Richtlinien für Google Ad Manager-Partner

(Ehemals Richtlinien für das Google DoubleClick Ad Exchange [AdX]-Verkäuferprogramm)

Ihre Nutzung von Google Ad Manager unterliegt den Bedingungen Ihres Google Ad Manager-Vertrags. In Ihrem Vertrag werden möglicherweise die Dienste DFP und AdX genannt, die wir unter dem neuen Produkt Google Ad Manager zusammengefasst haben.

In diesen Partnerrichtlinien sind mit dem Begriff "Website" auch mobile Apps, eingebettete Videoplayer, Spiele und andere Properties gemeint, für die der Partner Google Ad Manager nutzt. "Einschließlich" bedeutet "einschließlich, aber nicht beschränkt auf".

Partner, die Google Ad Manager verwenden, müssen die folgenden Richtlinien einhalten und dafür sorgen, dass Dritte, denen sie über ihr Konto Zugriff auf Google Ad Manager gewähren, die folgenden Richtlinien ebenfalls einhalten:

1. Grundsätzlich geltende Richtlinien

1.1 Programmrichtlinien für Plattformprodukte sowie Maximalwerte und Grenzwerte des Systems

Partner müssen sich an die Programmrichtlinien für Plattformprodukte halten, wenn sie eine Funktion von Google Ad Manager nutzen. Hierzu zählen auch herkömmliche Reservierungen. Etwaige Neuformulierungen der Programmrichtlinien für Plattformprodukte in diesen Partnerrichtlinien dienen ausschließlich der Verdeutlichung. Die Gültigkeit der Programmrichtlinien für Plattformprodukte für Partner wird dadurch nicht beschränkt.

Partner müssen sich gegebenenfalls außerdem an die Maximalwerte und Grenzwerte des Systems von Google Ad Manager halten.

1.2 Privacy Shield – Gewährleistungen gemäß dem Grundsatz der Verantwortlichkeit für die Weitergabe

Wenn der Partner personenbezogene Daten verarbeitet, die aus dem EWR oder der Schweiz stammen, und sie Google in Verbindung mit der Nutzung von Google Ad Manager zur Verfügung stellt, gilt Folgendes:

  • Laut Grundsatz der Verantwortlichkeit für die Weitergabe des Privacy Shield-Abkommens dürfen Partner diese personenbezogenen Daten nur in Übereinstimmung mit der Einwilligung der jeweils betroffenen Person verwenden.
  • Das Datenschutzniveau des Partners für derartige personenbezogene Daten muss mindestens den Anforderungen entsprechen, die im Privacy Shield-Abkommen aufgeführt sind.
  • Sollte der Partner feststellen, dass er die Einhaltung der oben genannten Anforderungen nicht gewährleisten kann, muss er Google schriftlich darüber informieren und entweder die Verarbeitung personenbezogener Daten einstellen oder angemessene und geeignete Maßnahmen ergreifen, damit die Bedingungen erfüllt werden.

Die Bezeichnung "Privacy Shield" umfasst den rechtlichen Rahmen des EU-US-Datenschutzschilds sowie des Schweiz-US-Datenschutzschilds. Die Begriffe "betroffene Person", "personenbezogene Daten" und "Verarbeitung" werden gemäß den Definitionen der DSGVO (Verordnung [EU] 2016/679) verwendet. Der Mutterkonzern der Google-Gruppe, Google LLC, ist gemäß Privacy Shield zertifiziert. Dies schließt sowohl den Konzern selbst als auch seine hundertprozentigen Tochtergesellschaften in den USA ein.

1.3 Technischer Support

Bevor eine Supportanfrage an Google gesendet wird, muss der Partner selbst angemessene Anstrengungen zur Behebung des Fehlers, der Fehlfunktion oder der fehlerhaften Netzwerkverbindung unternehmen (ohne eine Eskalation an Google). Im Anschluss kann über die Google Ad Manager-Hilfe oder die anderweitig von Google ausgewiesenen Anlaufstellen eine schriftliche Anfrage für technischen Support eingereicht werden. Der Partner stellt seinen Nutzern auf eigene Kosten Support bereit. Gelegentlich darf Google Partner kontaktieren, die Monetarisierungsprodukte von Google verwenden (wie unten definiert), um die Leistung ihrer Anzeigenblöcke mit diesen Produkten zu optimieren.

