FAQ: US-Steuerinformationen bei Google einreichen

In diesen FAQ erfahren Sie, was Sie brauchen, um Ihre US-Steuerinformationen bei Google einzureichen.

Steuerabzug und steuerliche Anzeigepflicht

Google ist gemäß Kapitel 3 des US-amerikanischen Internal Revenue Code gesetzlich verpflichtet, für in den USA durch einen nicht in den USA ansässigen Partner erzieltes Einkommen Steuern einzubehalten und zu melden. Außerdem ist das Unternehmen gemäß Kapitel 61 und Paragraf 3406 des US-amerikanischen Internal Revenue Code dazu verpflichtet, ggf. eine ersatzweise Quellensteuer abzuziehen.

Die bei Google eingereichten Steuerinformationen werden dazu verwendet, den richtigen Quellensteuersatz für zukünftige Zahlungen festzulegen.

US-Steuerabzug gemäß Kapitel 3

Wenn Sie rechtsgültig als nicht in den USA ansässiges Unternehmen oder als nicht in den USA ansässige Privatperson dokumentiert sind, unterliegt nur der Teil der Einnahmen, den Sie über US-Nutzer erzielt haben, der US-amerikanischen Quellensteuer und der damit verbundenen Meldepflicht. Diese Einnahmen werden durch die Nutzung Ihres Angebots in den USA generiert, z. B. Onlinewerbung, Transaktionen, Abos.

Partner in den USA müssen eine gültige US-Steueridentifikationsnummer vorlegen, um die Befreiung von der US-amerikanischen Quellensteuer (auch gemäß Kapitel 3 des US-amerikanischen Internal Revenue Code) anzuzeigen.

Welcher Steuersatz für die US-Quellensteuer angewendet wird, hängt von den Steuerunterlagen ab, die Sie Google zur Verfügung gestellt haben.

Sollte kein gültiges Steuerformular eingereicht werden, erhebt Google unter Umständen eine ersatzweise Quellensteuer von 24 % oder eine Quellensteuer von 30 % gemäß Kapitel 3 auf entsprechende Zahlungen. Dieser Steuersatz kann nur reduziert werden, wenn Sie in einem Land oder einer Region einkommensteuerpflichtig sind, das bzw. die mit den USA ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen hat, und Sie ein gültiges Steuerformular mit gültigen Ansprüchen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen vorlegen. Sie sehen den einbehaltenen Betrag in Ihrer monatlichen Abrechnung.

Ersatzweise Quellensteuer

In einigen Fällen ist Google unter Umständen verpflichtet, 24 % aller relevanten Einnahmen des Zahlungsempfängers einzubehalten. Dies gilt unter anderem:

  • Wenn die Steuerinformationen in Ihrem Steuerformular falsch oder ungenau sind und Sie gemäß der Vermutungsregelung zum US-amerikanischen Steuerabzug als in den USA ansässige natürliche oder juristische Person eingestuft werden.

Wenn wir Einnahmen einbehalten, waren Sie gemäß unseren Informationen zum Zeitpunkt der Zahlung steuerpflichtig.

Falls Sie nicht steuerpflichtig sind, aktualisieren Sie die Steuerinformationen in Ihrem Konto.

FAQ

Steuerformulare ausfüllen

Warum muss ich dieses Formular ausfüllen?

Sie werden aufgefordert, dieses Formular auszufüllen, damit Google seine Verpflichtungen gemäß den Abschnitten 1441 (Kapitel 3) und 3406 des US-amerikanischen Internal Revenue Code erfüllt.

Anhand dieses Formulars wird ermittelt, ob bei zukünftigen Zahlungen an Sie Quellensteuer einbehalten werden muss, und wenn ja, in welcher Höhe.

Der Internal Revenue Service (IRS) schreibt vor, dass Google die Steuerformulare für nicht in den USA ansässige Partner und Anbieter aktualisieren muss, und zwar

  • spätestens alle drei Jahre oder
  • bereits dann, wenn sich Änderungen ergeben, die für die Gültigkeit des Formulars relevant sein könnten.

Google hält seine Zahlungsempfänger auf dem neuesten Stand, um sicherzustellen, dass die IRS-Regeln eingehalten werden.

