Modus für zusätzliche Einwilligung – technische Spezifikation

In diesem Dokument wird eine technische Spezifikation definiert (der „Modus für zusätzliche Einwilligung“), die parallel mit dem TCF, Version 2.0, des IAB Europe eingesetzt werden kann. Das ist eine Übergangslösung für Anbieter, die noch nicht in der Global Vendor List (GVL) des IAB Europe registriert sind. Dank der Spezifikation können Publisher, Plattformen zur Einwilligungsverwaltung (Consent Management Platforms, CMP) sowie Partner – neben der Implementierung von Version 2.0 des TCF – weitere Einwilligungen für Unternehmen einholen und übernehmen, die bisher noch nicht für die GVL des IAB Europe registriert, aber auf der Liste der Anzeigentechnologie-Anbieter von Google zu finden sind.

Weitere Informationen

Komponenten des Modus für zusätzliche Einwilligung

Im Modus für zusätzliche Einwilligung wird Folgendes unterstützt:

  • Transparency & Consent-String (TC-String) gemäß der Definition in der Spezifikation der Version 2.0 des IAB TCF, die das Transparency & Consent Framework (TCF) für Anbieter in der Global Vendor List des IAB (GVL) enthält. UND:
  • Einfacher addtl_consent-String (AC-String), der eine Liste der Anzeigentechnologie-Anbieter von Google enthält, für die eine Einwilligung erteilt wurde und die nicht beim IAB registriert sind.

In dieser Spezifikation wird Folgendes definiert:

  1. Format des AC-Strings
  2. Erweiterung für die TCF v2.0 CMP API, um den AC-String zu unterstützen
  3. Wie der AC-String gespeichert werden soll
  4. Wie der AC-String über die Kette für digitale Werbung übergeben wird

Format des AC-Strings für die zusätzliche Einwilligung

Welche Informationen werden in einem AC-String gespeichert?

Ein AC-String enthält die folgenden drei Komponenten:

  • Teil 1: die Versionsnummer einer Spezifikation, beispielsweise „1“
  • Teil 2: ein Trennzeichen „~“
  • Teil 3: eine durch Punkte getrennte Liste der IDs der Anzeigentechnologie-Anbieter von Google Beispiel: „1.35.41.101“

Der AC-String 1~1.35.41.101 bedeutet beispielsweise, dass der Nutzer seine Einwilligung zu den Anzeigentechnologie-Anbietern mit den IDs 1, 35, 41 und 101 erteilt hat. Der String wird mit dem in Version 1.0 der Spezifikation definierten Format erstellt.

Wer sollte einen AC-String erstellen?

Ein AC-String kann nur von einer Plattform zur Einwilligungsverwaltung (Consent Management Platform, CMP), die beim TCF von IAB Europe registriert ist, mit der zugewiesenen CMP-ID gemäß den IAB-Richtlinien erstellt werden. Anbieter oder andere Dienstleister dürfen AC-Strings nicht selbst erstellen.

Wo werden die Anzeigentechnologie-Anbieter von Google veröffentlicht?

Google veröffentlicht die Liste der nicht beim IAB registrierten Anzeigentechnologie-Anbieter und deren IDs unter dem folgenden Speicherort:

https://storage.googleapis.com/tcfac/additional-consent-providers.csv

Wann sollte ein AC-String erstellt werden?

In jedem Fall darf ein AC-String nur erstellt werden, wenn der Publisher die Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google erfüllt. Insbesondere darf ein AC-String nicht erstellt werden, bevor der Nutzer seine rechtsgültige Einwilligung für Folgendes erteilt hat: 1) Einsatz von Cookies oder anderen Formen der lokalen Datenspeicherung, sofern die Einholung einer Einwilligung hierfür gesetzlich vorgeschrieben ist; und 2) Erhebung, Weitergabe und Nutzung von personenbezogenen Daten zur Personalisierung von Werbeanzeigen durch einen Anzeigentechnologie-Anbieter in Übereinstimmung mit der Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google.