1.4 Betafunktionen

Google Ad Manager enthält unter Umständen Betafunktionen, die der Partner nach eigenem Ermessen aktivieren kann. Bei diesen Funktionen können unerwartete Probleme auftreten und sie werden, soweit gesetzlich zulässig, wie besehen bereitgestellt. Die Nutzung von Betafunktionen erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko des Partners und kann zusätzlichen, von Google festgelegten Anforderungen unterliegen. Google ist nicht verpflichtet, Support für Betafunktionen anzubieten. Google kann die Bereitstellung von Betafunktionen jederzeit einstellen.

2. Zusätzliche Richtlinien für die Monetarisierungsprodukte von Google (Preferred Deals, programmatisch garantierte Kampagnen sowie private und offene Auktionen)

Zusätzlich zu den in Abschnitt 1 beschriebenen Richtlinien müssen sich Partner, die bei den Monetarisierungsprodukten von Google an einer Transaktion teilnehmen, an die Richtlinien halten, die hier in Abschnitt 2 dargelegt sind. Als "Monetarisierungsprodukte von Google" zählen Preferred Deals, programmatisch garantierte Kampagnen sowie private und offene Auktionen.

Partner dürfen die Monetarisierungsprodukte von Google nicht nutzen, wenn ihnen zuvor die Verwendung eines anderen Syndikationsprodukts von Google aufgrund von Verstößen gegen geltende Bedingungen und/oder Richtlinien vorübergehend oder dauerhaft untersagt wurde.

2.1 Keine falsche Darstellung

Partner dürfen Käufern keine Fehlinformationen zum Content ihrer Websites zur Verfügung stellen, durch die Käufer fälschlicherweise veranlasst werden, Anzeigen auf diese Websites auszurichten. Informationen zu Best Practices finden Sie in den Qualitätsrichtlinien für Webmaster.

2.2 Richtlinien für die skalierte Partnerverwaltung

Registrierung untergeordneter Partner: Wenn der Partner ("übergeordneter Partner") über Monetarisierungsprodukte von Google Werbeinventar auf einer Website verkauft, deren Stammdomain ("untergeordnetes Inventar") er nicht besitzt, muss er das untergeordnete Inventar sowie den Eigentümer der Stammdomain des untergeordneten Inventars ("untergeordneter Partner") über die skalierte Partnerverwaltung korrekt registrieren und die Richtlinien der skalierten Partnerverwaltung einhalten. Wenn der übergeordnete Partner das untergeordnete Inventar sowie den untergeordneten Partner nicht über die genannte Funktion registriert, darf er das untergeordnete Inventar nicht über die Monetarisierungsprodukte von Google monetarisieren.

Zwischen dem übergeordneten Partner und jedem der untergeordneten Partner muss ein direktes Vertragsverhältnis bestehen, das dem übergeordneten Partner alle erforderlichen Rechte gewährt, um das untergeordnete Inventar über die Monetarisierungsprodukte von Google zur Verfügung zu stellen und zu verwalten.

Der übergeordnete Partner muss dafür sorgen, dass die jeweiligen untergeordneten Partner Eigentümer der Stammdomain des gesamten untergeordneten Inventars sind, das er über die Funktion zur skalierten Partnerverwaltung registriert hat, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Genehmigung durch Google vor. Das untergeordnete Inventar darf nicht zuvor von Google abgelehnt worden sein. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden Werbenetzwerke und Medienvertriebe, sofern nicht ausdrücklich durch Google gestattet, nicht als untergeordnete Partner registriert, außer im Hinblick auf untergeordnetes Inventar, dessen Stammdomain sie besitzen.

Google oder ein Vertreter darf einen untergeordneten Partner kontaktieren, um dessen Beziehung zum übergeordneten Partner zu überprüfen.