Was soll ich tun, wenn das Formular nicht von mir ausgefüllt werden darf?
Falls das nötige Formular von jemand anderem ausgefüllt werden muss, können Sie die E-Mail an die entsprechende Person innerhalb Ihrer Organisation weiterleiten, damit sie sich anmelden kann. Diese Person muss Administratorzugriff auf das Google-Zahlungskonto haben. Nach der Anmeldung kann sie das Formular anhand der Informationen in der E-Mail ausfüllen. In diesem Artikel können Sie nachlesen, wie Sie einem Administrator Zugriff auf ein Konto gewähren.
Warum kann ich das Steuerformular nicht in meiner Landessprache ausfüllen?

Die Fragen im Steuerformular sind in Ihrer Partnercenter-Sprache verfügbar, in den einzelnen Feldern wird jedoch nur Folgendes unterstützt:

  • Groß- oder Kleinbuchstaben: a–z, A–Z
  • Ziffern: 0–9
  • Bindestriche: -
  • Et-Zeichen: &
  • Leerzeichen

Geben Sie bei Zeichen mit Akzent bitte nur den entsprechenden Buchstaben ein, z. B. „n“ für „ñ“ oder „a“ für „á“. Die US-Steuerbehörde IRS gibt vor, dass Steuerinformationen so eingereicht werden müssen:

  • Groß- oder Kleinbuchstaben: a–z, A–Z
  • Ziffern: 0–9
  • Bindestriche: -
  • Et-Zeichen: &
  • Leerzeichen

Verwenden Sie für Ihren Namen oder Ihre Adresse nach Möglichkeit die Schreibweise aus Dokumenten wie Ihrem Reisepass oder Führerschein.

Steuerformulare auswählen

Was ist der Unterschied zwischen dem Konto einer natürlichen Person und dem einer juristischen Person?
  • Konto einer natürlichen Person: Ein Konto, das einer natürlichen Person gehört und von dieser verwaltet wird (keine juristische Person). Es wird eine persönliche Steuererklärung im Namen des Kontoinhabers eingereicht.
  • Konto einer nicht-natürlichen Person: Ein Geschäftskonto, das für Steuerzwecke vom Inhaber getrennt ist. Wird auch als Konto einer juristischen Person bezeichnet.
Woher weiß ich, welches Steuerformular ich ausfüllen muss?

Das passende Steuerformular wird anhand Ihrer Antworten automatisch erstellt. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

  • In den USA ansässige Personen, Unternehmen, Personengesellschaften usw. müssen das Formular W-9 einreichen.
  • Grundsätzlich gilt, dass natürliche bzw. juristische Personen außerhalb der USA, die die wirtschaftlich Berechtigten der Einnahmen sind, das Formular W-8BEN oder W-8BEN-E einreichen müssen. Diese Formulare können verwendet werden, um Ansprüche auf Vergünstigungen aus Doppelbesteuerungsabkommen (also einen ermäßigten Quellensteuersatz) geltend zu machen.
  • Personen, die angeben, dass ihre Einnahmen effektiv mit einem in den USA ansässigen Gewerbe oder Unternehmen verbunden sind, verwenden das Formular W-8ECI. Alle Zahlungsempfänger, die das Formular W-8ECI einreichen, benötigen eine US-amerikanische TIN.
  • Für bestimmte nicht in den USA ansässige Vermittler, Personengesellschaften und steuerlich transparente Rechtspersönlichkeiten ist das Formular W-8IMY erforderlich. Wenn dieses Formular eingereicht wird, fordert Google unter Umständen zusätzliche Unterlagen z. B. eine Aufschlüsselung der Ergebnisse nach Geschäftsbereich/Unternehmen.
  • Das Formular W-8EXP wird von nicht in den USA ansässigen juristischen Personen verwendet, um ihren Status als wirtschaftlich Berechtigter und den zugehörigen Anspruch auf eine reduzierte Quellensteuer als nicht in den USA ansässige staatliche Zentralbank, internationale Organisation, nicht in den USA ansässige steuerbefreite Organisation, nicht in den USA ansässige private Stiftung oder als Behörde eines Außengebiets der USA nachzuweisen.

Adressen, Bestätigung der Identität und Einschränkungen bei Vergünstigungen

Was erwartet mich während dieses Vorgangs?

