Ausrichtung auf Zielgruppen

Mit der Ausrichtung von Anzeigengruppen auf Zielgruppen können Sie Nutzer erreichen, die sich für Produkte und Dienstleistungen wie Ihre interessieren. Außerdem können Sie damit die Leistung Ihrer Kampagne steigern, indem Sie Personen ansprechen, die Websites besuchen, Apps nutzen oder sich Videos ansehen. In der Richtlinie zu personalisierter Werbung (bisher als "interessenbezogene Werbung" bezeichnet) erfahren Sie, wie Sie Anzeigen für Nutzer und Werbetreibende verbessern können.

So funktioniert die Ausrichtung auf Zielgruppen

Wenn Sie einer Kampagne oder Anzeigengruppe Zielgruppen hinzufügen, können Sie Nutzer auf der Grundlage ihrer Interessen erreichen, wenn sie Websites, Apps, Kanäle, Videos und Inhalte im Google Displaynetzwerk oder auf YouTube aufrufen. Ihnen stehen viele verschiedene Kategorien zur Auswahl, z. B. Nutzer, die sich für Sport oder Reisen interessieren, Personen, die ein Auto kaufen möchten, oder frühere Besucher Ihrer Website.

Was sind ihre Interessen?

Zielgruppe mit gemeinsamen Interessen

Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen eignen sich speziell für Unternehmen, die derzeit TV-Anzeigen schalten und Onlinewerbung einsetzen, um die Reichweite der TV-Kampagne kostengünstig zu erhöhen.

Wenn Sie die passenden Zielgruppen auswählen, können Sie viele potenzielle Kunden auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen.

Benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamen Interessen

Benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen lassen sich im Gegensatz zu breit gefassten Zielgruppen wie beispielsweise bei der Fernsehwerbung besser auf Ihre Marken abstimmen. Sie ergeben sich aus einer Kombination folgender Elemente:

  • Interessen, die als Keyword-Wortgruppe eingegeben werden.
  • URLs, mit denen sich auf der Grundlage des Inhalts der Website Interessenkategorien erstellen lassen.
  • Orte, die für die Zielgruppen interessant sind.
  • Apps, die den idealen Kunden interessieren könnten. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Ihre Anzeigen in den von Ihnen angegebenen Apps eingeblendet werden. Sie werden eher Nutzern präsentiert, die auf ihren Mobilgeräten ähnliche Apps installiert haben. Wenn Sie beispielsweise "Google Fit" eingeben, wird in AdWords nach Nutzern mit fitnessbezogenen Apps gesucht.

So möchte beispielsweise ein Unternehmen für Laufschuhe anstelle von Sportliebhabern wahrscheinlich eher begeisterte Marathonläufer erreichen. Mithilfe von benutzerdefinierten Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen kann das Unternehmen die gewünschten Zielgruppen weiter einschränken, indem es

  • Interessen wie "5.000-Meter-Lauf in San Francisco", "Triathlet" oder "Langstreckenläufer" eingibt,
  • URLs von Websites verwendet, auf denen es um Laufen, Trainingspläne, Marathonernährung und andere marathonbezogene Themen geht,
  • Orte wie Fitnessstudios, Sportgeschäfte und Biosupermärkte eingibt, die für einen begeisterten Marathonläufer interessant sein könnten, oder
  • Apps in der Kategorie "Gesundheit und Fitness" (z. B. Google Fit) einbezieht, für die sich ein begeisterter Marathonläufer möglicherweise interessiert. 

Hinweis: Orte werden derzeit nur für Videokampagnen auf YouTube unterstützt.

Aktives Suchverhalten bzw. Absichten der Zielgruppe

Kaufbereite Zielgruppen

Wenn Sie eine dieser Zielgruppen auswählen, erreichen Sie Nutzer, die sich über bestimmte Produkte informieren und den Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung, wie Sie sie anbieten, ernsthaft in Erwägung ziehen.

Diese Zielgruppen sind für Werbetreibende interessant, die sich auf Conversions von wahrscheinlichen Käufern konzentrieren. Mit kaufbereiten Zielgruppen können Sie die Remarketing-Leistung steigern und Nutzer erreichen, die kurz vor dem Kaufabschluss stehen.