Das untergeordnete Inventar unterliegt denselben Richtlinien und Regeln wie das übrige Inventar in den Monetarisierungsprodukten von Google, einschließlich Auktionsregeln. Aus Gründen der Übersichtlichkeit bleibt der übergeordnete Partner für alle Richtlinienverstöße im Hinblick auf sein untergeordnetes Inventar verantwortlich, unabhängig davon, ob der übergeordnete Partner, der untergeordnete Partner oder eine andere Partei den Verstoß zu verantworten hat. Google behält sich außerdem das Recht vor, infolge solcher Verstöße Maßnahmen gegen den übergeordneten Partner einzuleiten und ihn etwa von der Nutzung der skalierten Partnerverwaltung auszuschließen. Falls der übergeordnete Partner von der Nutzung dieser Funktion ausgeschlossen wird, darf er über die Monetarisierungsprodukte von Google kein untergeordnetes Inventar mehr monetarisieren. Untergeordnete Partner haben keinen Anspruch auf technischen Support durch Google. Dies gilt auch für das untergeordnete Inventar.

Übergeordnete Partner dürfen die Monetarisierungsprodukte von Google nicht nutzen, um untergeordnetes Inventar zu verkaufen, für das sie direkt oder indirekt Umsatzbeteiligungen an eine Rechtspersönlichkeit zahlen oder von dieser erhalten, wenn diese Rechtspersönlichkeit andernfalls verhindern würde, dass das Inventar monetarisiert wird.

Falls untergeordnete Partner die ads.txt-Datei auf Domains verwenden, auf denen Inventar für die Monetarisierungsprodukte von Google angeboten wird, müssen ihre übergeordneten Partner dafür sorgen, dass sie als autorisierte Verkäufer des untergeordneten Inventars angegeben sind. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Hilfeseite. Falls Google dies fordert, müssen die übergeordneten Partner dafür sorgen, dass die untergeordneten Partner den untergeordneten Domains unverzüglich die ads.txt-Datei hinzufügen, in der die übergeordneten Partner als autorisierte Verkäufer des untergeordneten Inventars angegeben sind.

Videoinventar: Videoinventar (z. B. In-Stream-Anzeigenaufrufe über linearen Videocontent oder Onlinespiele), das von einem untergeordneten Partner über die Monetarisierungsprodukte von Google bereitgestellt wird, ist nur zulässig, wenn der übergeordnete Partner a) Eigentümer des Videoplayers oder b) Eigentümer des Videocontents ist oder c) exklusive Verkaufsrechte für den Videocontent besitzt. Darüber hinaus muss der übergeordnete Partner dafür sorgen, dass sämtliches Videoinventar in Einklang mit diesen Richtlinien zur skalierten Partnerverwaltung steht. Der übergeordnete Partner muss außerdem gewährleisten, dass alle Websites mit eingebetteten Videoplayern, die Videoinventar enthalten ("Eingebettete Websites"), diesen Partnerrichtlinien entsprechen.

2.3 Anforderungen für Anzeigenaufrufe

Domaininformationen zu Werbeinventar: Der Partner muss in seinen Aufrufen für die Monetarisierungsprodukte von Google korrekte Domaininformationen zur Verfügung stellen. Anzeigenanfragen mit fehlerhaften Domaininformationen werden möglicherweise nicht verarbeitet und daher kann eine leere Anzeige ausgeliefert werden. Der Partner darf nur Aufrufe für die Monetarisierungsprodukte von Google über Domains abgeben, die er auf der Oberfläche von Google Ad Manager oder im Rahmen seines Google Ad Manager-Vertrags bei Google registriert hat.

Einschränkungen im Hinblick auf die Übergabe und Weiterleitung von Inventar: Sobald der Partner bei einer bestimmten Impression einen Anzeigenaufruf für die Monetarisierungsprodukte von Google gesendet hat, darf er diese Impression nicht mehr an ein anderes System – auch nicht sein eigenes – übergeben, durch das Anzeigenaufrufe dynamisch oder programmgesteuert auf der Grundlage von tatsächlichen oder geschätzten Echtzeit-Preisinformationen zugewiesen werden.