Sie sollten vor allem Folgendes berücksichtigen:

  • Verwenden Sie als ständigen Wohnsitz weder ein Postfach noch die Adresse eines Vertreters. Wir haben festgestellt, dass einige Personen und Unternehmen als ständigen Wohn- oder Unternehmenssitz ein Postfach oder die Adresse eines Vertreters angeben. Wenn die ständige Adresse mit einem Postfach, der Adresse eines Vertreters oder der Adresse eines Unternehmensdienstleisters (z. B. einer Anwaltskanzlei oder einer Treuhandgesellschaft) identisch ist, müssen Sie möglicherweise eine Kopie Ihres Gesellschaftsvertrags oder ein anderes Dokument hochladen, aus dem hervorgeht, dass es sich bei der Adresse um Ihren eingetragenen Firmensitz handelt.
  • Bestätigung der Identität: Unter Umständen müssen Sie Ihre Identität bestätigen, wenn eine der folgenden Situationen vorliegt:
    • Die US-amerikanische Steueridentifikationsnummer (Taxpayer Identification Number, TIN) fehlt oder ist keine 9-stellige Zahl.
    • Die angegebene TIN ist derzeit nicht vergeben.
    • Die Kombination aus TIN und Name stimmt nicht mit den IRS-Daten überein.
    • Die Anfrage zum Abgleich der TIN ist ungültig.
  • Bei US-amerikanischen Adressen sind zusätzliche Angaben erforderlich. Wenn Sie den Status einer nicht in den USA ansässigen natürlichen oder juristischen Person geltend machen und eine ständige Adresse oder Postanschrift in den USA haben, müssen Sie zusätzliche Angaben machen, um zu belegen, dass Sie keine in den USA ansässige natürliche oder juristische Person sind.
  • Schranken für Abkommensvergünstigungen (nur juristische Personen): Juristische Personen, die Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen in Anspruch nehmen, müssen belegen, dass sie die Voraussetzungen der Klausel zu den Schranken für Abkommensvergünstigungen („Limitations on Benefits“-Klausel) des relevanten Doppelbesteuerungsabkommens erfüllen. Lesen Sie im entsprechenden Doppelbesteuerungsabkommen nach oder wenden Sie sich an einen Steuerberater, um zu klären, ob Sie Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen in Anspruch nehmen können.

Steueridentifikation

Wie lauten die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit der Steueridentifikation?

Rechtsgültiger Name

Geben Sie Ihren rechtsgültigen Namen so ein, wie er in Ihren Ausweisdokumenten steht.

  • Wenn Sie als natürliche Person Einnahmen erzielen, dann geben Sie Ihren rechtsgültigen Namen im Namensfeld ein. Möglicherweise müssen Sie einen übersetzten Namen angeben, wenn ein solcher in Ihren Ausweisdokumenten, z. B. Ihrem Reisepass, enthalten ist.
    • Wenn Sie ein Unternehmen haben, das Sie im Formular zuordnen möchten, geben Sie es im Feld „DBA“ an. Falls Ihr Zahlungsprofil unter einem Unternehmensnamen eingerichtet wurde, geben Sie diesen im Feld „DBA“ an.
  • Wenn Sie als juristische Person Einnahmen erzielen, müssen Sie den Namen der juristischen Person im Namensfeld angeben. Falls Ihr Zahlungsprofil unter dem Namen einer natürlichen Person eingerichtet wurde, geben Sie diesen im Feld „DBA“ an.

Möglicherweise müssen Sie zusätzliche Dokumente einreichen, damit wir Ihren rechtsgültigen Namen überprüfen können. Hier können Sie nachlesen, wie Sie Änderungen an Ihrem Zahlungsprofil vornehmen.

DBA-Name

Ein DBA-Name (Doing Business As) ist ein Unternehmensname, der sich vom Namen des Inhabers unterscheidet. Je nach Art des von Ihnen eingereichten Formulars kann unter Umständen auch der rechtsgültige Name einer Person angegeben werden.

Steuerlich transparente Rechtspersönlichkeit

Eine steuerlich transparente Rechtspersönlichkeit ist ein Unternehmen, das einen einzigen Inhaber hat, im Sinne des US-amerikanischen Steuerrechts keine Körperschaft ist und im Sinne der US-amerikanischen Bundeseinkommenssteuer als eine vom Inhaber separate Rechtspersönlichkeit betrachtet wird.

Informationen zu steuerlich transparenten Rechtspersönlichkeiten des IRS (US-Steuerbehörde)
Was ist eine Steueridentifikationsnummer (Taxpayer Identification Number, TIN)?