Lebensereignisse

Sie können Nutzer auf YouTube und in Gmail in wichtigen Momenten ihres Lebens ansprechen, beispielsweise, wenn sie ihren Hochschulabschluss machen, umziehen oder heiraten. Wenn Sie wissen, wann diese Ereignisse stattfinden, lässt sich Werbung optimal auf die gewünschten Nutzer ausrichten. Ob es um die Hochzeitsplanung oder die Hochzeitsreise geht: Werbetreibende aus den unterschiedlichsten Branchen – vom Floristen bis zur Versicherungsgesellschaft – können Hochzeitspaare aktiv und gezielt ansprechen.

Bei den folgenden Lebensereignissen erreichen Sie potenzielle Kunden leichter, weil sich dann deren Kaufverhalten und Markenpräferenzen ändern:

  • Kurz vor dem Hochschulabschluss
  • Kurz nach dem Hochschulabschluss
  • Kurz vor dem Umzug
  • Kurz nach dem Umzug
  • Kurz vor der Hochzeit
  • Kurz nach der Hochzeit

Lebensereignisse kommen nicht häufig vor und Sie sprechen daher möglicherweise eine kleinere Gruppe von Nutzern an als bei Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen. Da in diesen entscheidenden Momenten jedoch meist viele verschiedene Kaufentscheidungen getroffen werden, erreichen Sie oft mehr potenzielle Kunden als mit der Ausrichtung auf kaufbereite Zielgruppen, bei der es nur um eine einzelne Kaufentscheidung geht. Beispiel: Wenn jemand umzieht, wird er sehr wahrscheinlich neue Möbel und andere mit dem Umzug zusammenhängende Artikel kaufen, ein Umzugsunternehmen beauftragen oder ein Darlehen in Anspruch nehmen. 

Benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamer Absicht

Durch benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamer Absicht definieren und erreichen Sie die idealen Zielgruppen für Ihr Unternehmen. Dieser Zielgruppentyp wurde für das Performance-Marketing konzipiert. Sie haben damit die Möglichkeit, eigene Zielgruppenkategorien zu bestimmen und Nutzer bei der Kaufentscheidung zu erreichen.

Bei Displaynetzwerk-Kampagnen können Sie eine benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamer Absicht erstellen und relevante Keywords einbeziehen. Geben Sie dazu einfach Keywords und URLs ein, die sich auf Produkte und Dienstleistungen beziehen, nach denen Ihre ideale Zielgruppe auf Websites und in Apps sucht.

Relevante Keywords für kaufbereite Zielgruppen (Displaynetzwerk-Kampagnen)

Geben Sie Keywords, URLs, Apps oder YouTube-Inhalte ein, um eine Zielgruppe zu erreichen, die online aktiv nach ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen sucht. 

  • Wir empfehlen Ihnen, eine Kombination von Keywords und URLs zu verwenden (idealerweise insgesamt 15), damit die Zielgruppe in AdWords einfacher definiert werden kann.
  • Vermeiden Sie URLs, bei denen eine Anmeldung erforderlich ist, z. B. für soziale Medien oder E-Mail-Dienste.
  • Berücksichtigen Sie auch Keywords, die sich auf die Produkte und Dienstleistungen beziehen, nach denen diese Zielgruppe sucht. Diese werden dann beim Erstellen einer benutzerdefinierten Zielgruppe mit gemeinsamer Absicht priorisiert.

Richten Sie Conversion-Tracking ein, bevor Sie Ihre Kampagne starten.

Benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamer Absicht: automatisch erstellt (Displaynetzwerk-Kampagnen)

Damit Sie die gewünschten Nutzer leichter ermitteln können, werden Ihre existierenden Kampagnen mithilfe von maschinellem Lernen analysiert und benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamer Absicht automatisch erstellt. Die Zielgruppen basieren auf den häufigsten Keywords und URLs der Inhalte, die Nutzer aufrufen, wenn Sie auf der Suche nach bestimmten Produkten oder Dienstleistungen sind. 

