Dimensionen und Messwerte

Diskrepanz zwischen Klicks und Sitzungen in Google Ads und Google Analytics.: Fehlerbehebung

Wenn die Daten für Klicks und Sitzungen in Google Ads und Analytics voneinander abweichen, kann das unterschiedliche Gründe haben. Möglicherweise gibt es ein technisches Problem bei Klicks und Sitzungen, zum Beispiel ist ein Tracking-Code falsch konfiguriert oder fehlt auf einer Landingpage. Es kommt auch vor, dass Klicks und Sitzungen in den Berichten nicht übereinstimmen, wenn Kunden Daten aus Google Ads und Analytics zusammen aufrufen. Haben Sie mehr Sitzungen als Klicks, ist das ein Anzeichen für eine positive Interaktion. Diese Themen konzentrieren sich zwar auf Google Analytics, doch können die gleichen Konzepte auch für alle Google Ads-Kampagnentypen gelten.

Sie können auch Datenprobleme mit dem Diagnose-Tool in Google Analytics beheben.

In diesem Artikel werden einige der Hauptursachen für Abweichungen bei Klicks und Sitzungen in Google Ads-Kampagnen behandelt:

Klicks und Sitzungen sind unterschiedliche Messwerte

In Google Ads werden Klicks erfasst, in Analytics hingegen Sitzungen und Nutzer. Es ist wichtig zu wissen, dass es sich um unterschiedliche Messwerte handelt und daher mit gewissen Abweichungen zu rechnen ist.

  • Klicks (Google Ads): Ein Klick wird erfasst, wenn ein Nutzer mit Ihrer Anzeige interagiert, z. B. auf einen Titel oder Call-to-Action klickt.
  • Sitzungen (Google Analytics): Eine Sitzung ist eine Gruppe von Interaktionen mit Ihrer Website innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens. Wenn ein Nutzer beispielsweise auf Ihre Anzeige klickt, mehrere Seiten auf Ihrer Website aufruft und sie dann verlässt, wird der gesamte Besuch in der Regel als eine Sitzung gezählt. Wenn ein Nutzer innerhalb von 30 Minuten zweimal auf Ihre Anzeige klickt, ohne den Browser zu schließen, wird dies in Analytics möglicherweise als eine Sitzung registriert, auch wenn er die Website zwischendurch verlassen und wieder aufgerufen hat. In Google Ads würden jedoch zwei Klicks gezählt.
  • Nutzer (Google Analytics): Nutzer sind Personen, die während eines ausgewählten Zeitraums mindestens eine Sitzung gestartet haben.

Häufige Gründe für Abweichungen: Ein Nutzer klickt möglicherweise mehrmals innerhalb kurzer Zeit auf Ihre Anzeige.

  • In Google Ads werden ungültige Klicks herausgefiltert, während in Google Analytics anfangs alle Sitzungen vor dem potenziellen Filtern erfasst werden.
  • Ein Nutzer klickt möglicherweise auf eine Anzeige, schließt dann aber den Browser oder ruft eine andere Seite auf, bevor der Google Analytics-Tracking-Code auf Ihrer Landingpage vollständig geladen wird. In diesem Fall wird ein Klick, aber keine Sitzung erfasst.
  • Auch technische Probleme wie das Entfernen von GCLIDs, eine falsche Tag-Implementierung oder Änderungen der Sitzungs-ID auf der Website können zu Abweichungen führen. Bei technischen Problemen ist es ratsam, einen Webentwickler hinzuzuziehen.

Bei Demand Gen-Kampagnen, insbesondere auf Plattformen wie YouTube, können die Unterschiede zwischen Klicks und Sitzungen aufgrund der Art der Anzeigeninteraktionen deutlicher ausfallen.


In Google Ads werden ungültige Klicks aus Berichten herausgefiltert, während in Analytics sämtliche Daten zu sehen sind

In Google Ads werden bestimmte Klicks automatisch aus Berichten herausgefiltert, während die Berichte in Analytics alle resultierenden Sitzungen enthalten. Die herausgefilterten Klicks beziehen sich auf Fälle, in denen ein Nutzer wiederholt auf Ihre Anzeige geklickt hat, um die Kosten oder die Klickrate zu erhöhen, oder auf anderen Traffic, der nicht dem normalen Nutzerverhalten entspricht. Diese Klicks werden von Google Ads als ungültig erachtet und automatisch aus Ihren Google Ads-Berichten herausgefiltert. Diese potenziell ungültigen Klicks werden Ihnen nicht in Rechnung gestellt.