Eine Steueridentifikationsnummer (Taxpayer Identification Number, TIN) ist eine Steuerbearbeitungsnummer, die von der US-amerikanischen Steuerbehörde IRS für alle US-Steuerformulare verlangt wird. Nicht-US-Bürger benötigen möglicherweise eine individuelle TIN. Wenn Sie Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen in Anspruch nehmen, müssen Sie entweder eine US-amerikanische TIN oder eine ausländische TIN angeben. Weitere Informationen zu den vom IRS ausgegebenen TINs

Hinweis: Die Seiten der IRS-Website werden nicht von Google gewartet oder geprüft. Google kann die Richtigkeit der dort bereitgestellten Informationen nicht bestätigen. Bei weiteren Fragen sollten Sie sich an einen professionellen Steuerberater wenden.

Wenn Sie wissen möchten, welche Steueridentifikationsnummern zulässig sind, wenden Sie sich an Ihre zuständige Steuerbehörde oder an einen Steuerberater. Google kann keine Steuerberatung anbieten.

Im Folgenden sehen Sie Beispiele für Steueridentifikationsnummern anderer Länder (keine vollständige Liste):

  • Indien: Permanent Account Number (PAN)
  • Indonesien: Nomor Pokok Wajib Pajak (NPWP)
  • Japan: Persönliche Identifikationsnummer (auch als „My Number“ bezeichnet)
  • Russland: Persönliche Steuerzahlernummer (INN)
  • Vereinigtes Königreich: Unique Taxpayer Reference (UTR), National Insurance Number (NINO)

Wenn Sie Informationen zu zulässigen Steueridentifikationsnummern benötigen, wenden Sie sich an Ihre lokale Steuerbehörde oder einen Steuerberater. Google kann keine Steuerberatung anbieten.

Überprüfungsprozess für die Steueridentifikationsnummer

Google überprüft die Steuerinformationen von Publishern regelmäßig beim US-amerikanischen Internal Revenue Service (IRS) ab. Im Rahmen dieser Überprüfungen wird Google unter Umständen vom IRS informiert, dass die Angaben in Ihrem Konto nicht korrekt oder veraltet sind. In diesem Fall werden Ihre Zahlungen ausgesetzt, bis Sie Ihre Steuerinformationen noch einmal einreichen. So soll verhindert werden, dass der IRS rechtliche Schritte einleitet.

Nachfolgend werden mögliche Gründe aufgeführt, warum Ihre Steuerinformationen möglicherweise als inkorrekt oder veraltet gemeldet wurden.

  • Die US-amerikanische Steueridentifikationsnummer (Taxpayer Identification Number, TIN) fehlt oder ist keine 9-stellige Zahl.
  • Die angegebene TIN ist derzeit nicht vergeben.
  • Die Kombination aus TIN und Name stimmt nicht mit den IRS-Daten überein.
  • Die Anfrage zum Abgleich der TIN ist ungültig.
Wenn Ihr Konto aus einem dieser Gründe vorübergehend deaktiviert wurde, reichen Sie Ihre Steuerinformationen noch einmal ein, um es zu reaktivieren. Ihre Zahlungen werden ausgesetzt, bis Sie Ihre Steuerinformationen noch einmal einreichen. Weitere Informationen zur Überprüfung der TIN finden Sie auf der IRS-Website.

Vergünstigungen aus Doppelbesteuerungsabkommen

Zwischen meinem Land/meiner Region und den USA gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen. Wie kann ich sicherstellen, dass dieses Abkommen berücksichtigt wird?

Wenn Ihr Land/Ihre Region und die USA ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen haben, sehen Sie die entsprechenden Details im Partnercenter im Steuertool, wenn Sie das Steuerformular einreichen.

Auf der Website des IRS können Sie nachlesen, ob Ihr Land/Ihre Region ein Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA abgeschlossen hat.

Diese Website gehört dem IRS und wird von Google weder gewartet noch geprüft. Google kann die Richtigkeit der dort bereitgestellten Informationen nicht bestätigen. Bei weiteren Fragen sollten Sie sich an einen professionellen Steuerberater wenden.

Warum gibt es mehrere Zahlungsarten und welche sollte ich auswählen?

