Neuerungen bei Campaign Manager 360
- Unterstützung des Global Privacy Protocol (GPP)
- Einstellung der sicheren U‑Variablen (Uvar)
- Standardisierung leerer Dimensionswerte
- Geschätzte Conversions in Berichten zu benutzerdefinierten Floodlight-Variablen
- Einstellung der Creative-Projekte
Unterstützung des Global Privacy Protocol (GPP)
25. April 2025
In Campaign Manager 360 wird jetzt das Global Privacy Protocol (GPP) von IAB Tech Lab unterstützt, durch das sich Signale im Zusammenhang mit Datenschutz, Einwilligung und Nutzerauswahl leichter an Anbieter von Anzeigentechnologien übertragen lassen. Das GPP ist als Ergänzung des Transparency & Consent Framework (TCF) gedacht – einer vergleichbaren Lösung, die in der Vergangenheit eingeführt wurde, um die Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu erfüllen.
Das GPP-Format umfasst TCF- und DSGVO-Daten, soll jedoch auch zur Einhaltung weiterer Datenschutzgesetze sowie zukünftiger Gesetze beitragen, die das Einholen der Nutzereinwilligung erforderlich machen. Die Methoden zur Datenerhebung und ‑verbreitung ähneln stark denen des TCF. Der größte Unterschied liegt in der Flexibilität des GPP-Formats, da es nicht mehr nur die DSGVO, sondern mehrere potenziell anwendbare Gesetze unterstützt.
Als Teil dieser Neuerung wurde auf dem Bildschirm „Tags herunterladen“ das Kästchen GPP-Makros einschließen eingeführt. Wenn Sie dieses Kästchen auswählen, werden den generierten Tags auf dem Bildschirm „Tags herunterladen“ GPP-Makros hinzugefügt.
GPP-Makros können bedenkenlos entfernt werden, falls bei der Weitergabe der Tags an Drittanbieter Probleme auftreten, weil das GPP nicht unterstützt wird. Wenn GPP-Makros vor der Auslieferung entfernt oder nicht ersetzt werden, sind Einwilligungssignale aus Rechtsprechungen, in denen das GPP unterstützt wird, nicht verfügbar. Auslieferung und Analyse funktionieren jedoch wie erwartet.
Einstellung der sicheren U‑Variablen (Uvar)
Voraussichtlich im Juli 2025
Berichte zu sicheren U‑Variablen (Uvar) enthalten zwar Datenschutzprüfungen, beanspruchen jedoch auch sehr viele Ressourcen. Zur Optimierung der Systemressourcen wird dieser Berichtstyp deshalb eingestellt. Seit der Migration der Sofortberichterstellung sind Uvar-Berichte nicht mehr verfügbar. Derzeit können nur noch bereits vorhandene Berichte ausgeführt werden. Wir rechnen damit, dass sich diese Änderung nur geringfügig auf Nutzer auswirken wird.
Wir empfehlen, stattdessen zukünftig den Bericht zu benutzerdefinierten Floodlight-Variablen zu verwenden.
Geschätzte Conversions in Berichten zu benutzerdefinierten Floodlight-Variablen
Voraussichtlich im Juli 2025
Campaign Manager 360-Berichte mit benutzerdefinierten Floodlight-Variablen enthalten zukünftig geschätzte Conversions. Diese Änderung hängt mit einer Migration der Datenquellen zusammen, durch die Einheitlichkeit der Berichte verbessert und die Latenz reduziert werden soll. Da Berichte zu benutzerdefinierten Floodlight-Variablen jetzt sowohl erfasste als auch geschätzte Conversions einbeziehen, stellen Sie unter Umständen Abweichungen bei der Conversion-Anzahl in diesen Berichten fest. Außerdem werden zuvor nicht festgelegte Werte jetzt als „(nicht festgelegt)“ angezeigt. Das Gleiche gilt für leere Strings, für die jetzt ebenfalls immer standardmäßig „(nicht festgelegt)“ verwendet wird.
Werbetreibende müssen nichts weiter unternehmen, sollten sich dieser Änderungen sowie potenzieller Abweichungen in ihren Berichten jedoch bewusst sein.
Standardisierung leerer Dimensionswerte
Voraussichtlich am 8. Juli 2025
In Campaign Manager 360 wird standardisiert, wie nicht festgelegte Dimensionswerte in Berichten erfasst werden. Derzeit werden fehlende oder nicht festgelegte Dimensionswerte in Berichten als „(nicht festgelegt)“ oder als leerer String („“) aufgeführt. Zur Vereinheitlichung und zur Optimierung des Systems wird in Campaign Manager 360 ab dem 2. Quartal 2025 in Berichten vorwiegend „(nicht festgelegt)“ für alle nicht festgelegten Dimensionswerte verwendet. Durch diese Änderung wird die Latenz bei der Berichterstellung reduziert.