So rufen Sie Daten zu ungültigen Klicks und Interaktionen in Ihrem Google Ads-Konto auf:

  1. Rufen Sie die Seite Kampagnen auf.
  2. Klicken Sie über der Statistiktabelle auf das Symbol für Spalten.
  3. Wählen Sie „Spalten anpassen“ aus und suchen Sie dann nach „Ungültige Klicks“ und „Ungültige Interaktionen“.
  4. Fügen Sie diese Spalten Ihrem Bericht hinzu.

Weitere Informationen zu ungültigen Klicks


Sie haben das automatische Tagging für URLs in Ihrem Google Ads-Konto deaktiviert

Wenn das automatische Tagging deaktiviert ist und Sie den finalen URLs nicht manuell Tags mit Kampagnen-Tracking-Variablen hinzugefügt haben, werden Zugriffe nicht als Google CPC (Klicks über Google Ads-Anzeigen) markiert. Stattdessen werden sie unter Umständen der organischen Google Suche zugeordnet (Klicks, die von Ergebnissen der organischen Suche stammen). Das kann dazu führen, dass bezahlter Traffic aus Google Ads in Google Analytics nicht erfasst oder falsch zugeordnet wird (z. B. als organisch, direkt oder „(not set)“). Achten Sie darauf, dass in Ihrem Google Ads-Konto das automatische Tagging aktiviert ist, damit der GCLID-Parameter automatisch an Ihre URLs angehängt wird. Die GCLID ist wichtig, um Google Ads-Daten mit Google Analytics zu verknüpfen.

Wenn das automatische Tagging aktiviert ist, kann es vorkommen, dass die Anzahl der Sitzungen die Anzahl der Klicks übersteigt. Das ist ein Hinweis auf positive Interaktionen mit Ihrer Website. Google weist diesem Nutzer eine eindeutige gclid zu. Wenn ein Nutzer direkt zu Ihrer Website zurückkehrt, wird für diese zusätzlichen Sitzungen die Kampagnenquelle als Quelle der letzten bekannten Kampagne angegeben. In diesem Fall ist die Google Ads-Kampagne die letzte bekannte Kampagne.

Informationen zur Aktivierung der automatischen Tag-Kennzeichnung


Manuelles Tagging aktivieren

Bei Verwendung von WBRAID oder GBRAID werden die zugeordneten Dimensionen, insbesondere aus Google Ads (z. B. Google Ads-Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeigen, Quelle/Medium und Quellplattform der Sitzung), möglicherweise als „(not set)“ angezeigt. Das kann passieren, wenn Google Analytics keine Informationen für diese Dimension erhalten hat. Der Wert „(data not available)“ wird möglicherweise auch angezeigt, wenn Daten noch verarbeitet werden (das kann 24 bis 48 Stunden dauern) oder wenn Google Analytics eine Sitzung nicht einer bestimmten Traffic-Quelle zuordnen kann. Wenn in Sitzungskampagnen im Zusammenhang mit Demand Gen „(not set)“ angezeigt wird, prüfen Sie, ob das Verwaltungskonto, in dem die Kampagnen ausgeführt werden, mit der Google Analytics-Property verknüpft ist.

Wir wissen, wie wichtig die Datenrichtigkeit ist, und arbeiten aktiv an zusätzlichen Lösungen, die den Datenschutz für Nutzer und die Berichterstellung weiterhin in Einklang bringen. Falls Sie in der Zwischenzeit feststellen, dass den Kampagnen weniger Sitzungen zugeordnet und mehr Sitzungen mit „(not set)“ verknüpft sind, können Sie Ihren Kampagnen UTM-Parameter hinzufügen, die als Fallback verwendet werden. Das ist besonders wichtig für Kampagnen, in denen Datenschutzparameter wie WBRAID oder GBRAID verwendet werden.

Hier ist ein Beispiel für manuelle Tags, die Sie zusätzlich zum automatischen Tagging hinzufügen können: ?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=DemandGenCampaignName

Weitere Informationen zum manuellen Tagging und zum Erheben von Kampagnendaten mithilfe von benutzerdefinierten URLs


Ihre Import- und Exporteinstellungen in Google Ads sind möglicherweise nicht korrekt (Google Analytics-Datenfluss und Conversions)

Wenn Sie sicher sind, dass die Konten verknüpft sind, und Sie keine Klick- oder Kostendaten sehen, prüfen Sie, ob Sie die Option zum Importieren der Daten aus dem verknüpften Konto in die entsprechende Datenansicht ausgewählt haben.

Wenn Sie Probleme damit haben, dass Google Analytics-Daten (z. B. Conversions oder Ereignisse) nicht in Google Ads erfasst werden, oder wenn es Abweichungen zwischen den beiden Plattformen gibt, ist es wichtig, Ihre Verknüpfungs- und Importeinstellungen zu überprüfen.

