Anleitung: Datenquelle für Google Tabellen erstellen

Google Tabellen-Daten in Data Studio-Berichten verwenden

Eine Datenquelle liefert die Daten für einen Data Studio-Bericht. In dieser Lektion erstellen Sie eine Datenquelle und stellen eine Verbindung zu einer Google-Tabelle her.

Themen in diesem Artikel

0 Daten vorbereiten

Hier einige Tipps zum Arbeiten mit Google Tabellen-Daten in Data Studio:

Separates Arbeitsblatt für Data Studio-Daten verwenden

In Arbeitsblättern können Sie Ihre Daten in einem flexiblen Format speichern und analysieren, das sich in Data Studio eventuell nur schwierig modellieren lässt. Wir empfehlen, ein separates Arbeitsblatt für die Daten zu erstellen, die Sie in Data Studio sehen möchten.

Mithilfe von Google Tabellen-Funktionen können Sie Daten automatisch aus einem Arbeitsblatt in ein anderes übertragen. Beispiel:
 
='Arbeitsblatt 1'!A1 – Hiermit wird der Inhalt aus Zelle A1 in Arbeitsblatt 1 kopiert.
 
In Google Tabellen gibt es noch weitere Optionen, um Daten aus einer Zelle oder einem Zellenbereich abzurufen und an einer anderen Stelle einzufügen. Hier einige Beispiele:
 

Tabellenformat

  • Das Arbeitsblatt oder der Zellenbereich, zu dem eine Verbindung hergestellt wird, muss ein einfaches Tabellenformat haben. Jede Spalte darf nur einzelne Zellen enthalten, da verbundene Zellen dazu führen können, dass die Daten falsch angezeigt werden.
  • Zellen dürfen nur Daten enthalten. Grafiken oder Bilder lassen sich beispielsweise nicht importieren.
  • Die erste Datenzeile muss Spaltenüberschriften enthalten, da diese in der Datenquelle als Feldnamen verwendet werden.

Datumsformat

  • Jedes Datum in Ihrer Google-Tabelle muss Tag, Monat und Jahr in diesem Format enthalten: TTMMJJJJ.
  • Wenn in der Tabelle auch Uhrzeiten vorhanden sind, müssen sie im Datumsfeld eingefügt werden: TTMMJJJJ [HH:MM:SS].

  • Datumsfelder müssen mithilfe der Google Tabellen-Menüoption Format > Zahl > Datum als Datum formatiert werden.

Es gibt noch andere Möglichkeiten, ein Datum zu verarbeiten, die aber zeitaufwendiger sind. Weitere Informationen zu Datumstypen in Datenquellen

Datenstruktur

Wenn Sie Ihre Daten auf bestimmte Weise organisieren, erleichtern Sie sich die Arbeit in Data Studio. Beispiel:

Lange Tabellen sind besser als breite: Grenzen Sie die Anzahl von Dimensionen ein, indem Sie Daten in Kategorien gruppieren, statt für jeden möglichen Wert eine Spalte anzulegen. Beispiel für die Erfassung der Obstverkäufe eines Lebensmittelhändlers:

Datum Obst Verkaufte Menge
06.07.2017 Äpfel 100
06.07.2017 Orangen 75
06.07.2017 Bananen 150
07.07.2017 Äpfel 80
07.07.2017 Orangen 95
07.07.2017 Bananen 175

Beispiel für eine lange Tabelle

 

Weniger übersichtliche Version:

Datum Äpfel Orangen Bananen
06.07.2017 100 75 150
07.07.2017 80 95 175

Beispiel für eine breite Tabelle

In der längeren Tabelle oben haben Sie in der Datenquelle nur eine Dimension für die Kategorie "Obst", in der breiteren Tabelle ist eine Dimension für jede Obstsorte vorhanden. Wenn Sie 100 Obstsorten verkaufen, brauchen Sie im zweiten Beispiel 100 Dimensionen, um alle zu erfassen. Diese Menge an Dimensionen könnte unmöglich in einem Data Studio-Diagramm angezeigt werden.

Wenn Sie Datenreihen in Dimensionen gruppieren, vereinfachen Sie auch das Filtern in Data Studio. In der langen Tabelle lässt sich beispielsweise problemlos ein Filter vom Typ Obst = "Äpfel" erstellen. In der breiten Tabelle können Sie nicht nach der Obstsorte filtern.