Wenn Ihre Prozesse derzeit beim Parsen von Campaign Manager 360-Berichten einen leeren String („“) für nicht festgelegte Werte erwarten, sollten Sie die Parserlogik so konfigurieren, dass auch „(nicht festgelegt)“ erkannt wird. Diese Änderung kann sich auf automatisierte Workflows auswirken, die auf das aktuelle Datenformat angewiesen sind. Sie sollten daher Systeme oder Prozesse, die Campaign Manager 360-Berichte verarbeiten, so anpassen, dass sie sowohl „(nicht festgelegt)“ als auch leere Strings („“) als austauschbare Platzhalter für fehlende Werte behandeln.
Die Berichte zu benutzerdefinierten Floodlight-Variablen werden zum neuen System migriert. Sie müssen also die Parserlogik, die Sie für diesen Berichtstyp verwenden, entsprechend anpassen.
Einstellung der Creative-Projekte
Voraussichtlich am Ende des 3. Quartals 2025
Im 3. Quartal werden Creative-Projekte im Zuge der Einstellung von Ads Creative Studio (ACS) aus Campaign Manager 360 entfernt. Diese Funktion wurde von Campaign Manager 360-Nutzern kaum verwendet, daher sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.
Plattformübergreifende Updates
- Offline Conversions API mit „session_attributes“ upgraden
- Entfernung der Dimension „Land“ aus Berichten zur Reichweite
- Aktualisierung der Datenquelle für Berichte zur Reichweite
- Aktualisierung der Kriteriums-ID für die Datenübertragung 2.0
- Kategorieeinstellung in Floodlight-Aktivitäten
- Häufigkeitsberichten die Gruppen „8+“ und „9+“ hinzufügen
- Updates am Vorabfilter für Berichte zur Überschneidung der Unique Reach und zur Cross‑Media Reach
Offline Conversions API mit „session_attributes“ upgraden
Geschätzter Termin: 1. Juni 2025 für Campaign Manager 360 und 15. August 2025 für Search Ads 360
Werbetreibende können den neuen Parameter „session_attributes“ in Szenarien verwenden, in denen Klick-IDs wie GCLIDs oder DCLIDs als Conversion-Signal verwendet werden und nicht verfügbar sind. „session_attributes“ liefert weiteren Kontext und Signale zur Interaktion des Nutzers mit der Website des Werbetreibenden, was die Conversion-Analyse, die Berichterstellung und die Gebotsgenauigkeit verbessern kann. „session_attributes“ ist in der Offline Conversion API von Campaign Manager 360 sowie in der Conversion API und den Bulksheets von Search Ads 360 verfügbar.
Werbetreibende, die die Offline Conversion API von Campaign Manager 360 sowie die Conversion API und Bulksheets von Search Ads 360 verwenden, sollten den Parameter „session_attributes“ verwenden und Werte an Google zurückgeben. Diese Aktion ist besonders wichtig, wenn die MatchID entweder nicht verwendet wird oder derzeit nicht verfügbar ist.
Entfernung der Dimension „Land“ aus Berichten zur Reichweite
Voraussichtlich im Juli 2025
Die Dimension „Land“ wird aus den Berichten zur Reichweite in Campaign Manager 360 und Display & Video 360 entfernt. Durch diese Aktualisierung erhalten Werbetreibende mehr Flexibilität, da sie Berichte zur Unique Reach ohne die Dimension „Land“ abrufen können.
Diese Änderung wirkt sich auf alle Campaign Manager 360-Vorlagen mit Ausnahme von „Cross‑Media Reach“ sowie auf verschiedene Display & Video 360-Vorlagen und das Display & Video 360-Testcenter aus. Zu den betroffenen Messwerten gehören „Unique Reach“ und zugehörige Berechnungen.
Werbetreibende müssen zwar nichts unternehmen, sollten aber über diese Änderung und die Möglichkeit informiert sein, Berichte ohne die Dimension „Land“ auszuführen.
Aktualisierung der Datenquelle für Berichte zur Reichweite
Voraussichtlich im Juli 2025
In Campaign Manager 360 und Display & Video 360 wird die Datenquelle für Berichte zur Reichweite aktualisiert. Dadurch werden die Daten genauer und verfügbarer. Wenn Sie Berichte vergleichen, die den 1. April 2024 umfassen und das Datum als Dimension enthalten, fallen Ihnen möglicherweise Unterschiede in der Ausgabe auf.
Aktualisierung der Kriteriums-ID für die Datenübertragung 2.0
Voraussichtlich am 7. Juli 2025
In der Datenübertragung v2.0 werden die Kriteriums-IDs für Browser, Betriebssystem, Marke und Modell des Mobilgeräts sowie die Daten des Internetanbieters an die plattformübergreifenden Datenstandards angepasst, um die Systemeffizienz zu verbessern.