Zahlungen im Zusammenhang mit Google-Produkten können manchmal in mehrere Kategorien fallen. Google berücksichtigt bei der Festlegung des Quellensteuersatzes die Einkunftsart und den entsprechenden Anspruch aus einem Doppelbesteuerungsabkommen. Weitere Ansprüche aus einem Doppelbesteuerungsabkommen berücksichtigt Google nur dann, wenn es eine entsprechende Zahlung gab. Einkünfte von Play Bücher-Partnern fallen unter „Sonstiges Urheberrecht“.

Steuerdokumente als Vorschau ansehen

Kann ich eine Vorschau meiner ausgefüllten Steuerformulare anzeigen lassen?
Google erstellt PDF-Dateien der ausgefüllten IRS-Steuerformulare. Sie müssen die Richtigkeit Ihrer Dokumente bestätigen. Wenn Sie eine Änderung vornehmen möchten, rufen Sie das Partnercenter auf und bearbeiten Sie die entsprechenden Angaben.

Steuerbescheinigung

Was sind US-Aktivitäten?
Aktivitäten in den USA bezeichnen die Bereitstellung einer Dienstleistung in den USA. Dies kann die Beschäftigung von Mitarbeitern oder die Eigentümerschaft von Geräten in den USA umfassen, die an der Umsatzgenerierung beteiligt sind.
Was ist ein „Affidavit of Unchanged Status“?

Mit einem gültigen W-8-Formular kann ein „Affidavit of Unchanged Status“ (Affidavit zum unveränderten Status) abgegeben werden. Google kann das neu eingereichte Formular dann rückwirkend anwenden und alle Zahlungen, die in dem früheren Zeitraum, auf den sich das Affidavit bezieht, geleistet wurden, so behandeln, als hätten sie denselben Steuerstatus wie im neuen Steuerformular.

Damit kann Google die Quellensteuer erstatten, sofern das Formular den Publisher zu einem niedrigeren Quellensteuersatz berechtigt und er die Erstattung innerhalb der gesetzlichen Frist beantragt hat. Der letzte Tag hierfür ist der 31. Dezember des Jahres, in dem die Steuer einbehalten wurde.

Einreichung und Überprüfungen

Welchen Status hat mein Steuerformular?
  • Wird geprüft: Ihre eingereichten Steuerinformationen werden geprüft.
    • Dies kann bis zu sieben Werktage dauern.
    • Sollten weitere Dokumente erforderlich sein, um Ihre Steuerinformationen oder Ihre Identität zu überprüfen, benachrichtigen wir Sie im Google-Zahlungscenter und per E-Mail.
  • Genehmigt: Ihre Steuerinformationen wurden so akzeptiert, wie Sie sie eingereicht haben.
  • Abgelehnt: Ihre Steuerinformationen können aus verschiedenen Gründen abgelehnt worden sein:
    • Die von Ihnen eingegebene Steueridentifikationsnummer (Taxpayer Identification Number, TIN) wurde in den IRS-Datensätzen nicht gefunden. Eventuell wurde das IRS-System noch nicht aktualisiert oder Sie haben erst kürzlich eine TIN erstellt.
    • Die Kombination aus TIN und Name, die Sie eingegeben haben, stimmt nicht mit den IRS-Datensätzen überein.
    • Ihre Steuerinformationen können mit den Dokumenten, die Sie zur Verfügung gestellt haben, nicht überprüft werden.

Wenn Ihr Formular abgelehnt wurde, benachrichtigen wir Sie im Google-Zahlungscenter und per E-Mail. Reichen Sie in diesem Fall ein neues Formular ein oder wenden Sie sich an Ihren Steuerberater. Die rechtlichen Informationen in Ihrem Abrechnungsprofil müssen mit den Informationen auf dem Steuerformular genau übereinstimmen.

Warum werden meine Dokumente überprüft?

Die Angaben, die Sie im Steuertool machen, durchlaufen eine Reihe von Prüfungen, um Sicherheit, Genauigkeit und Vollständigkeit zu gewährleisten. Manchmal führt selbst ein kleiner Fehler in Ihren Dokumenten dazu, dass der Status für Ihre Steuerinformationen „Wird geprüft“ lautet. Die von Ihnen angegebenen Steuerinformationen müssen mit den Daten in Ihrem Zahlungsprofil übereinstimmen. So vermeiden Sie Verzögerungen bei ihrer Verarbeitung.

