Es kommt immer wieder vor, dass Conversions nicht an Campaign Manager 360 übertragen werden, zum Beispiel wegen bestimmter Browsereinstellungen, aktivierter Werbeblocker oder Netzwerkunterbrechungen. Über Conversions mit mehreren Datenquellen können Sie solche Conversions dennoch in Ihren Analysen erfassen. Dabei werden Daten aus Website-Tags mit Daten aus Offlinequellen kombiniert, um Ihre wichtigsten Conversion-Ereignisse vollständiger und genauer zu messen. Im Ergebnis erhalten Sie umfassendere, aussagekräftigere Berichte. Damit Sie Ihre Gebotsleistung verbessern können, erklären wir Ihnen in diesem Hilfeartikel, wie Conversions mit mehreren Datenquellen funktionieren, wie Sie die Funktion einrichten und welche Best Practices Sie beachten sollten.
Themen in diesem Hilfeartikel- Funktionsweise von Conversions mit mehreren Quellen
- Einrichtung von Conversions mit mehreren Quellen
- Überwachung Ihres Setups für Conversions mit mehreren Quellen
- Best Practices
Funktionsweise von Conversions mit mehreren Quellen
Bei diesem Ansatz werden Daten zu einer gegebenen Conversion aus zwei verschiedenen Quellen an Google gesendet: einer Onlinequelle und einer Offlinequelle.- Onlinequelle: Sie erfassen Conversion-Ereignisse in Echtzeit über ein Google-Tag oder ein Legacy-Floodlight-Tag auf Ihrer Website.
- Offlinequelle: Sie laden Offlinedaten über die Data Manager API hoch. In Zukunft wird es möglich sein, solche Offlinedaten über die Benutzeroberfläche zu importieren.
Damit die Conversions dabei nicht doppelt gezählt werden, verhindert Google mithilfe einer eindeutigen Transaktions-ID, dass ein von beiden Quellen gemeldetes Ereignis zweifach erfasst wird. Wenn über das Online-Tag und den Offline-Upload jeweils die gleiche Transaktions-ID eingeht, erkennt das System dies als eine einzige Conversion und führt die Daten zusammen, um einen möglichst vollständigen Datensatz zu erstellen.
Vorteile von Conversions mit mehreren Quellen
Conversions mit mehreren Quellen haben verschiedene Vorteile, zum Beispiel:- Einbeziehung nicht erfasster Conversions: Sie können in Ihre Analysen auch Conversion-Ereignisse aufnehmen, die von den Tags wegen Problemen bei der Datenerhebung nicht erfasst wurden.
- Genauere Messung: Sie erhalten einen umfassenderen Überblick über Ihre Conversion-Daten und damit aussagekräftige Berichte sowie präzise Attribution.
- Bessere Gebotsleistung: Sie stellen eine vollständigere Datenbasis für die automatische Gebotseinstellung bereit.
Einrichtung von Conversions mit mehreren Quellen
Vorbereitung
Bevor Sie Conversions mit mehreren Quellen verwenden können, benötigen Sie Folgendes:- Ein aktives Google-Tag: Für Ihre Floodlight-Conversion muss ein aktives Google-Tag auf Ihrer Website implementiert sein.
- Eine eindeutige Transaktions-ID: Sie müssen für jede Conversion eine eindeutige Transaktions-ID übergeben, und zwar sowohl über Ihr Google-Tag als auch über Ihre Offline-Uploads. Diese Transaktions-ID ist für die Deduplizierung erforderlich.
- Eine Offline-Datenquelle: Sie müssen Offlinedaten zu Conversions über die Data Manager API hochladen. Die Campaign Manager 360 API unterstützt keine Conversions mit mehreren Quellen.
- Erforderliche Nutzerberechtigungen: Zum Einrichten und Verwalten von Verbindungen für Offlinedaten über die Benutzeroberfläche benötigen Sie die Berechtigung „Offline-Conversions einfügen“ in Ihrem Profil.