Beispiel: Die Daten in den bestehenden Kampagnen zeigen, dass sich Nutzer, die die Website eines Sportartikelanbieters besucht haben, auch über wetterfeste Laufschuhe informiert haben. So kann automatisch eine neue benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamer Absicht für wasserdichte Trailrunning-Schuhe erstellt werden, um dieses Nischenpublikum besser zu erreichen.

Automatisch erstellte Zielgruppen sind derzeit nur in englischer Sprache verfügbar.

Zielgruppen-Keywords

Zielgruppen-Keywords werden jetzt bei benutzerdefinierten Zielgruppen mit gemeinsamer Absicht verwendet. Deshalb sehen Sie möglicherweise eine Fehlermeldung zur Deaktivierung der Anzeigenbereitstellung, wenn beide Ausrichtungsoptionen in derselben Anzeigengruppe verwendet werden. Dieses Problem kann nur in der neuen AdWords-Oberfläche behoben werden.

  1. Klicken Sie im Navigationsbereich links auf die Kampagne oder den Kampagnentyp.
  2. Klicken Sie im Seitenmenü auf "Keywords". 
  3. Entfernen Sie Zielgruppen-Keywords.
    1. Wenn Sie Nutzer erreichen möchten, die an diesen Keywords interessiert sind, erstellen Sie eine neue benutzerdefinierte Zielgruppe mit gemeinsamer Absicht, bei der diese Keywords verwendet werden, und fügen Sie sie einer Anzeigengruppe hinzu. 

Bisherige Interaktionen der Zielgruppe mit Ihrem Unternehmen

Remarketing

Sie können auch potenzielle Kunden ansprechen, die sich bereits mit den Produkten und Dienstleistungen Ihres Unternehmens beschäftigt haben. Beispiele dafür sind Nutzer, die Ihre Website schon einmal besucht haben, Ihre mobile App verwenden, sich Ihre Videos angesehen haben oder von denen Sie Kontaktdaten erhalten haben. Weitere Informationen zum Remarketing finden Sie in diesem Artikel. Es gibt folgende Arten von Remarketing-Listen: 

  • Besucher der Website: Mit diesen Listen wird das Nutzerverhalten auf der Website erfasst. Nutzer werden entsprechend den Kriterien hinzugefügt, die von Ihnen oder über AdWords (bei automatisch erstellten Listen) festgelegt wurden. Mögliche Kriterien sind Websitebesuche, verschiedene Conversion-Phasen sowie die Website oder App, von der aus der Nutzer auf Ihre Website weitergeleitet wurde bzw. die er im Anschluss besucht hat.
  • YouTube-Nutzer: Nutzer, die sich Ihre Videoanzeigen ansehen und/oder damit interagieren, werden den YouTube-Listen hinzugefügt. Wenn Sie diese Remarketing-Listen erstellen möchten, müssen Sie erst Ihren YouTube-Kanal mit Ihrem AdWords-Konto verknüpfen. Weitere Informationen zum Remarketing für YouTube-Nutzer
  • App-Nutzer: Die Listen dieses Typs enthalten Nutzer, die Ihre App auf ihrem Gerät installiert haben. Diesen Nutzern können Ihre Anzeigen präsentiert werden, während sie andere Apps im Google Displaynetzwerk verwenden. Weitere Informationen zum Remarketing für App-Nutzer
  • Kundenliste: Eine Liste, die auf Basis der AdWords-Funktion zum Kundenabgleich erstellt wird. Mit Kundenlisten haben Sie die Möglichkeit, Kontaktdaten (z. B. E-Mail-Adressen oder Postleitzahlen) hochzuladen, um für die entsprechenden Kunden Anzeigen zu schalten, während sie Google-Produkte wie die Google-Suche oder YouTube nutzen. Weitere Informationen zum Kundenabgleich
  • Benutzerdefinierte Kombination: Ein Listentyp, der erstellt wird, wenn Sie mindestens zwei Remarketing-Listen manuell kombinieren.

Ähnliche Zielgruppen

Wenn Sie Ihre Anzeigen auf ähnliche Zielgruppen ausrichten, werden sie Nutzern präsentiert, die ähnliche Merkmale haben wie die Nutzer auf Ihren bestehenden Remarketing-Listen.

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