Prozessflussanalyse für Zielvorhaben und Trichter

Wenn Sie direkte Zugriffe auf bestimmten Content lenken möchten, können Sie dem Bericht "Zielprozessfluss" die beliebtesten Pfade der Nutzer zu diesem Content entnehmen. Außerdem sind Daten zu den erfolgten Zugriffen auf diesen Content aufgeführt.

Beispiel: Wenn Sie für ein neues Automodell werben, legen Sie diesen Werbecontent als Ziel fest. Richten Sie zudem einen Trichter mit den Seiten oder Bildschirmen ein, die Nutzer wahrscheinlich auf verschiedenen Pfaden zu diesem Ziel aufrufen. Wenn Sie in Analytics den Trichter als linearen Pfad angeben, können Sie sich den Trichter als Container für die Inhalte vorstellen, die Nutzer auf dem Weg zu Ihrem Ziel mit größter Wahrscheinlichkeit besuchen. Sie können Ihre Startseite oder die Angebotszielseite, Suchergebnisse und die Bestätigung für eine kundenspezifische Konfiguration des Fahrzeugs in den Trichter aufnehmen.

Anhand dieses Trichters können Sie sehen, ob Nutzer von einer Seite oder einem Bildschirm zur bzw. zum nächsten navigieren. Lenken Sie genug Aufmerksamkeit auf Ihre Werbung? Enthält Ihre Werbung klare Navigationsoptionen zum jeweils nächsten Schritt? Wenn genügend Zugriffe auf Ihr Ziel erfolgen, können Sie diese Fragen mit "Ja" beantworten. Wenn dagegen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist, überprüfen Sie Ihren Content oder die Schritte auf Optimierungsmöglichkeiten.

In diesem Bericht werden zudem alternative Einstiegspunkte für Ihr Ziel aufgeführt. Wenn Sie den Schieberegler Verbindungen nach rechts ziehen, können Sie weitere Pfade sehen. Außerdem können Sie z. B. feststellen, wie viele direkte Zugriffe Ihr Ziel unter Umgehung der Trichterschritte erhalten hat und ob die organische Suche die Nutzer zum Werbecontent oder direkt zu Ihrem Ziel weitergeleitet hat.

Sie können einsehen, wie viele Zugriffe von der Seite mit Ihrer Werbung auf verwandte Seiten erfolgt sind, z. B. auf die Seiten der Broschüre oder der Spezifikationen. Falls nach dem ersten Schritt ein unerwarteter Ausstieg verzeichnet wurde, könnte dies durch einen grundlegenden Fehler im Anzeigeninhalt oder schlichtweg durch einen fehlerhaften Link verursacht werden.

Außerdem wird angezeigt, an welcher Stelle Nutzer von einem Knoten zu einem anderen zurückkehren:

  • Wenn Nutzer von der Suchergebnis- zur Suchseite zurückkehren, haben sie möglicherweise nicht gefunden, wonach sie gesucht haben.

  • Andererseits kann die Rückkehr von der letzten zur ersten Seite in einem Konfigurationszyklus bedeuten, dass Nutzer verschiedene Modelle des neuen Autos erstellen und die Ergebnisse für einen Vergleich speichern. Suchen Sie in diesem Fall nach einem Anstieg der direkten Zugriffe auf die Seiten mit gespeicherten Ergebnissen.

Mithilfe der Option Zugriffe bis hier untersuchen für einen Knoten können Sie den Traffic einsehen, der von verschiedenen Knoten kommt bzw. auf bestimmte Knoten führt. Beispiel: Falls auf der Seite mit Ihrer Werbung eine große Anzahl an Ausstiegen verzeichnet wird und Nutzer sich weder für die Spezifikationen Ihres neuen Modells noch, wie von Ihnen erhofft, für die verschiedenen Motor- und Farboptionen interessieren, können Sie ermitteln, zu welcher Seite sie stattdessen navigieren. Kehren die Nutzer zum ersten Schritt zurück und sehen sich andere Modelle an oder verlassen sie Ihre Website?

Beliebter Content

Wenn Sie wissen, welcher Content gute Leistungen erzielt, können Sie darauf basierend die Nutzerinteraktion mit Ihrem Content optimieren. In Restaurants wird die Speisekarte regelmäßig überarbeitet. Dabei werden unbeliebte Gerichte gestrichen und häufig bestellte beibehalten. Auf die gleiche Weise können Sie die Zugriffsmuster untersuchen, um zu sehen, welcher Content am interessantesten ist und welchen Content Nutzer weitestgehend ignorieren oder an welchen Stellen sie die Website verlassen. 

Wenn Sie Werbung basierend auf der Zugriffszahl verkaufen, ist das Nutzerinteresse besonders wichtig: Je mehr Nutzer den entsprechenden Content aufrufen und je mehr Zeit sie auf Websites mit Content verbringen, auf denen Anzeigen geschaltet werden, desto mehr Umsatz können Sie erzielen.

In diesem Fall legen Sie keine bestimmte Seite oder keinen bestimmten Bildschirm als Ziel fest, sondern eine Sammlung von Seiten oder Bildschirmen, auf denen Sie eine bestimmte Anzahl von Zugriffen erzielen möchten. Beispiel: Falls Sie Nachrichteninhalte hosten, sollten Sie für Ihre Seiten über Politik, Sport und Unterhaltung separate Trichter als Container einrichten. So können Sie die relativen Zugriffszahlen der einzelnen Trichter mit dem Nutzerinteresse vergleichen. Wenn auf den Sportseiten während der Playoffs gute Leistungen, auf den Politikseiten während eines Wahlzyklus jedoch schlechte Leistungen erzielt werden, sollten Sie überprüfen, ob einige der auf den Sportseiten verwendeten Methoden für die Gestaltung oder Contentdarstellung auch für die Politikseiten geeignet sind.

Für eine E-Commerce-Website mit dem Zielvorhaben, Produkte zu verkaufen, ist die Besuchszeit auf einer Seite eher zweitrangig. Wichtiger ist, dass ein Nutzer effektiv zum Einkaufswagen und auf die Seite zum Abschluss des Kaufs weitergeleitet wird. Legen Sie für Trichter den Einkaufswagen oder die Seite zum Abschluss des Kaufs als Ziel und dazwischenliegende Produktseiten als Trichterschritte fest. So können Sie ermitteln, ob mit bestimmten Produktseiten eine bessere Leistung als mit anderen erzielt wird. Erzielen einige Seiten stets höhere Zugriffszahlen als andere? Werden Nutzer auf einigen Seiten besser an den Einkaufswagen geleitet als auf anderen? Sind einige Produkte schlichtweg beliebter als andere oder gibt es Unterschiede im Seitendesign, die die Ursache für die unterschiedlichen Zugriffszahlen sein könnten? Werden auf Seiten mit besserer Leistung mehr Informationen zu den Produkten, mehr Kundenbewertungen oder mehr Optionen zur Ansicht der Produkte angeboten, bevor ein Nutzer diese zum Einkaufswagen hinzufügt?

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