Im Folgenden werden einige Fälle aufgeführt, in denen es zu einer genaueren Prüfung kommen kann:

Bei W9-Formularen:

  • Der im Steuertool angegebene rechtsgültige Name stimmt nicht mit dem Namen in Ihrem Zahlungsprofil überein.
  • Der im Steuertool angegebene Name der steuerlich transparenten Rechtspersönlichkeit stimmt nicht mit dem Namen in Ihrem Zahlungsprofil überein.
  • Die im Steuertool angegebene Sozialversicherungsnummer (Social Security Number, SSN) ist ungültig oder gehört zu einer Person, deren Name nicht mit dem Namen im Konto übereinstimmt. Dies kann eine längere Prüfung zur Folge haben.

Bei W-8-Formularen:

  • Der im Steuertool angegebene rechtsgültige Name stimmt nicht mit dem Namen in Ihrem Zahlungsprofil überein.
  • Der im Steuertool angegebene Name der steuerlich transparenten Rechtspersönlichkeit stimmt nicht mit dem Namen in Ihrem Zahlungsprofil überein.
  • Die in Ihrem Steuertool angegebene Adresse für den ständigen Wohnsitz oder die Postanschrift befindet sich in den USA oder stimmt nicht mit dem Land/der Region überein, in der Sie Anspruch auf Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen erheben.
  • Im Steuertool ist eine Adresse eines Vertreters oder ein Postfach angegeben.
  • Im Steuertool ist das Formularfeld „Funktion“ ausgefüllt.
Hinweis: Alle eingereichten W-8IMY-Formulare werden überprüft.
Warum muss ich Dokumente zur Bestätigung meiner Identität einreichen?

In folgenden Fällen müssen Sie Ihre Identität unter Umständen bestätigen:

  • Die US-amerikanische Steueridentifikationsnummer (Taxpayer Identification Number, TIN) fehlt oder ist keine 9-stellige Zahl.
  • Die angegebene TIN ist derzeit nicht vergeben.
  • Die Kombination aus TIN und Name stimmt nicht mit den IRS-Daten überein.
  • Die Anfrage zum Abgleich der TIN ist ungültig.
Informationen zu zulässigen Steuerdokumenten
Welche Dokumente muss ich einreichen, wenn meine US-Steuerinformationen geprüft werden?
Wenn für Ihre US-Steuerinformationen eine zusätzliche Überprüfung erforderlich ist, müssen Sie unter Umständen ein zusätzliches Ausweisdokument vorlegen. Zulässig sind PNG-, JPEG- und PDF-Dateien. Informationen zu zulässigen Steuer- und Ausweisdokumenten
Was ist ein Steuerabzug?

Steuerabzug liegt dann vor, wenn Steuern von Ihren Zahlungen einbehalten und an eine Behörde gezahlt werden, um der Steuerpflicht des Zahlungsempfängers in den USA nachzukommen.

Nach US-amerikanischem Steuerrecht ist Google abzugsverpflichtet und muss gegebenenfalls Steuern für bestimmte Play Bücher-Einnahmen einbehalten. Der Steuerabzug gilt unter Umständen schon ab Juni 2021.

Wie wirkt sich das auf meine Einnahmen bei Play Bücher aus?

Nur die Einnahmen, die Sie mit Lesern in den USA erzielen, unterliegen dem Steuerabzug und müssen gemeldet werden, wenn Sie gültige Steuerinformationen angeben.

Der genaue Steuersatz wird anhand der Steuerinformationen festgelegt, die Sie Google zur Verfügung stellen. Den Quellensteuersatz finden Sie in den Zahlungseinstellungen im Partnercenter unter „Steuerinformationen verwalten“, nachdem Sie das Formular eingereicht haben. Steuerabzugsbeträge werden nicht in der Play Bücher-Analyse angezeigt.

Hypothetisches Beispiel

Ein Publisher in Indien, der am Play Bücher-Partnerprogramm teilnimmt, hat im letzten Monat 1.000 $ über Play Bücher eingenommen. Davon stammen 100 $ von US-Lesern.

