliefert.
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