Google My Business-Richtlinien für Drittanbieter

Definitionen

Ein Drittanbieter ist eine autorisierte Agentur, die in Google My Business Informationen zu einem Unternehmen verwaltet, das ihr nicht gehört. Beispiele für derartige Drittanbieter sind: Agenturen für digitales Marketing, SEO/SEM-Drittanbieterunternehmen, Anbieter für Onlinebestellungen, Onlineplanung bzw. Onlinebuchung oder Anbieter im Affiliate-Netzwerk. Die Richtlinien für einzelne Bevollmächtigte (zum Beispiel Familienangehörige oder Freunde) finden Sie hier.

Endkunden/Kunden sind Unternehmen, die eine vertragliche Vereinbarung mit einem Drittanbieter eingehen, der ihre Informationen in Google My Business verwaltet.

Pflichten

Endkunden dürfen mit Recht erwarten, dass Drittanbieter fair, ehrlich und transparent handeln und die Google My Business-Richtlinien einhalten. Daher ist es Ihre Pflicht, sich an die nachfolgenden Richtlinien zu halten.Andernfalls kann der Brancheneintrag oder das Konto (oder beides) gesperrt werden.

  • Erklären Sie dem Endkunden so gut wie möglich, was Google My Business ist und wofür Google My Business-Daten verwendet werden.
  • Klären Sie den Endkunden darüber auf, wie Sie den Google My Business-Eintrag verwalten werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt Pflichten in Bezug auf die Transparenz.
  • Halten Sie die Google My Business-Richtlinien ein.

Wir empfehlen Ihnen, nach der Einrichtung des Kontos die Inhaberschaft der Einträge auf Ihren Kunden zu übertragen.

Pflichten in Bezug auf die Transparenz

Damit Unternehmen von allen Vorteilen eines Google My Business-Eintrags profitieren können, müssen ihnen die richtigen Informationen vorliegen. Denn nur so lassen sich fundierte Entscheidungen treffen. Daher müssen alle Drittanbieter und autorisierten Bevollmächtigten beim Umgang mit Informationen, die diese Entscheidungen beeinflussen, transparent agieren. Drittanbieter müssen nicht nur den unten aufgeführten Pflichten nachkommen, sondern alle zumutbaren Anstrengungen unternehmen, um dem Endkunden auf Nachfrage auch andere relevante Informationen zur Verfügung zu stellen.

Auf Anfragen zur Inhaberschaft reagieren

Es gehört zu den Pflichten von Drittanbietern und autorisierten Bevollmächtigten, Unternehmen von sich aus über die Möglichkeiten hinsichtlich der Inhaberschaft und Verwaltung von Einträgen zu informieren. Es ist Sache der Unternehmen zu entscheiden, ob ihre Partner Mitinhaber oder Administratoren sind oder keine Zugriffsrechte haben. Wenn ein Unternehmensinhaber um die Inhaberschaft eines Eintrags bittet, müssen Drittanbieter innerhalb von sieben Tagen darauf reagieren.

Kündigung der Geschäftsbeziehung mit dem Endkunden

Endkunden müssen Ihren Service zur Verwaltung seines Google My Business-Kontos schnell und einfach kündigen können. Sie sind verpflichtet, dem Kunden innerhalb von sieben Werktagen die Möglichkeit zu bieten, die Zuordnung seines Google My Business-Kontos zu Ihren Dienstleistungen aufzuheben und wieder die ausschließliche Kontrolle darüber zu erlangen. Falls Sie berechtigt waren, das Konto des Endkunden zu verwalten oder anderweitig Änderungen daran vorzunehmen, müssen Sie diese Berechtigungen ebenfalls entsprechend aufgeben. Weitere Informationen zum Übertragen der Inhaberschaft

Verwaltungsgebühren

Drittanbieter stellen für ihre wertvollen Dienstleistungen oft Verwaltungsgebühren in Rechnung. Darüber müssen die Endkunden entsprechend informiert werden. Falls Sie Verwaltungsgebühren berechnen, müssen Sie die Endkunden darüber informieren, dass Google My Business ein kostenloser Dienst ist. Sie haben die Pflicht, neuen Kunden in jedem Fall schriftlich mitzuteilen, dass Sie Gebühren berechnen, bevor Sie die Verwaltung ihres Eintrags übernehmen, und Sie müssen diese Gebühren auch auf den Kundenrechnungen ausweisen. Sie sollten Ihre Gebühren nicht plötzlich oder erheblich ändern.