  1. Kontoverknüpfung überprüfen: Achten Sie darauf, dass Ihre Google Analytics-Property richtig mit Ihrem Google Ads-Konto verknüpft ist. Wenn die Konten nicht richtig verknüpft sind, können keine Daten übertragen werden.
  2. Automatisches Tagging prüfen: Vergewissern Sie sich, dass das automatische Tagging in Ihrem Google Ads-Konto aktiviert ist. Dadurch wird die GCLID an Ihre Anzeigen-URLs angehängt. Das ist wichtig, damit Google Ads von Google Analytics gemeldete Conversions und Websiteaktivitäten zuordnen kann.
  3. Datenfreigabe aktivieren: Achten Sie in den Google Ads-Einstellungen unter Data Manager > Google Analytics (Google Analytics) & Firebase > Verwalten und verknüpfen darauf, dass für die verknüpfte Google Analytics-Property Optionen zur Datenfreigabe wie „Google Analytics-Zielgruppen importieren“ und die Freigabe von Kampagnen-/Kostendaten aktiviert sind.
  4. Schlüsselereignisse als Conversions importieren: Damit Google Analytics-Ereignisse als Conversions in Google Ads verwendet werden können, müssen sie zuerst in der Google Analytics-Benutzeroberfläche als „Schlüsselereignisse“ gekennzeichnet werden (Verwalten > Datenanzeige > Ereignisse > Als Schlüsselereignis markieren). Anschließend müssen Sie diese Schlüsselereignisse als Conversion-Aktionen in Google Ads importieren (Conversions > „+ Conversion-Aktion erstellen“ > „Importieren“ > „Google Analytics-Properties“ > „Web“).
  5. Primäre Conversion-Aktionen festlegen: Achten Sie darauf, dass Ihre importierten Google Analytics-Conversion-Aktionen in Google Ads auf „Primär“ festgelegt sind, wenn sie für die Gebotsoptimierung verwendet werden sollen. „Sekundäre“ Aktionen dienen nur zur Beobachtung und haben keinen Einfluss auf Gebote.
  6. Conversion-Attribution: In Google Ads werden Conversions dem Datum des Anzeigenklicks zugeordnet, in Google Analytics und Backend-Systemen hingegen dem Datum der Conversion. Verwenden Sie beim Vergleichen die Spalte „Alle Conv. (nach Conv.-Zeit)“ in Google Ads, um einen genaueren Vergleich mit Systemen zu erhalten, in denen die Conversion-Zeit verwendet wird.

Wenn Sie sicher sind, dass die Konten verknüpft sind und die Einstellungen korrekt zu sein scheinen, aber der erwartete Datenfluss oder die Conversion-Anzahl nicht angezeigt werden, überprüfen Sie die Google-Tag-Implementierung auf Ihrer Website sowohl für Google Analytics als auch für das Google Ads-Conversion-Tracking. Prüfen Sie, ob Tags für relevante Ereignisse und auf den richtigen Seiten ausgelöst werden.

[UA] Google Ads und Analytics verknüpfen bzw. Verknüpfung aufheben [alt]

Hinweis: Dieser Link bezieht sich hauptsächlich auf Universal Analytics. In Google Analytics werden verknüpfte Konten wie oben beschrieben direkt in den Google Ads- und Google Analytics-Oberflächen verwaltet.

Informationen zum Verknüpfen von Google Ads mit Google Analytics


Datum der Kontoverknüpfung prüfen

Prüfen Sie, ob die verglichenen Zeiträume Abschnitte enthalten, in denen Ihr Google Ads- und Ihr Google Analytics-Konto nicht verknüpft waren. Daten werden nicht rückwirkend eingefügt.


Für Ihre Website ist eine serverseitige URL-Überschreibung festgelegt

Das Hinzufügen weiterer Parameter zu Ihrer URL kann die Überschreibungsregel beschädigen. Bei einigen wenigen Websites sind beliebige Parameter in der URL nicht zulässig. Falls Sie solche Parameter einschließen, werden dann Fehlerseiten angezeigt. Bitten Sie Ihren Webmaster, beliebige URL-Parameter zuzulassen.


Von Ihrer Landingpage erfolgt möglicherweise eine Weiterleitung auf eine andere Seite

Durch Weiterleitungen auf Landingpages wird häufig die Ausführung des Analytics-Codes verhindert. Dadurch kann nicht festgestellt werden, ob ein Zugriff von einer Kampagne für bezahlte Suche stammt. Angenommen, der Nutzer wird von Ihrer Anzeige auf http://www.meinedomain.com/index.hml weitergeleitet, Sie haben aber eine 301-, 302- oder JavaScript-Weiterleitung von dieser URL auf http://www.meinedomain.com/seite2.html eingerichtet. In diesem Fall gehen die Kampagneninformationen, die ursprünglich an die Landingpage angehängt waren, bei der Weiterleitung verloren. Das kann zu Attributionsproblemen und Abweichungen zwischen Google Ads-Klicks und Google Analytics-Sitzungen führen.

