Beispiel für den Kostendatenimport

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie nicht von Google stammende Leistungsdaten zu Ihren Anzeigen für eine Sommerspecials-Kampagne hochladen.

Durch den Import und die Analyse von Daten aus Drittanbieter-Werbenetzwerken zu Klicks, Kosten und Impressionen zusätzlich zu den von Analytics gesammelten Daten, haben Sie die Möglichkeit, ein noch besseres Bild von der Leistung Ihrer Onlinewerbung zu gewinnen.

Themen in diesem Artikel:

Szenario

Max ist Marketingmanager einer Online-Tierhandlung. Er möchte eine Kampagne mit Sommer-Sonderangeboten durchführen und hierzu Keywords nutzen, die er von Google Ads und einem anderen Werbenetzwerk erworben hat. Er möchte in Erfahrung bringen, wie die Leistung der Keywords bei den beiden Plattformen im Vergleich zueinander aussehen. Max hat sein Google Ads-Konto und sein Analytics-Konto miteinander verknüpft. Die entsprechenden Messwerte werden so automatisch in den Analytics-Berichten aufgeführt. Die Klick- und Kostendaten für die Anzeigen im anderen Werbenetzwerk muss Max manuell hochladen.

Schritt 1: Kampagnen-URLs taggen

Gemäß der Anleitung im Artikel Benutzerdefinierte Kampagnen stellt Max mit Tags gekennzeichnete URLs für das Werbenetzwerk mit den von ihm gewünschten Werten für Quelle, Medium, Kampagne und Keyword bereit, wie im folgenden Beispiel veranschaulicht:

http://www.beispiel.com/?utm_source=ad%20network&utm_medium=cpc&utm_term=Hundeknochen&utm_campaign=Sommerspecial
http://www.beispiel.com/?utm_source=ad%20network&utm_medium=cpc&utm_term=dog%20treats&utm_campaign=Sommerspecial
http://www.beispiel.com/?utm_source=ad%20network&utm_medium=cpc&utm_term=pet%20store&utm_campaign=Sommerspecial

Schritt 2: Datensatz erstellen

Max möchte für die Sommerspecials-Kampagne Klicks, Kosten und Anzeigenimpressionen erfassen. Er muss einen Datensatz für diese Daten erstellen und den Datensatz mindestens einer Datenansicht zuweisen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Melden Sie sich in Google Analytics an.
  2. Wählen Sie den Tab Verwalten aus.
  3. Navigieren Sie zu dem gewünschten Konto.
  4. Wählen Sie die gewünschte Property aus.
  5. Klicken Sie in der Spalte PROPERTY auf Datenimport, um die Tabelle Datensätze anzuzeigen.
  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche +Neuer Datensatz.
  7. Wählen Sie als Typ Kostendaten aus.
  8. Weisen Sie dem Datensatz die Bezeichnung Sommerspecial zu.
  9. Wählen Sie mindestens eine Datenansicht aus, die dem Datensatz zugeordnet wird.
  10. Definieren Sie das Datensatzschema zur Aufnahme dieser Dimensionen und Messwerte:
    1. Medium
    2. Quelle
    3. Klicks
    4. Kosten
  11. Klicken Sie auf Speichern.
  12. Klicken Sie auf Schema abrufen und kopieren Sie das Datensatzschema zur Verwendung in Schritt 4 unten.

Das Schema besteht aus einem Schlüssel, also einer oder mehreren Dimensionen und/oder Messwerten zum Abgleichen hochgeladener Daten mit vorhandenen Treffern, sowie einer oder mehreren importierten Dimensionen und/oder Messwerten mit den Daten, die Sie zusätzlich hochladen.

Weitere Informationen zu Datensatzschemas

Schritt 3: Daten herunterladen

Nachdem die Sommerspecials-Kampagne einige Tage gelaufen ist, verwendet Max ein vom Werbenetzwerk bereitgestelltes Export-Tool, um die zusammengefassten täglichen Daten herunterzuladen und als CSV-Datei zu speichern. Im Folgenden sehen Sie einige Beispielzeilen aus dieser Datei:

Datum,Kampagnenname,Keyword,Impressionen,Klicks,Ausgaben
6/5/2015,Sommerspecial,Hundeknochen,9387,288,100.3     
6/5/2015,Sommerspecial,Hundesnacks,1684,52,19.35
6/5/2015,Sommerspecial,Tierhandlung,3187,143,76.23
6/6/2015,Sommerspecial,Hundeknochen,10005,356,121.67 
6/6/2015,Sommerspecial,Hundesnacks,1534,68,25.16
6/6/2015,Sommerspecial,Tierhandlung,3398,201,80

Max muss nun einige Änderungen in dieser Datei vornehmen:

  • Die Spalten-Header, die vom Werbenetzwerk bereitgestellt wurden, entsprechen nicht den von Analytics erwarteten Namen.
  • Die Dimensionen "Quelle" und "Medium" fehlen.
  • Das Datum muss im Format JJJJMMTT angegeben werden.

Max muss diese Probleme beheben, bevor er die Daten hochladen kann.

Wenn Sie Google-Tabellen zur Formatierung Ihrer CSV-Datei verwenden, dann steht Ihnen die Funktion für die benutzerdefinierte Datumsformatierung zur Verfügung. Mit ihr können Sie das Datumsfeld im Format jjjjMMtt ausgegeben. Sehen Sie sich weitere Informationen zum Formatieren von numerischen Werten und Datumsangaben an.

Schritt 4: CSV-Datei bearbeiten

Max öffnet die CSV-Datei und ändert sie entsprechend dem für Analytics benötigten Format. Er ändert die Spalten-Header so, dass sie den Dimensions- und Messwertnamen in Analytics entsprechen, fügt die fehlenden Dimensionen und Werte hinzu und ändert das Datumsformat. Anschließend sehen die Daten wie folgt aus:

Die CSV-Datei kann jetzt in Analytics hochgeladen werden. Max speichert sie als "werbenetzwerk_sommerspecial_2015-06-06.csv".

Schritt 5: Daten in Analytics hochladen

Max ruft in seinem Analytics-Konto die Seite Uploads verwalten auf und sieht sich den Datensatz für die Kostendaten zur Kampagne "Sommerspecials" an:

  1. Er klickt auf der Menüleiste oben auf einer Seite auf Verwalten.
  2. In der Spalte KONTO wählt er das Analytics-Konto mit der übergeordneten Property für den Datensatz aus.
  3. In der Spalte PROPERTY wählt er die Property aus, die den Datensatz enthält.
  4. Er klickt auf Datenimport. Hierdurch wird die Tabelle Datensätze aufgerufen.
  5. Er klickt in der Zeile mit dem Datensatz Sommerspecials auf Uploads verwalten.
  6. Anschließend klickt er auf die Schaltfläche Datei hochladen.

Max hat zuvor die Datendatei für den Upload entsprechend formatiert. Läge ein Fehler in der Datei vor, so könnte Max dies nach dem Upload in der Spalte Status sehen.

Schritt 6: Daten in Berichten aufrufen

Geschafft! Anhand des Berichts "Kostenanalyse" kann Max nun sehen, wie gut seine Keywords aus dem Werbenetzwerk funktionieren. Der Bericht enthält Besuchs-, Kosten- und Umsatzleistungsdaten für die bezahlten Marketingkanäle. Max kann auch benutzerdefinierte Berichte für die hochgeladenen Daten erstellen.

Die hochgeladenen Daten müssen verarbeitet und mit den vorhandenen Daten zusammengeführt werden. Es kann daher bis zu 24 Stunden dauern, bis die importierten Daten in den Berichten erscheinen.

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