Zwischenspeicherung von Anzeigen: Anzeigen, die in mobilen Anwendungen ("In-App-Anzeigen") oder auf Websites für mobile Browser ausgeliefert werden, müssen dynamisch angefragt und – bei Websites, die für Mobilgeräte erstellt wurden – aktualisiert werden, sobald die Seite neu geladen wird.

2.4 Anforderungen an den Anzeigencode

Anzeigencode muss den folgenden Anforderungen und anderen Anweisungen von Google entsprechend implementiert werden:

Anzeigen-Placement: Der Anzeigencode darf nicht so implementiert werden, dass Anzeigen a) auf Websites platziert werden, deren Content oder URL die Nutzer in die Irre führt, sodass diese Websites aufgrund unzulässiger Verwendung von Logos, Marken oder anderen Markenkennzeichen mit Google in Verbindung gebracht werden, oder b) auf, in oder neben anderen Google-Produkten oder -Diensten in einer Form platziert werden, die gegen die Richtlinien des jeweiligen Produkts oder Diensts verstößt.

Außerdem ist es Partnern untersagt, Anzeigen über die Monetarisierungsprodukte von Google auf Seiten auszuliefern, die in Pop-ups oder Pop-unders geladen werden.

In-App-Anzeigen: Partner müssen In-App-Anzeigen entsprechend der aktuellen Version des Google Mobile Ads SDKs ("Google SDK") implementieren oder eine andere von Google genehmigte Implementierungsmethode verwenden.

Die Vorgängerversionen des GMA SDKs 7.0.0 für Android und iOS werden von Google nicht mehr unterstützt. Partner dürfen weder GMA SDK-Quellcode noch unkompilierten GMA SDK-Code an Dritte weitergeben.

Änderungen am Code: Der Anzeigencode darf nicht geändert werden. Ebenso wenig dürfen die standardmäßige Funktionsweise, das Targeting und die Auslieferung von Anzeigen ohne ausdrückliche Genehmigung von Google verändert werden. Partner dürfen beispielsweise keine Informationen ändern oder anpassen, die a) von einem Client an ein Google Ad Manager-Tag oder an einen Anzeigencode oder b) von einem Google Ad Manager-Tag oder Anzeigencode an einen Client gesendet werden.

Technische Anforderungen: Partner dürfen weder direkt noch durch einen Dritten a) Klick-Tracking für Anzeigen implementieren oder b) Daten dauerhaft oder im Cache speichern, die mit Anzeigen zusammenhängen, die über die Monetarisierungsprodukte von Google ausgeliefert wurden.

Beispielcode: Bei jedem von Google bereitgestellten Beispielcode handelt es sich um eine experimentelle, nicht unterstützte Betafunktion. Er dient lediglich zum besseren Verständnis und zur Veranschaulichung einer möglichen Lösung.

2.5 Websitecontent

Websites, auf denen Anzeigen mit Monetarisierungsprodukten von Google ausgeliefert werden, dürfen keinen Content enthalten, der a) nach den Programmrichtlinien für Plattformprodukte verboten ist oder b) Folgendes umfasst:

  • Content, in dem gedroht wird, sich selbst oder anderen Schaden zuzufügen, oder in dem dies befürwortet wird.
  • Content, mit dem Einzelpersonen oder Gruppen von Einzelpersonen belästigt, eingeschüchtert oder gemobbt werden.
  • Content, der zu Hass gegen Einzelpersonen oder Gruppen anstiftet, begründet durch deren ethnische Herkunft, Religion, Behinderung, Alter, Nationalität, Zugehörigkeit zu Streitkräften, sexuelle Orientierung, Geschlecht, geschlechtliche Identität oder durch eine ähnliche Eigenschaft, die mit systematischer Diskriminierung oder Ausgrenzung verbunden ist.
  • Content, in dem Informationen zum Verkäufer, zum Inventar des Verkäufers oder zum Hauptzweck der Website falsch dargestellt, falsch angegeben oder verheimlicht werden. Hierzu zählt auch, wenn Sie Content mit Bezug zu politischen und sozialen Themen oder Belangen von öffentlichem Interesse an Nutzer in einem anderen Land richten und dabei das Land, aus dem Sie stammen, oder andere wichtige Details zu Ihrer Person falsch angeben oder verbergen.
  • Hacking- und crackingbezogener Content.
  • Softwareprogramme oder anderer Content, der gegen die Richtlinie zu unerwünschter Software verstößt.
  • Content zum Verkauf von Replikaten oder Imitaten von Markenprodukten.
  • Content zu Onlineglücksspielen oder Onlinespielkasinos, Verkauf von Alkohol oder verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, außer bei ausdrücklicher Genehmigung durch Google.
  • Content, der von terroristischen Gruppierungen erstellt wurde oder diese unterstützt, sowie Content, der terroristische Handlungen fördert, also z. B. dazu aufruft, oder in dem Terroranschläge verherrlicht werden.