Wenden Sie sich an Ihren Webentwickler, um alle Website-Weiterleitungen, JavaScript-Verhaltensweisen oder serverseitigen Prozesse zu untersuchen, die URL-Parameter ändern oder entfernen könnten. Testen Sie Ihre Landingpage-URLs direkt, indem Sie Parameter anhängen (z. B. ?gclid=test oder ?utm_source=test). So können Sie prüfen, ob sie nach der Weiterleitung und auf der finalen Landingpage weiterhin vorhanden sind. Achten Sie darauf, dass Ihr Google-Tag (für Google Analytics) vor Weiterleitungen ausgelöst wird.

Weitere Informationen finden Sie im Google Analytics-Hilfeartikel Einrichten von Weiterleitungen.


Tracking für die Landingpage Ihrer Anzeigen ist möglicherweise nicht aktiviert

Wenn die Landingpage einer Anzeige nicht erfasst wird, werden die Kampagneninformationen nicht an Analytics übergeben. Achten Sie darauf, dass alle Landingpages für Ihre Google Anzeigen erfasst werden.


Eventuell können aufgrund der Browsereinstellungen der Nutzer mit Analytics keine Daten von Websites erhoben werden

Nutzer, die über Google Ads auf Ihre Website gelangen, haben möglicherweise JavaScript oder Bilder deaktiviert. Unter Umständen verwenden sie auch andere Technologien, sodass die Daten nicht in Google Analytics-Berichte zu Besuchern Ihrer Website aufgenommen werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn sie das Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics installiert haben. In solchen Fällen werden diese Nutzer in Analytics eventuell nicht erfasst, während sie in Google Ads berücksichtigt werden.


Auf der Landingpage kann der Code möglicherweise nicht richtig geladen werden

Wenn Klicks in Google Ads gezählt werden, aber nicht in Analytics, besteht das Problem möglicherweise zwischen dem Klickereignis in Google Ads und dem Laden des Tracking-Codes auf der Landingpage. Stellen Sie in diesem Fall sicher, dass Ihre Webhosting-Server ordnungsgemäß funktionieren, die Seite für alle möglichen Nutzer und IP-Adressen geladen wird und der Tracking-Code korrekt auf Ihren Webseiten installiert ist.

Informationen zum Prüfen des Google-Tags


Nutzer kehren zurück, bevor die Kampagne beendet ist

Besucht ein Nutzer während der Laufzeit einer Kampagne Ihre Website noch einmal, wird er der entsprechenden Kampagne zugeordnet. In einem solchen Fall ist es normal, dass mehr Sitzungen als Klicks angezeigt werden. Wenn Sie sehen möchten, wie viele Sitzungen von wiederkehrenden Nutzern stammen, können Sie die Kampagne nach Nutzertyp segmentübergreifend auswerten.


Nutzer kehren über Lesezeichen auf die Website zurück

Bei Analytics wird der mit Google Ads-Anzeigen generierte Traffic mithilfe des gclid-Parameters in Ihren finalen URLs ermittelt. Der Parameter gclid ist Bestandteil der Landingpage-URL, wenn ein Nutzer von Ihrer Anzeige auf die Website weitergeleitet wird. Wenn Ihre Website-URL beispielsweise www.example.com ist und ein Nutzer auf Ihre Anzeige klickt, kann folgende URL in der Adresszeile des Browsers angezeigt werden:

www.example.com/?gclid=123xyz

Wenn Nutzer Ihre Website zusammen mit dem Parameter gclid als Lesezeichen speichern, betrachtet Analytics Zugriffe über diese Lesezeichen als von Ihren Google Ads-Anzeigen ausgehend. Dabei werden in Google Ads jedoch keine Klicks gezählt. Werbetreibenden werden diese Sitzungen nicht in Rechnung gestellt, weil keine tatsächlichen Klicks auf die Anzeigen erfolgen.


Verzögerung auf Server

Wenn ein Nutzer von einer Anzeige auf Ihre Website weitergeleitet wird und er die Landingpage noch vor dem Ausführen des Tracking-Codes wieder verlässt, wird der Parameter gclid nicht an die Google-Server weitergegeben. In diesem Fall wird der Klick auch nicht der Sitzung zugeordnet. Dadurch entstehen Abweichungen zwischen Klicks und Sitzungen.

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