Unterschiede zwischen AdWords- und Drittanbieterdaten

Werbetreibende beobachten gelegentlich zwei Unterschiede zwischen den Daten in ihren AdWords-Konten und den Daten in ihren Webserverprotokollen oder Tracking-Programmen von Drittanbietern. Der eine Unterschied besteht darin, dass die AdWords-Statistiken mehr Klicks dokumentieren als die Protokolle oder der Tracking-Softwarebericht. Der andere Unterschied besteht darin, dass in Ihrem AdWords-Konto weniger Klicks dokumentiert sind.

Die Diskrepanzen sind manchmal signifikant. Dies ist jedoch nicht unbedingt ein Anzeichen für ungültige Aktivitäten. Im Folgenden haben wir häufige Gründe für diese Diskrepanzen zusammengestellt und wir geben Tipps zum Tracking Ihrer Klicks.

Weshalb in Ihrem AdWords-Konto unter Umständen mehr Klicks dokumentiert werden

Die meisten Diskrepanzen zwischen Ihren AdWords-Statistiken und Ihren Webprotokollen bzw. der Tracking-Software von Drittanbietern entstehen unseren Untersuchungen zufolge dadurch, dass bei Tracking-Verfahren von Drittanbietern nicht alle Klicks auf Ihre Anzeigen erkannt werden. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Wiederholte Klicks: Es kann vorkommen, dass Kunden in einem relativ kurzen Zeitraum mehrmals auf Ihre Anzeige klicken, beispielsweise für Preisvergleiche oder zu Recherchezwecken. Die Drittanbieter-Tracking-Software zählt diese wiederholten Besuche auf der Website möglicherweise nicht. In den AdWords-Kontostatistiken werden diese Klicks jedoch erfasst, sofern das Klickmuster nicht das Profil einer missbräuchlichen oder anderweitig ungültigen Aktivität hat.
  • Statistiken für das Google-Werbenetzwerk: Auf Google werden Anzeigen in einem ständig größer werdenden Werbenetzwerk von Such- und Inhaltswebsites sowie Produkten geschaltet. Häufig werden Klicks auf Websites des Google-Werbenetzwerks von der Web-Tracking-Software nicht als Klicks von Google identifiziert. Diese Klicks werden grundsätzlich nur mit dem Namen der Drittanbieterwebsite gekennzeichnet. Wenn Ihre Anzeigen derzeit auf Websites im Google-Werbenetzwerk wie About.com, AOL und Netscape geschaltet werden oder dies in der Vergangenheit der Fall war, sollten Sie anhand der Referrer-Header und Tracking-URLs überprüfen, woher die Zugriffe auf Ihre Website stammen.
  • Einschränkungen des Browsers: Drittanbieter-Tracking-Software unterliegt beim Erfassen von Website-Besuchen durch Referrer-Header gewissen Einschränkungen. Die meisten aktuellen Internetbrowser übergeben automatisch einen Referrer-Header, wenn ein Kunde auf Ihre Anzeige klickt und auf Ihre Website weitergeleitet wird. Einige Kunden deaktivieren diese Funktion jedoch in ihrem Browser. Außerdem werden Referrer-Header von manchen Proxys und Unternehmens-Firewalls entfernt.
  • JavaScript nicht aktiviert: Wenn Ihre Drittanbieter-Tracking-Software Referrer-Header mithilfe von Cookies erfasst, werden Klicks auf Anzeigen in einem Browser ohne aktiviertes JavaScript nicht protokolliert. In Ihrem AdWords-Konto werden dagegen alle Klicks aufgezeichnet – unabhängig davon, ob JavaScript im Browser aktiviert ist oder nicht.
  • Weiterleitungen: Ihre finale URL kann Weiterleitungen enthalten, sofern Sie dieselbe URL wie in Ihrer angezeigten URL verwenden. Sie können das Drittanbieter-Tracking in den URL-Optionen verwalten.

Weshalb in Ihrem AdWords-Konto unter Umständen weniger Klicks dokumentiert werden

Es kann vorkommen, dass in Ihrem AdWords-Konto weniger Klicks dokumentiert werden als in Ihren Webprotokollen. Diese Diskrepanz lässt sich folgendermaßen erklären:

  • Gefilterte Klicks: Das Google-Konzept zum Schutz vor ungültigen Klicks ist so aufgebaut, dass als ungültig erkannte Klicks automatisch herausgefiltert werden. Diese Klicks werden Ihnen nicht in Rechnung gestellt. Sie können Daten zu den ungültigen Klicks aufrufen, die automatisch aus Ihrem Konto oder bestimmten Kampagnen herausgefiltert wurden.
  • Wiederholte Besuche: Ein Kunde ruft nach dem Klick auf Ihre Anzeige möglicherweise einen anderen Link auf Ihrer Website auf und klickt anschließend auf die Schaltfläche "Zurück" des Browsers. Oder der Kunde speichert die Zielseite als Lesezeichen und kehrt später über dieses Lesezeichen direkt auf Ihre Website zurück. In beiden Fällen wird die Zielseite neu geladen, was von der Drittanbieter-Tracking-Software möglicherweise als zusätzliche Klicks gezählt wird.

Genaueres Tracking mit Google Analytics

Zur genauen Prüfung der Zugriffe auf Ihre Anzeigen sollten Sie Google Analytics verwenden, ein kostenloses und umfassendes Tracking-Tool. Beim Einrichten eines Google Analytics-Kontos wird automatisch die Funktion Automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert. Bei der automatischen Tag‐Kennzeichnung wird bei jedem Klick auf eine Anzeige eine eindeutige ID an die Ziel-URL bzw. die finale URL der Anzeige angehängt. So lassen sich tatsächliche Klicks auf Ihre Anzeige einfacher von irreführenden Verhaltensweisen wie dem erneuten Laden einer Seite unterscheiden. Google stellt jedes eindeutige Tag höchstens einmal in Rechnung, und zwar nur, wenn der Klick als gültig eingestuft wurde.

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