Grundlagen der Ad Manager-Berichterstellung

Best Practices zur Erhöhung der Sichtbarkeit

Die folgende Aufstellung von Best Practices für die Sichtbarkeit zeigt Ihnen, auf welche Aspekte Sie sich konzentrieren sollten, um bessere Ergebnisse im Bereich der Sichtbarkeit zu erhalten. 

Seitenlänge

Webseiten, die nur so viel Inhalt aufweisen, dass der gesamte Inhalt ohne Scrollen zu sehen ist, weisen eine erhöhte Sichtbarkeit auf. Falls Sie mehr Inhalt auf einer Seite bereitstellen müssen, aktivieren Sie das unbegrenzte Scrollen. Weitere Informationen zum Implementieren von Tags auf Seiten mit unbegrenzten Inhalten

Latenz

Die Latenz entsteht aufgrund von verschiedenen Aspekten, zum Beispiel aufgrund von Rücksendungen. Wenn Sie die aus Rücksendungen resultierende Latenz reduzieren, steigt die Sichtbarkeit. Verhinderte Rücksendungen verbessern die Sichtbarkeit.

Lazy Loading

Das "Lazy Loading" wird auch "Smart Loading" genannt. Bei diesem Verfahren werden Anzeigen nur dann bereitgestellt, wenn dies nötig ist. So wird eine Anzeige, die unten auf der Seite erscheinen soll, nur dann ausgeliefert, wenn der Nutzer auf der Seite nach unten scrollt. Lazy Loading führt zu einer kürzeren Seitenladezeit, einer niedrigeren Latenz und einer geringeren CPU-Last. Weitere Informationen zum Lazy Loading

Bei der Implementierung können Sie sich an diesem Codebeispiel orientieren. Bei anderen Formen der Implementierung könnten mehrere Anzeigenanfragen ausgelöst werden, die nicht zu einem im Browser gerenderten Creative führen. Das beeinträchtigt wiederum die Sichtbarkeit.

Lazy Loading ist für Publisher, die Ad Exchange-Tags verwenden, standardmäßig aktiviert.
  • Unendliches Scrollen
    Beim unendlichen Scrollen, einer Form des Lazy Loadings, wird auf einer Seite im Browser zwar immer weiter nach unten gescrollt, das Ende der Seite aber nie erreicht. Es erscheint also immer wieder neuer Content.

Das Lazy Loading kann die Sichtbarkeit beeinflussen.

  • Wird das Lazy Loading richtig eingesetzt, kann der Gesamtanteil sichtbarer Anzeigen steigen. Wenn ein Nutzer z. B. nicht nach unten scrollt, werden die Anzeigenflächen nicht geladen, die erst durch Scrollen sichtbar werden, sodass weniger Anzeigenanfragen gesendet werden.
  • Falls die Anzeige allerdings zu groß ist oder zu spät geladen wird, z. B. wenn der Nutzer schneller nach unten scrollt, als die Seite geladen wird, sieht der Nutzer die Anzeige nicht.
Wenn Sie bereits gerenderte Anzeigenflächen ausblenden oder vorher ausgeblendete Anzeigenflächen einblenden, während ein Nutzer nach unten scrollt, verbessert sich die Sichtbarkeit nicht, da Sie das Lazy Loading nicht richtig einsetzen.

Responsives Webdesign

Erstellen Sie responsive Anzeigen so, dass sie sich optimal für den Browser eignen, in dem sie erscheinen. Damit sorgen Sie für eine positive Nutzererfahrung, unabhängig davon, auf welchem Gerät (Mobiltelefon, Tablet oder Desktop-Computer) der Nutzer Ihre Inhalte oder Anzeigen sieht.

Probieren Sie folgende Best Practices aus:

Verbesserung der Sichtbarkeit einer Website

Im Folgenden wird erläutert, was nötig ist, damit eine Anzeigenimpression als sichtbar gezählt wird.

  1. Der Nutzer muss zu einem Bereich der Webseite navigieren, in dem 50 % der Anzeigenpixel im Browserfenster sichtbar sind.
  2. Der Nutzer muss auf dem Bereich verweilen oder so langsam navigieren, dass die Anzeige eine Sekunde lang durchgängig auf dem Bildschirm zu sehen ist. Wird zu schnell über eine Anzeige hinweg gescrollt, gilt sie nicht als sichtbar.
  3. Die Anzeige muss gerendert werden, wenn der Nutzer zu ihr gelangt.

Vor diesem Hintergrund haben wir Active View-Daten im gesamten AdSense-Netzwerk überprüft und unterschiedlichste Websites mit hoher und niedriger Sichtbarkeit miteinander verglichen. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung leiten sich die folgenden Empfehlungen ab, die Ihnen dabei helfen sollen, die Anzahl der sichtbaren Impressionen auf einer Website zu erhöhen.

Allgemeine Empfehlungen zur Platzierung von Anzeigen
  • Inhalte: Erstellen Sie ansprechende Inhalte und gestalten Sie die Webseite so, dass die Nutzer sie sich ansehen und mit ihr interagieren möchten.
  • Anzeigen-Placement: Platzieren Sie die Anzeigen innerhalb des zentralen Contents oder in Bereichen mit viel Content. Achten Sie bei der Auswahl der Anzeigen-Placements darauf, dass die Nutzererfahrung nicht beeinträchtigt wird. Platzieren Sie Anzeigen nicht in Bereichen mit wenig oder keinem besonderen Inhalt. Überfrachten Sie einzelne Bereiche der Website nicht mit zu vielen Anzeigen.
  • Geschwindigkeit: Stellen Sie sicher, dass die Seiten und Anzeigen schnell und sicher geladen bzw. gerendert werden. Die Verwendung von asynchronen Anzeigen-Tags wird empfohlen. Außerdem können Tools zur Optimierung der Geschwindigkeit, z. B. Google Pagespeed, verwendet werden, um die Websitegeschwindigkeit zu analysieren und zu optimieren.