Aktivierung von Conversions mit mehreren Quellen
Wenn Sie diese Funktion für eine Floodlight-Conversion aktivieren möchten, müssen Sie Daten mit übereinstimmenden Transaktions-IDs sowohl über ein Online-Tag als auch über eine Offlinequelle senden. Das System erkennt dieses Setup automatisch und startet die Deduplizierung.Wenn Sie derzeit nur tagbasierte Conversions verwenden
- Überprüfen Sie, ob Ihr Google-Tag so konfiguriert ist, dass für jede Conversion eine eindeutige Transaktions-ID übergeben wird. Wenn das nicht der Fall ist, müssen Sie Ihre Website möglicherweise neu taggen.
- Richten Sie einen Prozess für den Upload Ihrer Offlinedaten zu Conversions über die Data Manager API ein. Geben Sie die gleiche eindeutige Transaktions-ID an, die von Ihrem Tag übergeben wird.
Wenn Sie derzeit nur Offline-Conversions verwenden
- Wenn Sie die Campaign Manager 360 API für den Upload von Conversions verwenden, müssen Sie zur Data Manager API migrieren. Die Campaign Manager 360 API unterstützt keine Conversions mit mehreren Quellen.
- Richten Sie das Google-Tag für die entsprechende Floodlight-Conversion ein und stellen Sie es auf Ihrer Website bereit.
- Achten Sie darauf, dass sowohl Ihr Tag als auch Ihre Offline-Uploads über die Data Manager API so konfiguriert sind, dass für jede Conversion die gleiche eindeutige Transaktions-ID übergeben wird.
Überwachung Ihres Setups für Conversions mit mehreren Quellen
Nachdem Sie eine Floodlight-Conversion für Conversions mit mehreren Quellen eingerichtet haben, können Sie den Status im Abschnitt „Datenquelle“ der Conversion-Einstellungen im Blick behalten. In diesem Abschnitt wird der Status des Floodlight-Tags und der Offline-Datenquellen angezeigt.
Mögliche Status:- Aktive Quellen: Sowohl vom Tag als auch von den Offlinequellen gehen erfolgreich Daten ein.
- Maßnahme erforderlich / Dringend: Es gibt ein Problem mit einer Datenquelle, das Ihre Aufmerksamkeit erfordert. Bewegen Sie den Mauszeiger auf den Status, um eine Diagnosekarte mit weiteren Details aufzurufen.
- Überwachung: Für die Conversion gilt ein befristeter Überwachungszeitraum. Weitere Informationen finden Sie im entsprechenden Abschnitt unten.
- Keine Quellen erkannt: Für die neue Conversion sind noch keine Daten eingegangen.
Überwachungszeitraum für die Gebotseinstellung
Wenn Sie einer bestehenden Floodlight-Conversion, die für die Gebotseinstellung verwendet wird, eine Offline-Datenquelle hinzufügen, startet automatisch ein 14-tägiger Überwachungszeitraum. Während dieses Überwachungszeitraums werden die zusätzlich erhobenen Daten zu Offline-Conversions nicht für die Gebotseinstellung verwendet. So können Sie Änderungen bei den erfassten Conversions beobachten, ohne dass sich dies sofort auf die Gebotsleistung auswirkt.Best Practices
- Empfohlene Zählmethoden verwenden: Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit Floodlight-Conversions, bei denen die Zählmethode auf „Alle“ festgelegt ist.
- Eindeutigkeit der Transaktions-ID sicherstellen: Die Transaktions-ID ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Deduplizierung. Wenn Sie IDs verwenden, die nicht eindeutig sind (zum Beispiel „1“ oder einen zufälligen String für jede Conversion), führt dies zu ungenauen Daten und eine Deduplizierung mit den Tag-Daten ist nicht möglich. Conversions mit mehreren Quellen funktionieren nur mit einer eindeutigen Transaktions-ID.
- Regelmäßig auf Diagnosebenachrichtigungen prüfen: Behalten Sie den Abschnitt „Datenquelle“ im Blick, um Probleme in Ihrem Setup schnell zu erkennen und zu beheben.