Werbetreibende, die Berichte vom Typ „Datenübertragung 2.0“ verwenden, sehen in einer Übergangsphase von etwa drei bis sechs Monaten sowohl die neuen als auch die alten oder bereits vorhandenen IDs in den Datenübertragungsdateien. Danach sind nur noch die neuen plattformübergreifend freigegebenen IDs vorhanden. Folgende Dimensionen sind betroffen:
- DBM-Browser-/Plattform-ID
- DBM-ISP-ID
- DBM-Marken-ID des Mobilgeräts
- DBM-Modell-ID des Mobilgeräts
- DBM-Betriebssystem-ID
Werbetreibende, die diese Felder verwenden, sollten ihre Prozesse aktualisieren, um die neuen IDs zu nutzen. Wenn Sie Berichte zur Datenübertragung verwenden und sich auf die aktuellen Kriteriums-IDs verlassen, müssen Sie Ihre Systeme, einschließlich aller Berichtsscripts oder -tools, prüfen, testen und aktualisieren, bevor die bisherigen IDs vollständig eingestellt werden. Sie müssen mit dem Testen der neuen IDs beginnen und Ihre Prozesse umgehend aktualisieren, damit die Berichterstellung nicht unterbrochen wird.
Kategorieeinstellung in Floodlight-Aktivitäten
Voraussichtlich am 7. Juli 2025
Die Kategorie wird für Conversion-Ereignisse in Campaign Manager 360 und Display & Video 360 eingeführt. Mit dieser Aktualisierung können Nutzer die Kategorie für Floodlight-Aktivitäten auf diesen Plattformen festlegen und bearbeiten, um sie besser zu organisieren und zu verwalten. Wenn Sie Floodlight-Aktivitäten einer bestimmten Kategorie zuweisen, werden Campaign Manager 360 und Display & Video 360 an Search Ads 360 und Google Ads angepasst, wo die Kategoriefunktion bereits vorhanden ist.
Wenn Werbetreibende Floodlight-Konfigurationen für Search Ads 360 freigeben, wird die in Campaign Manager 360 festgelegte ursprüngliche Kategorie mit Search Ads 360 synchronisiert. Nachfolgende Änderungen an Kategorien auf beiden Plattformen werden jedoch nicht synchronisiert, weder zwischen Produkten noch innerhalb von Search Ads 360 mit Konten mit derselben Konfiguration. So bleiben die Gebotseinstellungen in jedem Search Ads 360-Konto in der Kontrolle des Werbetreibenden.
Für eine möglichst genaue Messung müssen Sie vorhandene Floodlight-Aktivitäten in Campaign Manager 360 und Display & Video 360 aktualisieren, da ihnen keine Kategorie zugewiesen ist und ein Wert ausgewählt werden muss, um sie zu bearbeiten.
Häufigkeitsberichten die Gruppen „8+“ und „9+“ hinzufügen
Voraussichtlich am 7. Juli 2025
Der vorhandene Bericht zur Häufigkeit wird aktualisiert, um die Gruppen für die Reichweite der Impressionen „8+“ und „9+“ neben den derzeit erfassten Gruppen „1+“ bis „7+“ und „10+“ zu berücksichtigen.
Das Format vorhandener Bericht zur Häufigkeit wird angepasst, was sich möglicherweise auf die Datenstruktur auswirkt. Werbetreibende sollten ihre Berichte prüfen, da sich durch diese Änderung das vorhandene Format und die Datenstruktur von Berichten zur Kundenfrequenz möglicherweise ändern.
Updates am Vorabfilter für Berichte zur Überschneidung der Unique Reach und zur Cross‑Media Reach
Voraussichtlich am 8. Juli 2025
Ein neues Vorabfiltersystem wird auf Berichte zur Cross‑Media Reach in Campaign Manager 360 und auf Berichte zur Überschneidung der Unique Reach in Campaign Manager 360 und Display & Video 360 angewendet.
Diese Änderung betrifft sowohl von Nutzern als auch vom System angegebene Filter. Überschneidungen, Duplikate und ausschließliche Vergleiche werden anhand der gefilterten Entitäten in den Berichten berechnet, einschließlich Werbetreibender, Kampagnen, Websites und Placements. Mit dieser Änderung möchten wir detailliertere Statistiken zur Verfügung stellen und Reichweitenberichte an die Erwartungen von Werbetreibenden anpassen. Daher können sich die Berichtsdaten ändern und es kann zu unterschiedlichen Überschneidungszahlen kommen.
Wenn Sie die Überschneidungen zwischen allen Entitäten sehen möchten und derzeit ein Nutzerprofil für ein Unterkonto verwenden, müssen Sie ein Nutzerprofil der obersten Ebene verwenden. Wenn Sie einen Nutzerfilter auf die betroffenen Berichte anwenden, können diese Filter entfernt werden, um das aktuelle Verhalten beizubehalten. Sobald Nutzerfilter entfernt wurden, werden in diesen Berichten wieder alle Zeilen zurückgegeben. Sie können dann die nicht benötigten Zeilen löschen.