Bereitstellung des Offenlegungsdokuments

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die möglicherweise nicht die Ressourcen und das Know-how größerer Unternehmen haben, ist es besonders wichtig zu wissen, was sie von der Zusammenarbeit mit einem Drittanbieter erwarten können. Daher müssen alle Drittanbieter, die überwiegend mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammenarbeiten, das Informationsdokument "Kooperation mit Drittanbietern" an alle ihre Kunden weitergeben.

Der Link zu diesem Dokument muss auf Ihrer Website gut sichtbar sein, etwa in der Fußzeile der Startseite, auf Ihrem Berichterstellungs-Dashboard oder im Bereich der Website mit Ihren Produkten und Dienstleistungen. Wenn ein neuer Kunde Sie mit der Verwaltung beauftragt oder Sie die frühere Arbeit für ein Unternehmen wiederaufnehmen, müssen Sie Ihre Kunden auch darüber informieren, dass ihnen auf Ihrer Website ein Informationsdokument zur Verfügung steht. Hierzu müssen Sie ihnen entweder eine Kopie per E-Mail oder ein ausgedrucktes Exemplar des Dokuments auf dem Postweg zusenden.

Rezensionen

Unternehmensinhaber können auf Rezensionen antworten, die zu ihrem Brancheneintrag auf Google verfasst wurden. Sie als Drittanbieter können nur dann im Namen des Endkunden auf Rezensionen antworten, wenn Sie zuvor dazu autorisiert wurden. Alle Antworten müssen den Richtlinien für von Maps-Nutzern veröffentlichte Inhalte entsprechen.

Statistiken

Endkunden, die Ihren Dienst nutzen, müssen korrekte Informationen zu Google My Business erhalten. So muss es ihnen beispielsweise möglich sein, zwischen Google My Business-Daten und Daten anderer Plattformen zu unterscheiden. Falls Sie Kunden Berichtsdaten von anderen Plattformen zur Verfügung stellen, auf denen Einträge verwaltet werden, müssen die Google My Business-Daten separat von den externen Daten angegeben werden. Zusammengefasste Leistungsdaten (Google My Business- und externe Daten) dürfen Sie nur dann verwenden, wenn die Google My Business-spezifischen Daten zusätzlich an einem einfach zugänglichen Ort abrufbar sind. Sie dürfen die Google My Business-Daten eines Kunden nicht mit den Daten Ihrer anderen Kunden vergleichen oder die Daten an diese weitergeben.

Beispiel: In Ihrem Tool werden für Unternehmensstandorte zusammengefasste Leistungsdaten bereitgestellt, die von mehreren Plattformen stammen (z. B. Yelp, Yahoo oder Bing). In diesem Fall muss auch der Google My Business-Standortleistungsbericht separat zur Verfügung gestellt werden, einschließlich aller erforderlichen Felder.

Stellen Sie die Kosten- und Leistungsberichte für Unternehmen, die Sie in Google My Business verwalten, so bereit, dass Ihre Kunden einfach darauf zugreifen können – etwa per E-Mail oder über Ihre Website. Alternativ können Sie diese Anforderung an Berichte erfüllen, indem Sie Kunden die Möglichkeit bieten, sich direkt in ihrem Google My Business-Konto anzumelden, um auf die Leistungsdaten zuzugreifen.

Öffentliche Äußerungen

Durch die Nutzung von Google My Business entsteht keine Partnerschaft mit Google sowie kein Sponsoring und keine Unterstützung durch Google und dies wird auch nicht suggeriert oder impliziert. Sie dürfen nur noch vorheriger schriftlicher Genehmigung Aussagen über Ihre Nutzung von Google My Business treffen, in denen Sie behaupten, dass die genannten Arten von Beziehungen zu Google bestehen.