Bevor Sie sich für ein Anzeigen-Placement entscheiden, sollten Sie sich den Google Analytics-Bericht zur Bildschirmauflösung durchlesen, um herauszufinden, ab wann der Nutzer auf Ihrer Website meistens scrollen muss. Um in Google Analytics auf den Bericht zur Bildschirmauflösung zuzugreifen, wählen Sie unter "Zielgruppe" die Kategorie "Technologie" aus. Klicken Sie auf "Browser und Betriebssystem" und wählen Sie als primäre Dimension "Bildschirmauflösung" aus. Da Sie jetzt wissen, wie Ihre Website den Nutzern angezeigt wird, können Sie mit folgenden Empfehlungen die Chance erhöhen, dass Ihre Anzeigen sichtbar sind.

"Above the fold"-Platzierungen (ohne Scrollen sichtbar)
  • Inhalte: Bieten Sie direkt auf der ersten Seite ansprechende Inhalte und versuchen Sie, möglichst viel davon ohne Scrollen sichtbar zu machen, z. B. durch ein breiteres oder kürzeres Design oder Seiten, auf denen möglichst viele Inhalte untergebracht sind. Das gibt den Nutzern Zeit, die Inhalte und Anzeigen im "Above the fold"-Bereich anzusehen und aufzunehmen bzw. mit ihnen zu interagieren.
  • Anzeigen-Placement: Platzieren Sie die Anzeigen am unteren Rand des Bildschirms direkt "above the fold" (bevor der Nutzer scrollt). Unsere Untersuchungen zeigen, dass dieses Placement die höchsten Sichtbarkeitsraten erzielt. Anzeigen direkt unterhalb der obersten Navigationsleiste haben eine höhere Sichtbarkeitsrate als Anzeigen ganz oben auf der Seite. Berücksichtigen Sie dabei auch die Nutzererfahrung. Wenn Sie zu viele Anzeigen im "Above the fold-Bereich platzieren, wirkt Ihre Seite unaufgeräumt und Nutzer verlassen sie möglicherweise schnell wieder.
  • Geschwindigkeit: Stellen Sie sicher, dass Ihre Anzeigen schnell geladen werden, damit Nutzer nicht weiter navigieren, ohne die Anzeigen gesehen zu haben, weil sie noch nicht geladen wurden.
"Below the fold"-Platzierungen (mit Scrollen sichtbar)
  • Inhalte: Bieten Sie Ihren Besuchern im "Above the fold"-Bereich ansprechende Inhalte, die sie dazu veranlassen, nach unten in den "Below the fold"-Bereich zu scrollen. Auf diese Weise wird auch der "Below the fold"-Bereich besucht und die dort vorhandenen Anzeigen werden gesehen. Um das Interesse zu wecken, können Sie beispielsweise eine auffällige Überschrift für den folgenden Artikel unten auf der ersten Seite platzieren.
  • Anzeigenplatzierung: Anzeigen auf der linken oder rechten Seite werden mit höherer Wahrscheinlichkeit gesehen als Anzeigen in der Mitte. Darüber hinaus sorgen Sie durch eine separate Spalte für die Anzeigen dafür, dass der Bereich mit den Inhalten übersichtlich bleibt. Das erhöht die Chance, dass Nutzer nach unten scrollen und sich die ganze Seite ansehen.

Qualitätskontrolle

Führen Sie während des Designprozesses immer wieder Tests durch. Jede Website ist anders, da die Sichtbarkeit von den Inhalten, der Branche und dem Verhalten der Nutzer auf der Website abhängt.

Zusammenfassung der Haupterkenntnisse aus dem "Think with Google"-Artikel zu den fünf Faktoren der Sichtbarkeit

Beachten Sie bei der Optimierung der Sichtbarkeit Folgendes:

  • Die Position auf der Seite spielt eine wichtige Rolle. Die Position mit der besten Sichtbarkeit befindet sich am unteren Rand des ohne Scrollen sichtbaren Bereichs und nicht oben auf der Seite.
  • Die Anzeigen mit der besten Sichtbarkeit sind vertikale Anzeigen, also Anzeigen mit kleinerer Breite als Höhe (z. B. 160 x 600).
  • Anzeigen im ohne Scrollen sichtbaren Bereich ("Above the fold") sind nicht immer sichtbar, während viele Impressionen, die mit Anzeigen in einem nur durch Scrollen erreichbaren Bereich ("Below the fold") erzielt werden, sichtbar sind.
  • Content, der die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich zieht, hat die höchste Sichtbarkeit.
Aktuelle Studien zeigen, dass die Sichtbarkeit mobiler Websites, die innerhalb von 5 Sekunden geladen wurden, im Vergleich zu Websites mit einer Ladedauer von 19 Sekunden 25 % höher war. Weitere Informationen zum Optimieren Ihres Contents für das mobile Web mit dem Google Ad Manager Mobile Web Speed Toolkit
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