Hier sind einige mögliche Steuerabzugsszenarien:

  • Der Publisher reicht keine Steuerinformationen ein: Der endgültige Steuerabzug beträgt 240 $, da der Quellensteuersatz bis zu 24 % der gesamten Einnahmen weltweit beträgt, sofern keine Steuerinformationen eingereicht werden. Solange er die vollständigen Steuerinformationen nicht einreicht, müssen ihm also bis zu 24 % der weltweiten und nicht nur der US-Einnahmen abgezogen werden.
  • Der Publisher reicht Steuerinformationen ein und erhebt Anspruch auf eine Vergünstigung aus einem Doppelbesteuerungsabkommen: Der endgültige Steuerabzugsbetrag beträgt 15 $. Indien und die USA haben ein Steuerabkommen abgeschlossen, durch das der Steuersatz auf 15 % der Einnahmen aus Verkäufen in den USA reduziert wird.
  • Der Publisher sendet Steuerinformationen, hat aber keinen Anspruch auf eine Vergünstigung aus Doppelbesteuerungsabkommen: Der endgültige Steuerabzugsbetrag beträgt 30 $. Ohne Steuerabkommen beläuft sich der Steuersatz auf 30 % der Einnahmen aus Verkäufen in den USA.

Geschätzten Steuerabzug berechnen

Anhand der folgenden Beispielrechnung können Sie nachvollziehen, wie hoch der Steuerabzugsbetrag für Ihr Play Bücher-Einkommen sein könnte:

  1. Rufen Sie den Umsatzbericht in der Play Bücher-Analyse auf und legen Sie den Datumsfilter auf den relevanten Zahlungszeitraum fest, z. B. 1. bis 31. Oktober. Es kann hilfreich sein, für die Play Bücher-Analyse die Währung festzulegen, in der Sie bezahlt werden, z. B. US-Dollar.
  2. Wenden Sie einen geografischen Filter an, um den geschätzten Umsatz in den USA zu ermitteln. Weitere Informationen zu Analysen im Partnercenter
  3. Rufen Sie Ihr Partnercenter-Konto auf, um sich Ihren Quellensteuersatz anzusehen. Er angezeigt, nachdem Sie Ihre Steuerinformationen für die USA eingereicht haben.
  4. Multiplizieren Sie die Ergebnisse aus den Schritten 2 und 3 oben.
Wichtig: Wenn Sie die obigen Punkte beachten, wird nur ein geschätzter Steuerabzug berechnet. Sobald Google mit dem Steuerabzug beginnt, wird der endgültige Quellensteuerbetrag in Ihrem regulären Partnercenter-Bericht zu Zahlungstransaktionen angezeigt, sofern zutreffend.
Was ist, wenn ich keine Umsätze aus Verkäufen in den USA erziele?
Alle Play Bücher-Publisher müssen Steuerinformationen bei Google einreichen, unabhängig davon, ob sie Umsätze aus Verkäufen in den USA generieren oder nicht. Sollten Sie in Zukunft entsprechende Umsätze erzielen, kann anhand der eingereichten US-Steuerinformationen der richtige Quellensteuersatz ermittelt werden.
Anhand welcher Kriterien wird ermittelt, ob ich ein in den USA ansässiger Publisher bin?
Ihr Standort ergibt sich aus dem Land/der Region Ihres Wohnsitzes, das bzw. die Sie in Ihren Steuerinformationen angeben.
Bedeutet das, dass ich sowohl in meinem Wohnsitzland als auch in den USA besteuert werde?

Google ist nur verpflichtet, US-Steuern für Ihre Play Bücher-Einnahmen von Lesern in den USA einzubehalten. Eventuell unterliegen Ihre Play Bücher-Einnahmen auch lokalen Einkommensteuergesetzen.

In vielen Ländern/Regionen gibt es Steuerabkommen, mit denen die Doppelbesteuerung reduziert oder vermieden wird. Bestimmte Länder/Regionen gewähren unter Umständen Steuervergünstigungen, um die internationale Steuerbelastung zu senken. Wenn Sie im Partnercenter im Steuertool Anspruch auf eine Vergünstigung aus einem Steuerabkommen erheben, können Sie Ihre Steuerbelastung eventuell senken. Wenden Sie sich an Ihren Steuerberater.
Welche Arten von Dokumenten für Steuererklärungen gibt es bei Google?

Die endgültigen Steuerabzugsbeträge finden Sie am Ende des Zahlungszyklus im Partnercenter-Zahlungsbericht.

Alle Publisher mit steuerpflichtigen Einnahmen, die Steuerinformationen einreichen, erhalten bis zum 15. März eines jeden Jahres ein Steuerformular (z. B. 1042-S oder 1099-MISC) für die Steuerabzüge des Vorjahres. Wenn Sie eine Kopie anfordern, eine Änderung einreichen oder ein US-Steuerformular zurückziehen möchten, rufen Sie die Partnercenter-Hilfe auf.

