[UA→GA4] Ereignisse in Google Analytics 4 im Vergleich zu Universal Analytics

Im Mittelpunkt des Google Analytics 4-Datenmodells stehen Ereignisse und Ereignisparameter. Das heißt, die meisten Aspekte der Datenerhebung für Google Analytics 4 basieren auf Ereignissen und enthalten in der Regel auch Parameter.

In den folgenden Artikeln geht es deshalb darum, welche Faktoren in Bezug auf Ereignisse beim Wechsel von Universal Analytics zu Google Analytics 4 besonders wichtig sind.

Sehen wir uns zuerst noch einmal das Tracking in Universal Analytics an.

Datenerhebungsmodell in Universal Analytics

In Universal Analytics wird die Grundeinheit der erhobenen Daten als Treffer bezeichnet. Ein Treffer ist im Wesentlichen ein Paket mit Beschreibungen, das an die Analytics-Server gesendet wird, um eine Nutzerinteraktion aufzuzeichnen.

Die beiden gängigsten Treffertypen in Universal Analytics sind Seitenaufrufe und Ereignisse. Über das standardmäßige Tracking-Snippet (gtag.js oder analytics.js) wird automatisch ein Treffer für einen Seitenaufruf gesendet. In Google Tag Manager lautet der Tag-Typ standardmäßig Google Analytics: Universal Analytics, worüber wiederum der Standard-Tracking-Typ Seitenaufruf gesendet wird.

Für die meisten anderen Nutzerinteraktionen, die Sie in Universal Analytics erfassen möchten (z. B. Videoaufrufe, Dateidownloads oder Klicks auf Widgets), müssen Sie ein Ereignis erstellen. Wenn Sie das Ereignis-Tracking in Universal Analytics eingerichtet haben, kennen Sie wahrscheinlich die drei Beschreibungen, die Sie für eine Interaktion verwenden können: Ereigniskategorie (z. B. Video), Ereignisaktion (z. B. Fortschritt) und Ereignislabel (z. B. 75 %).

Zusätzlich zu diesen Feldern können Sie weitere Beschreibungen in Form von benutzerdefinierten Dimensionen und Werten hinzufügen, beispielsweise die benutzerdefinierte Dimension Videotyp mit den Werten Unternehmen, Information oder Werbung.

Datenerhebungsmodell in Google Analytics 4

Google Analytics 4 basiert auf einer anderen Art von Ereignis und bietet ein flexibleres und unabhängigeres Konzept der Datenerhebung, das auf Google Analytics for Firebase zurückgeht.

Firebase als Grundlage

Firebase umfasst verschiedene Dienste zur Entwicklung und Vermarktung von Android- und iOS-Apps. Eine der Säulen von Firebase ist Google Analytics for Firebase. Damit können Sie die App-Leistung analysieren sowie Zielgruppen für Marketing, Ausrichtung und Optimierung Ihrer App erstellen.

Weil ein Seitenaufruf im Zusammenhang mit Apps nicht relevant ist, basiert Google Analytics for Firebase von Beginn an auf dem Konzept von Ereignissen und Ereignisparametern. Wenn Sie dieselbe Videointeraktion, die in Universal Analytics mit Ereigniskategorie, Ereignisaktion und Ereignislabel erfasst wird, in Google Analytics for Firebase aufzeichnen wollten, könnten Sie das Ereignis video_progress mit den Ereignisparametern video_title und video_percent verwenden.

Integrierte plattformübergreifende Berichte für Websites und Apps

Google Analytics 4 basiert auf dem gleichen Modell aus Ereignissen und Ereignisparametern, das auch Google Analytics for Firebase zugrunde liegt.

Wenn Sie Ihre Android- oder iOS-App schon mit Firebase analysieren, können Sie Ihr Firebase-Projekt direkt mit einer Google Analytics 4-Property synchronisieren. Sie müssen kein neues Tracking in Ihren Apps einrichten, es sei denn natürlich, Sie möchten zusätzliche Interaktionen oder Taxonomiedaten erfassen.

Bei Websites besteht die Migration zu Google Analytics 4 hauptsächlich darin, Ihr bestehendes Universal Analytics-Tracking so nachzubilden, dass Daten für das Firebase- bzw. Google Analytics 4-Schema erhoben werden. Das erfolgt in einigen Fällen automatisch, in anderen manuell.

Die Zuordnung Ihres Universal Analytics-Trackings zu Google Analytics 4 bietet mehrere Vorteile:

  • Aussagekräftigere Daten: Das Google Analytics 4-Schema ist grundsätzlich aussagekräftiger, weil jeder Parameter nach seiner spezifischen Funktion benannt ist – im Gegensatz zu den eher allgemeinen Ereignisdimensionen in Universal Analytics.
  • Mehr Flexibilität bei der Beschreibung von Daten: Mit bis zu 25 Parametern (einschließlich event_name) können Sie jede Interaktion flexibler beschreiben.
  • Einheitliche Taxonomie: Sie können dieselbe Tracking-Taxonomie in Ihren Web-, Android- und iOS-Datenstreams verwenden, um plattformübergreifend informative und umfassende Berichte in Google Analytics 4 zu erhalten.

Weitere Informationen finden Sie im Artikel über die Zuordnung von Universal Analytics zu Google Analytics 4.

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