Bei Geräte-IDs von Drittanbietern werden möglicherweise App-/Website-übergreifende Daten verwendet, um Nutzern personalisierte Werbung anzuzeigen. Wenn keine Geräte-IDs von Drittanbietern verfügbar sind, können Sie selbst erhobene Daten erstellen und aktivieren, um die personalisierte Werbung in Ihren Apps zu verbessern.
Wenn Sie und Ihre App-Nutzer dies zulassen, können Sie mit den AdMob-Lösungen für selbst erhobene Daten Mehrwert schaffen:
- AdMob generiert in Ihrem Namen eigene Kennungen, um Nutzer in Ihren Apps zu identifizieren, wenn keine Geräte-IDs von Drittanbietern verfügbar sind.
- Mit den AdMob-Funktionen für selbst erhobene Daten können Sie das Inventar Ihrer Apps ergänzen und damit die Werbeanzeigen besser personalisieren.
Themen in diesem Artikel:
- Eigene IDs des Publishers
- Identitätseinstellungen
- Bericht zur Anzeigenaktivität – Tab „Identität“ (Beta)
- Verbindung zu App-Analysen (Beta auf iOS)
- Umfragen zu Nutzerinformationen (Beta auf iOS)
- Mit IDFV verknüpfte Nutzerdaten unter iOS 14 und höher löschen
Eigene IDs des Publishers
Die eigene Publisher-ID ist eine Kennung, die einem einzelnen Nutzer in Ihren Apps zugewiesen wird. Mit der eigenen Publisher-Kennung können Sie mithilfe von Daten aus Ihren Apps relevantere und personalisierte Anzeigen schalten. Es ist nicht möglich, die eigene Publisher-Kennung zu verwenden, um Nutzeraktivitäten in Ihren Apps mit Drittanbieter-Apps zu verknüpfen.
Ihre Nutzer können die personalisierte Werbung basierend auf der eigenen Publisher-Kennung über die Anzeigeneinstellungen deaktivieren. Bei der personalisierten Werbung über die eigene Publisher-Kennung werden bestehende Datenschutzeinstellungen berücksichtigt. Dazu gehören Strings für das IAB Transparency & Consent Framework, nicht personalisierte Anzeigen, die eingeschränkte Datenverarbeitung, das Tag zur Klassifizierung als Inhalte für Kinder und das Tag für minderjährige Nutzer.
Andere eigene Kennungen, einschließlich des IDFV (Identifier for Vendor) unter iOS, können optional auch für die RTB-Nachfrage (Authorized Buyers, Open Bidding und SDK-Gebote) freigegeben werden. Derzeit sind eigene Publisher-Kennungen für die RTB-Nachfrage nur außerhalb des EWR, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs verfügbar.
So steuern Sie die Weitergabe und Verwendung eigener Publisher-Kennungen:
- Rufen Sie Bidding-Quellen auf, um festzulegen, welche Ihrer Nachfragepartner eigene IDs erhalten.
- Rufen Sie Publisher-Daten auf, um die Personalisierung, Verwendung und Weitergabe eigener IDs zu deaktivieren.
- Deaktivieren Sie die eigene Publisher-Kennung in Ihrem GMA SDK.
Identitätseinstellungen
Die eigene Publisher-Kennung ist standardmäßig in Ihren Apps aktiviert, wenn keine Geräte-IDs von Drittanbietern vorhanden sind. Sie können sie jederzeit in Ihrem SDK (iOS | Android) oder in Ihrem AdMob-Konto deaktivieren.
Diese Einstellung muss für Apps in Ihrem Konto aktiviert sein, damit die mit der eigenen Publisher-ID verknüpften Daten und die AdMob-Funktionen für selbst erhobene Daten, z. B. die Verbindung zu App-Analysen und Umfragen zu Nutzerinformationen, verwendet werden können.
Bericht zur Anzeigenaktivität –Tab „Identität“ (Beta)
Wenn Sie die Leistung verschiedener IDs in Ihrem Inventar prüfen möchten, können Sie die Dimension „ID-Typ“ auf dem Tab „Identität“ im Bericht zur Anzeigenaktivität verwenden. Rufen Sie den Bericht zur Anzeigenaktivität in Ihrem AdMob-Konto auf der Seite Berichte auf.
Zu den Optionen für diese Dimension gehören:
- Drittanbieter-ID: Anzeigen, die mit Geräte-IDs von Drittanbietern personalisiert wurden, z. B. IDFA oder Anzeigen-ID.
- Eigene Kennung: Anzeigen, die mit der eigenen Publisher-Kennung personalisiert wurden.
- Keine Personalisierung: Eine ID war vorhanden, aber die personalisierte Werbung war nicht zulässig, weil der Nutzer die Personalisierung über das Gerät, rechtliche Bestimmungen, vom Publisher angebotene Einstellungen oder aus einem anderen Grund deaktiviert hat.