Aggregierte Daten: Wenn Ihre Tabelle aggregierte Daten wie Summen, Mittelwerte oder Medianwerte enthält, sollten Sie diese Daten in Data Studio-Diagrammen nicht mit nicht aggregierten Daten mischen. Wenn Sie diese Daten trotzdem zusammenführen, sind die Zahlen in den Diagrammen möglicherweise falsch. Nehmen wir an, dass die Tabelle oben die Zeile "Gesamt" enthält:

Datum Äpfel Orangen Bananen
06.07.2017 100 75 150
07.07.2017 80 95 175
Gesamt 180 170 325

Breite Tabelle mit der Zeile "Gesamt"

In Data Studio-Kurzübersichten werden zu hohe Zahlen für jede Dimension angezeigt, da die Gesamtzahl und die nicht aggregierten Messwerte addiert werden:

Äpfel

360

Orangen

340

Bananen

650

Beispiele für Kurzübersichten

In diesem Fall ist es am besten, der Datenquelle die Zeile "Gesamt" nicht hinzuzufügen und stattdessen die Gesamtzahlen von Data Studio berechnen zu lassen.

1 Mit Google Tabellen verbinden

Der erste Schritt beim Erstellen einer Datenquelle besteht darin, eine Verbindung zu Ihrem Datensatz herzustellen.

  1. Melden Sie sich in Data Studio an.
  2. Klicken Sie links oben auf Erstellen und wählen Sie Datenquelle aus.
  3. Wählen Sie im Bereich mit den Connectors die Option Google Tabellen aus.
  4. Wählen Sie eine Tabelle und ein Arbeitsblatt aus.
  5. Entfernen Sie gegebenenfalls das Häkchen für die Option Erste Zeile als Kopfzeile verwenden. Für die Felder in der Datenquelle werden stattdessen die standardmäßigen Spaltenüberschriften "A", "B", "C" usw. verwendet.
  6. Entfernen Sie eventuell das Häkchen für die Option Ausgeblendete und gefilterte Zellen einschließen. Diese Felder werden dann nicht in die Datenquelle aufgenommen.
  7. Legen Sie gegebenenfalls einen Zellenbereich fest. Ansonsten wird das gesamte Arbeitsblatt verwendet.
  8. Klicken Sie rechts oben auf VERBINDEN. Der Feldbereich wird eingeblendet.

2 Datenquelle konfigurieren

Der Feldbereich enthält alle Dimensionen (grüne Felder) und Messwerte (blaue Felder) aus dem Datensatz. Sie können die Datenquelle optimieren, indem Sie Felder umbenennen oder deaktivieren, berechnete Felder hinzufügen oder die Zusammenfassung und den Datentyp ändern.

Weitere Informationen zur Datenmodellierung

Liste der Datenquellenfelder

Messwert hinzufügen

Wenn Sie der Datenquelle einen Messwert hinzufügen möchten, klicken Sie neben einer Dimension auf das Dreipunkt-Menü Menü "Mehr" und wählen Sie eine der verfügbaren Funktionen aus. Sie benötigen mindestens einen Messwert, um in Data Studio ein Diagramm Ihrer Daten zu erstellen.

Beispiel für das Erstellen des Messwerts "Anzahl"

Weitere Informationen zur Verwendung von Feldern in Datenquellen

3 Datenquelle umbenennen

Datenquelle umbenennen

Ihre Datenquelle erhält in Data Studio automatisch den gleichen Namen wie der Datensatz. Wenn Sie ihn ändern möchten, klicken Sie links oben auf den Namen und geben Sie einen neuen Namen ein.

Sie können die Datenquelle auch später über die Startseite DATENQUELLEN umbenennen, indem Sie auf das Kontextmenü klicken und Umbenennen auswählen.

4 Datenquelle freigeben

Sie können die Datenquelle für andere Bearbeiter freigeben. Diese haben dann die Möglichkeit, sie Berichten hinzufügen.

Datenquelle freigeben

  1. Klicken Sie rechts oben auf Freigabesymbol.
  2. Geben Sie die E-Mail-Adressen oder die Google-Gruppen ein, für die Sie die Datei freigeben möchten.
  3. Wählen Sie für jeden Nutzer oder jede Gruppe den Zugriff (Berechtigungen) aus. Mit Berechtigungen wird festgelegt, was andere Personen mit der Datenquelle tun dürfen. Sie haben folgende Auswahlmöglichkeiten:
    • Darf ansehen: Personen mit dieser Berechtigung können die Datenquelle ansehen, jedoch nicht bearbeiten.
    • Darf bearbeiten: Personen mit dieser Berechtigung können die Datenquelle ansehen und bearbeiten.

5 Datenquelle in Berichten verwenden

Schaltfläche zum Erstellen von Berichten

Sie können nun Berichte erstellen, für die Daten aus Ihrer Google Tabelle abgerufen werden:

  1. Klicken Sie rechts oben auf BERICHT ERSTELLEN.
  2. Sie sehen jetzt den Berichtseditor und eine Tabelle mit Feldern aus der Datenquelle.
    1. Über den Eigenschaftenbereich auf der rechten Seite können Sie die Daten und den Stil ändern.
  3. Klicken Sie links oben auf Unbenannter Bericht und geben Sie einen Namen für den Bericht ein.
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