Erweiterte Segmente und E-Commerce

Der folgende Artikel stammt aus Advanced Segments and Ecommerce (Erweiterte Segmente und E-Commerce) im Google Analytics-Blog.

Stellen Sie sich vor, dass Sie Online-Marketing-Manager eines erfolgreichen E-Commerce-Unternehmens sind. Es ist Freitagnachmittag und Ihr CEO ruft Sie wegen einer Anfrage an. "Ich habe unsere Umsatzzahlen gesehen, aber ich benötige weitere Daten. Wie viele Website-Besuche und Verkäufe sind auf Herrenprodukte im Vergleich zu Damenprodukten zurückzuführen?"

Sie antworten fröhlich: "Sicher, ich sende sie Ihnen nächste Woche." Ihr CEO erklärt beinahe entschuldigend, dass er die Informationen morgen benötigt. "Selbstverständlich", antworten Sie und legen auf, ohne zu wissen, wie Sie das schaffen sollen. p> Nach reiflicher Überlegung stellen Sie fest, dass dies im Grunde gar nicht so schwierig ist. Sie müssen lediglich

  1. herausfinden, ob eine eindeutige URL-Kennung vorhanden ist, die zwischen Herren- und Damenprodukten unterscheidet
  2. zwei erweiterte Segmente auf Grundlage der eindeutigen URL-Kennung erstellen: eins für Herrenprodukte und eins für Damenprodukte
  3. diese Segmente auf die Bericht anwenden, um Kennzahlen/Trends für die Produktkategorien zu vergleichen

Das ist es - und es ist so einfach!

Schritt 1 - Überprüfen Sie die Struktur der Website-URL

Für diese Website weisen die Abschnitte und Seiten für Herrenprodukte die Kennung "bysex=1" in der URL auf, die Abschnitte und Seiten für Damenprodukte die Kennung "bysex=2". Sie können noch beim Webmaster und/oder Webentwickler nach sämtlichen Kennungen für Kategorien fragen. Für diese Website sind zwei zusätzliche Kennung vorhanden: "CatID=1" und "men" sowie "CatID=2" und "women". Notieren Sie sämtliche Informationen und machen Sie sich bereit, erweiterte Segmente zu erstellen.

Schritt 2 - Erstellen von erweiterten Segmenten in Google Analytics

Im Bild oben sehen Sie, welche Informationen Sie zu Erstellen der erweiterten Segmente benötigen. Sie wählen das Attribut "Seite" aus, legen die Bedingung "Enthält" fest und geben Sie für den Wert die Bezeichnung ein, die Sie vorher notiert haben. Da wir zwei weitere Kennungen hatten, können Sie auch andere Seiten mit diesen beiden Kennungen einbeziehen, nämlich "CatID=1" und "men". Sie speichern dieses Segment, geben ihm einen sinnvollen Namen, wie etwa MenCategory. Dann erstellen Sie ein weiteres Segment für die Kategorie der Damenprodukte und verwenden deren Kennungen "bysex=2", "CatID=2" und "women" und führen dieselben Schritte wie für das erweiterte Segment für die Herrenprodukte aus.

Schritt 3 - Anwenden von erweiterten Segmenten und Analysieren in GA

Nach dem Erstellen und Speichern des erweiterten Segments wenden Sie dieses neue Segment auf Ihre Berichte an, indem Sie auf den Link "Auf den Bericht anwenden" klicken, und können sofort loslegen!

Tipps: Wenden Sie die Segmente zusammen an, sodass Sie eine Vergleichsmöglichkeit besitzen. Verwenden Sie das Dropdown-Menü "Erweiterte Segmente" oben rechts in Ihren Berichten, um Segmente anzuwenden. In diesem Fall vergleichen wir das Segment "Alle Besuche", das stets standardmäßig ausgewählt ist, mit den Segmenten "WomenCategory" und "MenCategory". Die Ergebnisse geben zwar keinen Aufschluss darüber, ob es sich bei einem Besucher um eine männliche oder weibliche Person handelt, die erweiterte Segmentierung bietet allerdings Erkenntnisse darüber, welche Kleidungskategorie derzeit mehr Besuche erzielt. Sie können jetzt eine ausführliche Analyse starten und dem CEO wertvolle Einblicke geben.

Ein paar schnelle Hinweise zu Ihren Segmenten: Die Besuche lassen sich nicht aufaddieren, da das Segment "Alle Besuche" auch Besuche in anderen Kategorien und Absprünge von der Startseite enthält. Dementsprechend lassen sich auch die Seitenaufrufe nicht aufaddieren, da im Rahmen eines Besuchs die Herren- und Damenkategorie oder eben auch keine der Kategorien aufgerufen werden kann. Sie sehen, dass die spezifischen Kategorien anscheinend größeres Interesse beim Besucher wecken. Eine viel höhere Anzahl der Seiten pro Besuch, eine viel niedrigere Absprungrate und eine höhere durchschnittliche Dauer des Besuchs auf der Website. Sie können darauf reagieren, indem Sie Traffic (bezahlt, Banner, E-Mail) auf eine spezifische Kategorie statt auf die Startseite lenken. Ein derartiges Traffic-Volumen macht die Website zu einem hervorragenden Kandidaten für das Google Website-Optimierungstool! Herzlichen Glückwunsch! Sie konnten sich also wieder einmal bei Ihrem CEO auszeichnen (und haben dennoch einen freien Samstag :))