2.6 Autorisiertes Inventar (ads.txt)

Wenn der Partner Inventar für die Monetarisierungsprodukte von Google auf einer Domain mit ads.txt-Datei anbietet, muss er als autorisierter Verkäufer dieses Inventars angegeben sein. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Hilfeseite.

2.7 Interessenbezogene Werbung

Wenn ein Partner eine Remarketing-Liste ("Nutzerliste") von Google-Cookies für Anzeigenvorgaben verwendet, die mit einem Nutzer verknüpft sind ("Nutzer-Cookie"), müssen dabei die Bestimmungen für interessenbezogene Werbung in den Programmrichtlinien für Plattformprodukte und die folgenden Richtlinien eingehalten werden:

Richtlinie für Cookies für Anzeigenvorgaben: Die Verwendung des Nutzer-Cookies über eine Nutzerliste durch Partner unterliegt auch der Google-Richtlinie für Cookies für Anzeigenvorgaben.

Transparenz der Nutzerliste: Partner erteilen Google das Recht, allen Nutzern, deren zugeordnete Cookie-ID Teil der Nutzerlisten von Partnern ist, a) anzuzeigen, dass sich die zugeordnete Cookie-ID des Nutzers auf mindestens einer Nutzerliste des Partners befindet, und b) die jeweilige Domain oder den Anzeigennamen des Verkäufers anzugeben. Partner erteilen dieses Recht unabhängig davon, ob sie sich dafür entschieden haben, ihr Inventar durch eine anonyme ID zugänglich zu machen oder nicht.

Remarketing von In-App-Anzeigen: Um Remarketing von In-App-Anzeigen mithilfe von Mobilgerätekennungen speziell für Werbung ("werbespezifische Gerätekennungen") zu aktivieren, muss der Partner in seiner Datenschutzerklärung a) offenlegen, dass er werbespezifische Gerätekennungen erfasst und an Dritte weitergibt, sofern der Nutzer das Anzeigen-Tracking für das Gerät nicht deaktiviert hat, und b) darlegen, wie ein Nutzer, der Anzeigen-Tracking deaktiviert hat, eine solche Kennung zurücksetzen kann, damit das Gerät nicht mehr mit Remarketing-Daten verknüpft wird, die vor der Deaktivierung erhoben und weitergegeben wurden.

2.8 Standortdaten

Zusätzlich zu den Bestimmungen für Standortdaten gemäß den Programmrichtlinien für Plattformprodukte gilt Folgendes: Wenn ein Partner Informationen a) erfasst (entweder direkt oder indirekt), b) verarbeitet oder c) an Google weitergibt, die anhand der GPS-, WLAN- oder Funkmastdaten eines Nutzers abgeleitet wurden, muss der betreffende Partner A) die ausdrückliche Zustimmung des jeweiligen Nutzers zur Verwendung derartiger Daten erhalten, beispielsweise durch eine Aktivierung, und B) in seinen Datenschutzbestimmungen auf die Verwendungsweise derartiger Daten hinweisen, darunter auch auf die Weitergabe dieser Daten an Dritte.