Ein AC-String darf nur als ergänzender String für den TC-String erstellt werden und nicht an seiner Stelle verwendet werden. Falls Google eine Anfrage erhält, für die zwar ein AC-String, aber kein TC-String vorhanden ist, wird der AC-String verworfen und die Anfrage nicht verarbeitet.

Bei Verwendung dieser Spezifikation muss darauf geachtet werden, dass der AC-String nur IDs aus der von Google veröffentlichten Liste der Anzeigentechnologie-Anbieter enthält. Das sind Anbieter, die nicht in der Global Vendor List (GVL) des IAB zu finden sind. Wenn Google einen TC-String empfängt, wird die Version der GVL geprüft, die in diesem TC-String aufgeführt ist. Falls ein Anbieter in der entsprechenden Version der GVL registriert ist, werden die TC-String-Steuerelemente und alle AC-String-Einträge für diesen Anbieter ignoriert. In diesem Fall behält sich Google das Recht vor, solche „doppelten“ Einträge aus dem AC-String zu entfernen und den geänderten AC-String parallel zum TC-String zu übergeben. Nur Google darf den AC-String ändern.

Erweiterung für die CMP API

Wir empfehlen, die vorhandene TCF v2.0 CMP JavaScript API zu erweitern – insbesondere die JSON-Objekte TCData und InAppTCData –, damit der AC-String zurückgegeben werden kann.

TCData = {
  tcString: 'base64url-encoded TC string with segments',
  ...
  addtlConsent: ‘AC string with spec version and consented Ad Tech Provider IDs’,
}

InAppTCData = {
  tcString: 'base64url-encoded TC string with segments',
  ...
  addtlConsent: ‘AC string with spec version and consented Ad Tech Provider IDs’,
}

Wie sollte ein AC-String gespeichert werden?

Web

Der CMP-Anbieter kann den Speichermechanisimus auswählen.

In-App

NSUserDefaults (iOS) oder SharedPreferences (Android) sollten verwendet werden, um den AC-String über ein CMP SDK zu speichern. Dann ist Folgendes möglich:

  • Anbieter können einfach auf den AC-String zugreifen.
  • Der AC-String bleibt über mehrere App-Sitzungen hinweg erhalten.
  • Der AC-String kann zwischen den CMPs übertragen werden, damit Publisher ein CMP SDK flexibel gegen ein anderes austauschen können.

Wenn ein Publisher sich entscheidet, das CMP SDK aus seiner App zu entfernen, ist er dafür verantwortlich, die AddtlConsent-Werte für Nutzer zu entfernen, damit Anbieter den enthaltenen AC-String nicht weiter verwenden.

Speicher- und Lookup-Schlüssel in NSUserDefaults und SharedPreferences Wert
IABTCF_AddtlConsent

String: AC-String mit Spezifikationsversion und IDs der Anzeigentechnologie-Anbieter, für die eine Einwilligung erteilt wurde

Wie der AC-String über die Kette für digitale Werbung übergeben wird

Gebotsanfrage

Wir verwenden ConsentedProvidersSettings, um Anbieter, die nicht in der Global Vendor List (GVL) des IAB zu finden sind, nachgelagert zu propagieren.

message ConsentedProvidersSettings {
 // Gruppe der IDs der Anbieter, für die der Publisher Google bestätigt hat,
 // dass ihre Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eine rechtsgültige Einwilligung für Folgendes erteilt haben: 1) Einsatz von Cookies oder anderen Formen der lokalen  
 // Datenspeicherung, sofern die Einholung einer Einwilligung hierfür gesetzlich vorgeschrieben ist; und 2) Erhebung, Weitergabe und Nutzung von personenbezogenen Daten zur 
 // Personalisierung von Werbeanzeigen durch einen Anzeigentechnologie-Anbieter in Übereinstimmung mit der Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google.
 // Eine Zuordnung der Anbieter-ID zum Anbieternamen wird in der Datei providers.csv veröffentlicht.
 repeated int64 consented_providers = 2 [packed = true];
}