- Keine ID: Die Anzeigenanfrage enthielt keine ID.
Verbindung zu App-Analysen (Beta auf iOS)
Erweitern Sie Publisher-Profile mit eigenen Kennungen, indem Sie Analysedaten aus Ihren Apps an AdMob senden, um die Anzeigenpersonalisierung zu verbessern.
Damit Sie die Verbindung zu App-Analysen verwenden können, müssen Ihre Apps in Google Analytics for Firebase eingebunden und in AdMob verknüpft sein. Weitere Informationen zum Verknüpfen Ihrer Apps mit Firebase Wenn eine Verknüpfung besteht, ist die Verbindung zu App-Analysen standardmäßig aktiviert. Sie können die Verbindung zu App-Analysen über das Steuerelement auf dem Tab „Publisher-Daten“ aktivieren oder deaktivieren.
Umfragen zu Nutzerinformationen (Beta auf iOS)
Erweitern Sie Publisher-Profile mit eigenen Kennungen mit Nutzerinformationen, die in Ihren Apps erstellt wurden, um die Anzeigenpersonalisierung zu verbessern.
Umfragen zu Nutzerinformationen werden automatisch in Standardanzeigenblöcken für Anzeigen mit Prämie oder Interstitials präsentiert. So können Sie Daten selbst von Ihren Nutzern erheben, ohne dass diese Ihre App verlassen müssen. In Umfragen zu Nutzerinformationen werden Nutzer unter anderem zu ihren Interessen oder Kaufabsichten befragt, damit Werbetreibende relevante Anzeigen schalten können.
Weitere Informationen zum Targeting auf Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen und auf kaufbereite Zielgruppen
Sie können Umfragen zu Nutzerinformationen über das Steuerelement auf dem Tab „Publisher-Daten“ aktivieren.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, präsentiert AdMob anstelle von umsatzgenerierenden Anzeigen in Ihrem Inventar Umfragen zu Nutzerinformationen. Zur Steigerung des Umsatzpotenzials optimiert AdMob die Bereitstellung von Umfragen zu Nutzerinformationen entsprechend anderen Geboten in der offenen Auktion.
In der Zusammenfassung der Umfrageberichte finden Sie in der Nähe des Steuerelements drei Messwerte, mit denen Sie nachvollziehen können, wie sich Umfragen zu Nutzerinformationen auf Ihre Monetarisierungsstrategie auswirken:
- Umfragenimpressionen insgesamt: Die Anzahl der Umfragen, die für den Nutzer eingeblendet wurden.
- Antwortrate: Der Prozentsatz der Umfragen, bei denen eine Antwort eingegangen ist.
- Kosten der verpassten Umsatzchance: Der geschätzte Umsatz, den Sie mit Anzeigenanfragen in einer Auktion erzielt hätten, anstatt eine Umfrage zu Nutzerinformationen zu präsentieren.
Mit IDFV verknüpfte Nutzerdaten unter iOS 14 und höher löschen
AdMob-Publisher können das Löschen von mit IDFV (Identifier for Vendor) verknüpften Nutzerdaten beantragen. Mit der Data Deletion API können Sie eine Anfrage für einzelne Kennungen senden. Die API zum Löschen von Daten entspricht dem IAB-Framework für Datenlöschanfragen.
Vor dem Einreichen eines Datenlöschantrags müssen Sie sich zuerst an uns wenden, ums ins IAB-Framework-Register aufgenommen zu werden. Sie müssen eine Domain einreichen, auf der Ihre Datei dsrdelete.json gehostet wird.
Sobald Ihre Domain bei Google registriert ist, sollten Sie die Datei dsrdelete.json erstellen und im Stammverzeichnis Ihrer Domain hosten. Weitere Informationen zur Datei dsrdelete.json sowie zu den erforderlichen und optionalen Feldern finden Sie in der IAB-Dokumentation.
Anfrage zum Löschen von IDFV-Daten senden
Um das Löschen von IDFV-Daten anzufordern, müssen Sie die Anfrage über die folgende URL initiieren:
Erforderliche Attribute
In der folgenden Tabelle finden Sie die erforderlichen Attribute für einen Löschantrag von IDFV-Daten. Ausführliche Informationen zu Parametern, Beispielcode sowie anderen Anforderungen finden Sie im IAB Data Deletion Request Framework.
| Attribut | Beschreibung | Beispielwert |
|---|---|---|
| sub.identifierType | Art der Kennung | idfv |
| sub.identifierValue | Die Kennung, für die das Löschen beantragt wird | 82e812aa-1972-49ad-aad8-6092387e1275 |
| sub.identifierFormat | Format des Kennungswerts | Nur Text |