Kann ich eine Steuererstattung für frühere Steuerabzüge erhalten?

In bestimmten Fällen kann Google die US-Quellensteuer erstatten, wenn die Steuerinformationen bis zum 31. Dezember 2021 aktualisiert werden. Geht zum Beispiel rechtzeitig ein aktualisiertes W-8-Steuerformular mit einem Antrag auf Senkung des Steuersatzes ein, berechnet Google die Quellensteuerbeträge neu und erstattet die Differenz.

Sie müssen ein „Affidavit of Unchanged Status“ abgeben und erklären, dass die an Ihrem Formular vorgenommenen Änderungen rückwirkend gelten. Dies ist im Partnercenter im Abschnitt „Eidesstattliche Erklärung über Statusänderung“ in Schritt 6 des Steuertools möglich.

Nachdem Sie das Formular aktualisiert haben, werden diese Erstattungen im nächsten Zahlungszyklus vorgenommen.

Die hierfür zulässigen Umstände sind begrenzt. Gültige Steuerinformationen müssen bis zum Ende des Kalenderjahres eingegangen sein, in dem die Steuer einbehalten wurde. Sonst müssen Sie die Erstattung direkt beim IRS beantragen. In diesem Fall sollten Sie sich an einen Steuerberater wenden.

Nachdem Sie Ihre Steuerinformationen im Partnercenter aktualisiert haben, finden Sie die entsprechenden Erstattungen am Ende des Zahlungszyklus im Partnercenter-Zahlungsbericht.

Gilt dies auch für andere Partnercenter-Einnahmen außer Play Bücher?
Wenn Sie gültige Steuerinformationen einreichen, gilt die US-Quellensteuer gemäß Kapitel 3 nur für Ihre Play Bücher-Einnahmen.

Steuerabzug

Wann sind die Voraussetzungen für einen Steuerabzug in den USA erfüllt?

In der Regel ist eine nachweislich nicht in den USA ansässige natürliche oder juristische Person, für die ein gültiges W-8-Formular vorliegt, in den USA steuerpflichtig, wenn sie Einnahmen aus US-amerikanischen Quellen erzielt. Wenn beispielsweise eine nicht in den USA ansässige natürliche oder juristische Person Dienstleistungen in den USA erbringt, sind die Einnahmen für diese in den USA erbrachten Leistungen in den USA einkommensteuerpflichtig und müssen an der Quelle abgeführt werden.

Der Quellensteuersatz hängt von der Art der Einnahmen sowie davon ab, ob der Zahlungsempfänger Anspruch auf Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen hat. Sollte Letzteres der Fall sein, muss das W-8-Formular über Vergünstigungen aus einem Steuerabkommen korrekt ausgefüllt werden. Der IRS verlangt von der Partei, die die Zahlung an eine nicht in den USA ansässige natürliche oder juristische Person leistet, dass gegebenenfalls eine Quellensteuer einbehalten und der entsprechende Betrag an den IRS weitergeleitet wird. Am Ende des Kalenderjahres, in dem die Zahlung geleistet wurde, müssen bestimmte Formulare ausgefüllt und eingereicht werden.

Wie hoch ist der Quellensteuersatz und kann er gesenkt werden?

Sollte kein gültiges Steuerformular eingereicht werden, beträgt der standardmäßige Quellensteuersatz in der Regel 30 % für betroffene Zahlungen. Dieser Satz kann in folgenden Fällen reduziert werden:

  • Sie sind in einem Land oder einer Region wohnhaft und steuerpflichtig, das bzw. die ein Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA abgeschlossen hat.
  • Für die Einnahmen, die Sie erhalten, kann Anspruch auf Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen geltend gemacht werden.
  • Sie erfüllen alle Voraussetzungen für das Abkommen und melden einen gültigen Anspruch auf Vergünstigungen aus einem Doppelbesteuerungsabkommen an.

In manchen Fällen beträgt der standardmäßige Quellensteuersatz 24 % und zwar dann, wenn bei einem Partner, für den keine Dokumentation vorliegt, angenommen wird, dass dieser in den USA ansässig ist.

Die relevanten Quellensteuersätze in Ihrem Zahlungsprofil finden Sie unter Einstellungen und dann Steuerinformationen verwalten.
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