 // Informationen zu den Anbietern, für die der Publisher Google bestätigt hat,
 // dass ihre Nutzer im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eine Einwilligung für die Nutzung ihrer personenbezogenen Daten zur
 // Personalisierung von Werbeanzeigen in Übereinstimmung mit der Richtlinie zur EU-Nutzereinwilligung von Google erteilt haben.
 // Dieses Feld wird nur gefüllt, wenn regs_gdpr = true.
 optional ConsentedProvidersSettings consented_providers_settings = 42;

URL-basierte Dienste

Wenn ein Creative gerendert wird, kann es eine Reihe von Pixeln unter <img>-Tags enthalten. Beispiel: <img src="http://vendor-a.com/key1=val1&key2=val2">, mit dem eine HTTP GET-Anfrage vom Browser an die Domain des Anbieters gesendet wird.

Weil das Pixel in einem <img>-Tag enthalten ist und nicht die Möglichkeit zum Ausführen von JavaScript besteht, kann der TC-String nicht mit der CMP API übergeben werden. Ähnlich wie bei der Unterstützung für den TC-String stellen wir einen Standard-URL-Parameter und ein Makro in den Pixel-URLs bereit, in die der AC-String eingefügt werden sollte.

URL-Parameter Entsprechendes Makro Darstellung in der URL
addtl_consent ADDTL_CONSENT &addtl_consent=${ADDTL_CONSENT}

Beispiel 1

Damit Anbieter A einen AC-String empfängt, muss eine Bild-URL ein Schlüssel/Wert-Paar mit dem URL-Parameter und dem Makro &addtl_consent=${ADDTL_CONSENT} enthalten. Die resultierende URL ist:

http://vendor-a.com/key1=val1&key2=val2&addtl_consent=${ADDTL_CONSENT}

 

Beispiel 2

Bei einer Anfrage ist der AC-String 1~1.35.41.101.

Der Aufrufer oder Renderer des Creatives ersetzt das Makro in der URL durch den tatsächlichen AC-String, damit das ursprünglich platzierte Pixel mit dem Makro wie unten angegeben geändert wird, wenn der Server aufgerufen wird:

http://vendor-a.com/key1=val1&key2=val2&addtl_consent=1~1.35.41.101

Betatest

Google wird zwar in die Global Vendor List (GVL) des IAB aufgenommen, aber wir werden unsere Konfiguration erst aktivieren, wenn zwei Wochen vor der Umstellung von IAB-TCF 1.1. auf 2.0 mit dem Einbinden aller Publisher begonnen wird. Daher wird Google erst seit Anfang August 2020 in der offiziellen GVL des IAB aufgeführt.

Davor wurde für Publisher, die vor der vollständigen Einführung Tests ausführen wollten, eine Betaversion bereitgestellt. Hinsichtlich der Betaversion haben wir alle Beta-Publisher gebeten, sich an ihren CMP-Anbieter zu wenden, damit auf diese Test-GVL-Datei verwiesen wird:
https://vendorlist.consensu.org/v2/vendor-list-test-google.json (aktualisiert am 18. Mai 2020).

Diese Datei enthält Google und GVL-Anbieter, die angegeben haben, bis zum oben genannten Datum für TCF Version 2.0 bereit zu sein. Die Datei wird monatlich aktualisiert.

Die CMP-Anbieter müssen die Einrichtung noch einmal ändern, um auf die offizielle GVL des IAB zu verweisen, wenn die vollständige Integration von Google durchgeführt wird. Dadurch wird wahrscheinlich ein neues Einwilligungsereignis für Nutzer ausgelöst, weil neue Anbieter hinzugefügt wurden.

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