Vom Publisher bereitgestellte Signale (PPS, Publisher Provided Signals) für Echtzeitgebote (RTB, Real-time Bidding)

Mit vom Publisher bereitgestellten Signalen (PPS) können Käufer Zielgruppen- und Kontextdaten von Publishern erhalten. Publisher können ihre Zielgruppenattribute wie verhaltens- und interessenbezogene Daten sowie Kontextdaten an programmatische Bieter weitergeben, indem sie standardisierte Taxonomien verwenden:

  • Die IAB-Taxonomie für Zielgruppen (Version 1.1, enthält die Kategorien „Demografische Merkmale“, „Interessen“ und „Kaufabsicht“) bietet eine gemeinsame Nomenklatur für Namen von Zielgruppensegmenten und verbessert die Vergleichbarkeit von Daten zwischen verschiedenen Anbietern. Laden Sie die IAB-Taxonomie für Zielgruppen herunter.
  • Die IAB-Taxonomie für Inhalte ( Version 2.2, einschließlich Videosignale wie CTV-Kontext) bietet eine gemeinsame Nomenklatur für kontextbezogene Segmentnamen. Dabei werden Seiteninhalte kategorisiert, ohne dass Nutzerinformationen offengelegt werden. Laden Sie die IAB-Taxonomie für Inhalte herunter.
Hinweis:Einige Werte werden von Google als sensibel eingestuft und nicht unterstützt, unabhängig davon, ob sie von den Taxonomien unterstützt werden.

Vorteile von PPS:

  • Mit PPS werden selbst erhobene Daten von Publishern gefiltert, bereinigt und an branchenübliche Taxonomien angepasst, damit sie von Bietern einfach aufgenommen und ihren eigenen Taxonomien zugeordnet werden können.
  • PPS erfüllt die Anforderungen an personalisierte Anzeigen und den Datenschutz, sodass Publisher keine Nutzer-IDs weitergeben müssen.
  • Publisher können wertvolle Zielgruppen erstellen, auf die Käufer und Werbetreibende ihre Anzeigen ausrichten können, ohne Daten auf Nutzerebene offenlegen zu müssen.
  • Mit PPS können Käufer Zielgruppenkäufe jetzt auch in Browsern wie Safari, wenn keine Drittanbieter-Cookies verfügbar sind, und in Umgebungen wie Apps und OTT/CTV nutzen, in denen nur wenige Kontextsignale im Bidstream verfügbar sind. 
  • Mit PPS können Käufer Datenkohorten über verschiedene Publisher, mehrere Browser und Geräte hinweg erreichen.

Wie funktioniert PPS?

Im Groben funktioniert PPS so: 
  1. Ein Nutzer besucht die Property eines Publishers, darunter die Website, die mobile App oder die App für internetfähige Fernseher.
  2. Der Publisher generiert Signale, von denen er erwartet, dass sie für Käufer wertvoll sind, um die Ziele ihres Werbekunden zu erreichen. Beispiele:  
    1. Zielgruppensegment (z. B. „Interesse“, „Kaufbereit“), das anhand der Nutzeraktivitäten in den Properties abgeleitet wird (Webverlauf, Formulare, bisherige Käufe usw.).
    2. Inhaltssignale, besonders wertvoll, wenn Inhalte nicht gecrawlt werden können (z. B. App-, Video- und Webinhalte, die eine Anmeldung erfordern)
  3. Mithilfe von Tools in Google Ad Manager standardisiert der Publisher die Inhalts-/Zielgruppensignale in einer der von PPS unterstützten Taxonomien (z. B. IAB Content 2.2).
  4. Der Publisher sendet eine Anzeigenanfrage an Ad Manager. Dabei werden Inhalts- und Zielgruppensignale als Taxonomiekategorie-IDs in einem vordefinierten Schlüssel/Wert-Paar gesendet.
  5. Ad Manager sendet diese Signale an programmatische Bieter.
  6. Werbetreibende können ihre Anzeigen wie gewohnt ausrichten.
Hinweis:Alle Inventartypen, einschließlich Video/CTV, sind verfügbar. Publisher müssen jedem Bieter die Möglichkeit geben, PPS-Signale zu empfangen. Daher variiert das unterstützte Inventar.

Käuferintegration

Im RTB-Callout sind neue Felder für den PPS-Signalanbieter, Taxonomien und PPS-Segmente verfügbar:

AdX Proto und OpenRTB

Wir verwenden Datenobjekte, um diese Signale zu senden, damit Bieter besser unterscheiden können, wann Werte von einem Publisher als selbst erhobene Daten deklariert und gesendet werden.

Für PPS werden die folgenden OpenRTBBidRequestfields zum Senden von Zielgruppensignalen verwendet:

  • BidRequest.user.data.name
  • BidRequest.user.data.segment
  • BidRequest.user.data.segment.id
  • BidRequest.user.data.ext
  • BidRequest.user.data.ext.segtax

PPS verwendet die folgenden OpenRTBBidRequest-Felder zum Senden von Inhaltssignalen wie dem Genre:

  • BidRequest.content.data.name
  • BidRequest.content.data.segment
  • BidRequest.content.data.segment.id
  • BidRequest.content.data.ext
  • BidRequest.content.data.ext.segtax
  • BidRequest.content.genre

Bieter, die bereits die vom IAB definierten Zielgruppen (Seller Defined Audiences, SDA) unterstützen und Ad Manager-Gebotsanfragen über OpenRTB erhalten, können PPS aufnehmen und verwenden, da für Zielgruppen- und Kontextsignale dieselben Felder wie bei SDA verwendet werden. 
Bieter können auf die Spezifikationen für vom Verkäufer definierte Zielgruppen für das IAB verweisen.

Video- und Audiosignale (Beta)

Die oben genannten Inhalts- und Zielgruppentaxonomien sind für alle Inventartypen wie Web, App und Video verfügbar. Es gibt aber auch zusätzliche Signale im RTB-Callout, die von PPS unterstützt werden. Diese sind:

Altersfreigabe

  • Gibt die Altersfreigabe des zugrunde liegenden Video- und Audiocontent-Streams an.
  • Unterstützte Werte sind „G“, „PG“, „Teenager“ und „Nicht jugendfrei“.
  • Content.contentrating

Audiofeedtyp

  • Stellt verschiedene Arten von Audioinhalten dar.
  • Unterstützte Werte sind „Musik“, „Radio“ und „Podcast“.
  • Audio.feed

Produktionsqualität

  • Gibt die inhaltliche Qualität des Video- und Audiocontent-Streams an.
  • Unterstützte Werte sind „Professionelle Produktion“, „Prosumer“ und „Von Nutzern“.
  • Video/audio.prodq

Contentauslieferung

  • Stellt die Bereitstellung eines Video- oder Audiocontent-Streams dar.
  • Unterstützte Werte sind „Streaming“, „Progressiv“ und „Download“.
  • Video/audio.delivery

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