2.9 Mindesteinnahmen für Auszahlung

Damit Partner eine Zahlung für die Monetarisierung über Google erhalten, muss ihr Google Ad Manager-Konto am Monatsende ein Mindestguthaben in Höhe von 100 $ (bzw. den entsprechenden Betrag in der Landeswährung) aufweisen. Sollte das Kontoguthaben unter 100 $ liegen, wird es auf den folgenden Monat übertragen.

2.10 Ungültige Aktivität

Zusätzlich zu den Bestimmungen zu ungültigen Aktivitäten in den Programmrichtlinien für Plattformprodukte müssen Partner die folgenden Anforderungen erfüllen:

Mehrere Aufrufe: Partnern ist es untersagt, für eine bestimmte Impression mehrere Anzeigenaufrufe für Google Anzeigen zu senden, wenn damit die Anzeigenauktion beeinflusst oder missbraucht oder sich in der Auktion ein unlauterer Vorteil verschafft werden soll.

Verhalten von Websites: Partner dürfen über die Monetarisierungsprodukte von Google keine Anzeigen auf Websites und anderen Properties präsentieren, auf denen eine der folgenden Aktivitäten ausgeführt wird: a) Verändern der Nutzereinstellungen oder Einleiten von Downloads ohne das ausdrückliche Einverständnis des Nutzers, b) Umleiten von Nutzern auf unerwünschte Websites, c) Anzeigen von Pop-ups oder sonstigen Elementen, die die Websitenavigation beeinträchtigen, oder d) Anzeigen oder Auslösen von Pop-unders.

Besucherquellen: Partnern ist die Monetarisierung mit den Monetarisierungsprodukten von Google auf Websites untersagt, die

  • mit einer Software aufgerufen werden, die Pop-ups auslöst,
  • Nutzer auf unerwünschte Websites weiterleiten oder
  • Einstellungen des Browsers ändern bzw. auf andere Weise die Websitenavigation beeinträchtigen. Zur Verdeutlichung: Dieses Verbot schließt den Einsatz von Systemen aus, die ohne das ausdrückliche Einverständnis des Eigentümers der Website Overlays anzeigen oder Werbeflächen auf einer bestimmten Website erstellen, einschließlich Symbolleisten.

2.11 Videos und Spiele

Anforderungen für Video- und Websitecontent: Videoinventar muss dem Leitfaden für die Videoimplementierung, den Richtlinien für Videos und Spiele und anderen Anweisungen von Google entsprechend implementiert werden. Partner müssen korrekte Metadaten und Beschreibungs-URLs für jeden Video- und Spielecontent bereitstellen.

Verwenden Partner zur Anzeigenauslieferung über die Monetarisierungsprodukte von Google in Videoinventar das IMA SDK (Interactive Media Ads) von Google, sind sie dafür verantwortlich, dass sowohl der Videocontent als auch die eingebetteten Websites den Anforderungen an Websitecontent dieser Partnerrichtlinien entsprechen. Diese Partner müssen in ihren Datenschutzbestimmungen darauf hinweisen, dass Dritte möglicherweise bestimmte Informationen zum Besuch eines Nutzers auf ihrer Website erfassen, beispielsweise, ob der Nutzer mit dem Websitecontent interagiert hat.

Auf YouTube gehosteter Content darf nur über das YouTube-Partnerprogramm und nicht über das IMA SDK monetarisiert werden.

2.12 Fixierte Anzeigen

Partner, die mit Google Ad Manager fixierte Anzeigen implementieren, müssen sich an die entsprechenden Richtlinien und Einschränkungen halten.

3. Zusätzliche Richtlinien für offene Auktionen

Zusätzlich zu den in Abschnitt 1 und 2 genannten Richtlinien müssen sich Partner, die an offenen Auktionen teilnehmen, an die Richtlinien halten, die hier in Abschnitt 3 aufgeführt sind. Hierzu zählen Betreiber von Websites, auf denen Anzeigen über die Vorschau bereitgestellt werden.

3.1 Anzeigen-Placement in offenen Auktionen

Anzeigen, die über eine offene Auktion ausgeliefert werden, dürfen a) nicht auf Expandable-Schaltflächen oder in Animationen bereitgestellt, b) nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Google in nicht webbasierte Computeranwendungen integriert, c) nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Google in E-Mail-Programmen oder E-Mails wie Newslettern platziert und d) unterhalb oder neben Schaltflächen oder anderen Objekten nicht so platziert werden, dass typische Interaktionen des Nutzers mit der Website oder Anzeige gestört werden.