Behinderung von Google-Aktivitäten

Google behält sich das Recht vor, sämtliche Google My Business-Aktivitäten zu beobachten und zu überprüfen, um sicherzustellen, dass alle geltenden Richtlinien und Bedingungen eingehalten werden. Sie dürfen eine solche Beobachtung und Prüfung nicht behindern und Ihre Google My Business-Aktivitäten nicht anderweitig vor Google verbergen oder verschleiern. Jede Behinderung stellt einen Verstoß gegen die vorliegenden Richtlinien dar.

Unzulässige Praktiken

Anspruch auf ein Unternehmen erheben, ohne dass eine Einwilligung vorliegt

Sie dürfen nur dann Anspruch auf einen Brancheneintrag erheben und diesen verwalten, wenn der Inhaber des entsprechenden Unternehmens Ihnen seine ausdrückliche Zustimmung erteilt hat. Die Zustimmung muss in der Form erfolgen, die das anwendbare Recht vorsieht (schriftliche Einwilligung oder aktives Handeln, etwa durch Anklicken eines Kästchens in einem Formular).Eine mündliche Einwilligung reicht nicht aus. Im Falle eines Konflikts zwischen Drittanbieter und Händler müssen Sie einen schriftlichen oder digitalen Nachweis der Einwilligung vorlegen können.Außerdem ist es nicht zulässig, "präventiv" Anspruch auf einen Eintrag zu erheben, um ein Unternehmen zu ermutigen, zu überzeugen oder zu zwingen, Kunde zu werden.

Beispiel:

  • Einwilligung des Kunden wird erzwungen (d. h., die Zustimmung erfolgt weder freiwillig noch bewusst)

Falsche, irreführende oder unrealistische Behauptungen

Wir möchten, dass Unternehmen fundierte Entscheidungen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Drittanbietern treffen können. Das heißt, Sie müssen Ihr Unternehmen, Ihre Dienstleistungen und die damit verbundenen Kosten sowie die Resultate, die die Kunden erwarten können, offen und wahrheitsgemäß beschreiben. Stellen Sie daher keine falschen, irreführenden oder unrealistischen Behauptungen auf.

Beispiele:

  • Sie geben mithilfe von automatisierten Anrufen mit aufgezeichneter Stimme oder mit anderen Methoden fälschlicherweise vor, Google-Mitarbeiter zu sein.
  • Sie garantieren ein gutes Placement auf Google.
  • Sie behaupten, dass die Einträge immer in der Google-Suche oder auf Google Maps zu sehen sein werden.
  • Sie stellen kostenlose Google-Produkte als Produkte mit kostenpflichtigen Anzeigen dar.

Belästigendes, beleidigendes oder unseriöses Verhalten

Unternehmen sollten von Drittanbietern denselben hervorragenden Service erhalten wie bei einer direkten Zusammenarbeit mit Google. Wenden Sie daher bei potenziellen oder bestehenden Kunden keine belästigenden, missbräuchlichen oder unseriösen Praktiken an.

Beispiele:

  • Unaufgeforderte Telefonanrufe in übermäßigem Umfang ohne Beachtung von Robinson- und ähnlichen Listen
  • Ausüben von unangemessenem Druck auf ein Unternehmen, Kunde Ihrer Agentur zu werden oder zu bleiben
  • Drohung, dass Unternehmen ihren Eintrag verlieren, wenn sie nicht Kunde Ihrer Agentur werden
  • Freigabe eines Eintrags nur gegen Bezahlung
  • Phishing

Automatisches Verwerfen von Google-Updates und Änderungsvorschlägen

Google verwendet viele verschiedene Datenquellen, darunter von Nutzern erstellte Inhalte und andere Daten von Drittanbietern. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Händler und Nutzer möglichst präzise Informationen sehen. Automatisierte Aktionen, bei denen empfohlene Updates ohne Rücksprache mit dem Händler verworfen werden, stellen einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen dar. Drittanbieter müssen sich mit dem Händler in Verbindung setzen, um zu überprüfen, ob die vorhandenen Daten noch korrekt sind. Sollten sie dies nicht tun, behalten wir uns Schritte zur Durchsetzung vor. Darunter kann zum Beispiel eine Reduzierung des API-Kontingents fallen.