Partner, die Websites über offene Auktionen monetarisieren, müssen jederzeit gewährleisten, dass In-Page-Anzeigen (innerhalb der festgelegten Größe des Anzeigenblocks ausgeliefert), In-App-Anzeigen (in mobilen Apps ausgeliefert) und andere Formate für bezahlte Werbung die Menge an Websitecontent nicht übersteigen.

3.2 In-App-Anzeigen-Placement in offenen Auktionen

In-App-Anzeigen, die über eine offene Auktion ausgeliefert werden, dürfen a) unterhalb oder neben Schaltflächen oder anderen Objekten nicht so platziert werden, dass sie die typische Interaktion eines Nutzers mit der App stören, b) nicht so platziert werden, dass Nutzern die Ansicht des Contents anderweitig erschwert wird, und c) nicht auf einer "Sackgassenseite" platziert werden, die der Nutzer nicht ohne Antippen der Anzeige verlassen kann und bei der er nicht darauf hingewiesen wird, dass die App beendet wird, wenn er auf die Schaltfläche für die Startseite tippt.

3.3 Zusätzliche Contenteinschränkungen für offene Auktionen

Websites, auf denen Anzeigen über eine offene Auktion ausgeliefert werden, dürfen keine der folgenden Contentarten enthalten: a) pornografischer, nur für Erwachsene bestimmter oder nicht jugendfreier Content, b) gewaltverherrlichender oder c) übermäßig vulgärer Content, d) Content zu illegalen Drogen und Drogenzubehör, e) Content zum Verkauf von Tabak und Tabakwaren, f) Content zum Verkauf von Waffen oder Munition, z. B. Schusswaffen, Waffenkomponenten, Kampfmesser oder Elektroschockpistolen oder g) Anleitungen zur Verbesserung von Waffen oder deren Funktionen (z. B. einbaufertiger Abzugsstollen, Umrüstkits) oder zum Eigenbau von Waffen (einschließlich 3D-Druck und zu 80 % vorgefertigte Waffenteile).

3.4 Partnereinschränkungen in offenen Auktionen

Partner können Werbetreibende, Käufernetzwerke, Rich Media-Anbieter und Anzeigen blockieren, die Tag-Kennzeichnung einsetzen, um Remarketing-Listen zu erstellen oder zu nutzen, oder Cookies basierend auf interessenbezogenen Kategorien verwenden. Diese Einschränkungen können auf Inventarsegmentbasis oder separat auf Kontoebene festgelegt werden. Google gibt zwar keinerlei Garantie bezüglich dieser Einschränkungen, stellt jedoch eine Validierung von Websites und Anzeigen zur Verfügung.

3.5 Videoinventar in offenen Auktionen

Videoinventar in offenen Auktionen – beispielsweise In-Stream-Anzeigeninventar in Onlinespielen – muss entsprechend den Anweisungen von Google implementiert werden. Partner dürfen a) kein Trafficking für monetarisierte Videoplayer mit Anzeigen-Placements für herkömmliche Displaynetzwerk-Anzeigen wie etwa In-Banner-Anzeigenblöcke ausführen und b) keine Anzeigenbanner und Bilder als Vorlagenhintergründe für Video- und Spielecontent verwenden. Anzeigen müssen so platziert sein, dass Nutzer klar zwischen den Anzeigen und dem Video- und Spielecontent unterscheiden können.

3.6 Google Ads-Anzeigen in offenen Auktionen

Wenn Partner auf ihren Websites Google Ads-Anzeigen bereitstellen möchten, müssen sie die AdSense-Programmrichtlinien einhalten. Hier werden Partner als "Publisher" bezeichnet. Wenn Google Ads-Anzeigen in einer App ausgeliefert werden, müssen Partner außerdem die AdMob-Programmrichtlinien einhalten.

Zuletzt aktualisiert am 4. August 2018

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