Kontoeinrichtung

Als Inhaber oder Mitglied einer Organisation haben Einzelne viel Einfluss. Sie sollten diese Rollen daher nur Ihren vertrauenswürdigsten Mitarbeitern zuweisen. Weitere Informationen zu Organisationen und Nutzergruppen

Sie müssen dafür sorgen, dass Integrität und Sicherheit der Kontoanmeldedaten Ihrer Endkunden gewahrt bleiben. Hier einige Best Practices im Hinblick auf die Verwaltung von Einträgen, Konten und Passwörtern:

  • Nachdem ein Eintrag für einen Kunden erstellt wurde, sollten Sie die Inhaberschaft auf den Inhaber des Unternehmens übertragen und sich selbst zum Administrator des Eintrags machen.
  • Wenn ein Kunde bereits einen Google My Business-Eintrag hat, bitten Sie ihn, Sie als Administrator hinzuzufügen, nicht als Inhaber.
  • Geben Sie Passwörter nicht an Ihre Kunden weiter.
  • Wenn Sie einen Eintrag nicht mehr verwalten, entfernen Sie ihn aus Ihrem Konto.

Unsere Richtlinien

Sie müssen sich mit den Google-Richtlinien für Drittanbieter vertraut machen und diesbezüglich immer auf dem neuesten Stand bleiben. Wenn wir der Ansicht sind, dass Sie gegen unsere Richtlinien verstoßen, behalten wir uns das Recht vor, Ihre Praktiken zu überprüfen, und bitten Sie gegebenenfalls, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen entziehen wir Ihnen unter Umständen die Berechtigung zur Verwaltung von Google My Business-Einträgen. Außerdem benachrichtigen wir in diesem Fall möglicherweise Ihre Kunden.

Lesen Sie sich bitte alle Google My Business-Richtlinien durch.

Was passiert bei einem Richtlinienverstoß?

Einhaltung der Richtlinien überprüfen: Wir können Ihr Unternehmen jederzeit auf Einhaltung der Richtlinien für Drittanbieter überprüfen. Wenn wir Informationen hierzu von Ihnen anfordern, sind Sie verpflichtet, zügig zu reagieren und umgehend alle Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, um die Richtlinien zu befolgen. In manchen Fällen wenden wir uns auch an Ihre Kunden, um zu prüfen, ob Sie gemäß unseren Richtlinien handeln.

Benachrichtigung über Nichteinhaltung der Richtlinien: Wenn wir der Ansicht sind, dass Sie gegen unsere Richtlinien für Drittanbieter verstoßen, bitten wir Sie, entsprechende Korrekturen vorzunehmen. Sollten Sie unserer Aufforderung innerhalb der vorgegebenen Frist nicht nachkommen, behalten wir uns Schritte zur Durchsetzung vor. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen ergreifen wir unter Umständen unverzüglich und ohne vorherige Ankündigung Maßnahmen.

Ausschluss aus Drittanbieterprogrammen: Voraussetzung für Ihre Teilnahme an anderen Drittanbieterprogrammen von Google (z. B. Google Partners oder Premium-KMU-Partner) ist die Einhaltung der vorliegenden Richtlinien. Falls wir feststellen, dass Sie gegen unsere Richtlinien verstoßen, oder wenn Sie bei unserer Überprüfung Ihres Unternehmens bezüglich der Einhaltung der Richtlinien nicht mit uns kooperieren, wird Ihr Zugang zu diesen Drittanbieterprogrammen möglicherweise eingeschränkt oder gesperrt.

Kontosperrung: Im Fall eines schwerwiegenden Richtlinienverstoßes sperren wir unter Umständen Ihre Google My Business-Einträge und/oder Ihr Google My Business-Konto. Sollten wir wiederholte oder besonders schwerwiegende Richtlinienverstöße feststellen, entziehen wir Ihnen möglicherweise die Berechtigung zur Verwaltung von Einträgen mithilfe von Google My Business. Gegebenenfalls setzen wir auch Ihre Kunden davon in Kenntnis.

Verstoß gegen die Richtlinien für Drittanbieter melden

Wenn Sie der Meinung sind, dass ein Drittanbieter gegen diese Richtlinie verstößt, melden Sie uns dies bitte.

Wir können Ihre Meldung bezüglich eines Drittanbieters zwar nicht immer persönlich beantworten, werden dem Hinweis jedoch nachgehen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen.

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