Der Identitätsabgleich zwischen Publishern und Werbetreibenden (Publisher Advertiser Identity Reconciliation, PAIR) ist eine sichere und datenschutzfreundliche Möglichkeit für Werbetreibende und Publisher, ihre selbst erhobenen Daten für Marketinganwendungsfälle abzugleichen. Dabei kommen moderne Datenverschlüsselungsmethoden zum Einsatz. Es werden weder Drittanbieter-Cookies noch Drittanbieter-IDs verwendet.
Lesen Sie zuerst die Anforderungen an Publisher und koordinieren Sie sich mit Ihrem Data-Clean-Room-Anbieter (nur unterstützte Anbieter). In Ad Manager ist das Senden von PAIR‑IDs bei Web- und CTV-Anzeigenanfragen standardmäßig aktiviert. Die PAIR‑IDs müssen jedoch vom Publisher konfiguriert werden, damit sie erfasst und in Anzeigenanfragen gesendet werden können.
Hier die Quick Links zu den verschiedenen Abschnitten dieses Artikels:
- Vorteile von PAIR
- Funktionsweise von PAIR
- Integration von Data-Clean-Rooms
- Anforderungen an Publisher für die Kampagnenauslieferung mit PAIR
- Einschränkungen
- Freigabe von PAIR-IDs verwalten
Vorteile von PAIR
- Werbetreibende und Publisher haben die volle Kontrolle über die freigegebenen Daten und bleiben jederzeit Dateneigentümer. Eine Zusammenführung der Daten zur Erstellung von Profilen ist nicht möglich.
- PAIR verwendet moderne Verschlüsselung. Dies sorgt für bestmöglichen Schutz vor Datenlecks und vor Nutzer-Tracking im Web.
- Publisher und Werbetreibende können Inventar, Auktionstypen und den gewünschten CPM festlegen, um ihre Monetarisierung zu steuern.
- PAIR erlaubt die Integration von unterstützten Data-Clean-Room-Drittanbietern zur Implementierung einer dezentralen Lösung.
Funktionsweise von PAIR
Die selbst erhobenen Daten des Werbetreibenden und des Publishers werden dreimal mit drei unterschiedlichen Verschlüsselungsschlüsseln verschlüsselt: einem Werbetreibenden-Schlüssel, einem Publisher-Schlüssel und einem Schlüssel, der vom Werbetreibenden und vom Publisher gemeinsam genutzt wird.
Diese Schlüssel sind für jede Werbetreibender/Publisher-Beziehung eindeutig. Jede teilnehmende Partei hat Zugriff auf maximal zwei der Schlüssel. Zu keinem Zeitpunkt im Workflow hat eine der Parteien Zugriff auf alle drei Schlüssel, sodass eine Reverse-Entschlüsselung der ursprünglichen ID ausgeschlossen ist.
Integration von Data-Clean-Rooms
Da PAIR auf der Ebene der Werbetreibender/Publisher-Paare stattfindet, müssen für jede PAIR-Beziehung eindeutige PAIR-Schlüssel generiert werden. Da ausschließlich unterstützte Data-Clean-Room-Partner genutzt werden dürfen, ist gewährleistet, dass die zugewiesenen kommutativen Verschlüsselungsschlüssel des Werbetreibenden und des Publishers jeweils in der Data-Clean-Room-Instanz des Werbetreibenden und des Publishers verbleiben. Weder der Werbetreibende noch der Publisher können die freigegebenen verschlüsselten Datensätze des jeweils anderen entschlüsseln.
Derzeit wird nur ein Data-Clean-Room-Partner unterstützt:
- LiveRamp
Anforderungen an Publisher für die Kampagnenauslieferung mit PAIR
- Sie müssen einen unterstützten Data-Clean-Room nutzen. Im Data-Clean-Room werden die Listen des Publishers und des Werbetreibenden verwaltet und miteinander abgeglichen.
- In Webumgebungen müssen Publisher, die das Nutzer-ID-Modul von Prebid verwenden, das PAIR-ID-Untermodul zu ihrem Prebid.js-Paket hinzufügen, um PAIR-IDs an Gebotsanfragen übergeben zu können.
- In CTV-Umgebungen sollten Publisher der entsprechenden Anleitung folgen, um sichere Signale ohne IMA SDK, GMA SDK oder GPT SDK zu erfassen und zu senden.
Einschränkungen
- Data-Clean-Room-Interoperabilität wird derzeit nicht unterstützt. Publisher und Werbetreibender müssen einen PAIR-Test über denselben Data-Clean-Room-Anbieter durchführen.
- Wir können im Voraus keine Schätzungen hinsichtlich der Abgleichsrate abgeben. Jede PAIR-Beziehung besteht zwischen einem einzelnen Publisher und einem einzelnen Werbetreibenden. Die Abgleichsrate ist daher abhängig von den selbst und mit Nutzereinwilligung erhobenen Daten, die im Data-Clean-Room bereitgestellt werden, und sie ist für jede Beziehung anders.
- Ad Manager-Berichte sind derzeit nicht verfügbar. Wenn Sie überprüfen möchten, ob Sie PAIR-IDs in Anzeigenanfragen senden, müssen Sie die Entwicklertools verwenden.
Freigabe von PAIR-IDs verwalten
Das Senden von PAIR‑IDs in Anzeigenanfragen ist standardmäßig aktiviert. Wenn Sie die Anforderungen für die Durchführung erfüllt haben und die Generierung von PAIR-IDs für Ihr Inventar richtig eingerichtet ist, müssen Sie nichts weiter tun.
So aktualisieren Sie die Einstellungen für PAIR-IDs:
- Melden Sie sich in Google Ad Manager an.
Klicken Sie auf Signale und dann auf Einstellungen für Nachfragechannel.
Sieht Ihr Menü anders aus? Diese Navigation wird gerade aktualisiert. Weitere Informationen zu den Neuerungen- Klicken Sie unter Freigabe von Publisher-Daten auf Identitätsabgleich zwischen Publishern und Werbetreibenden (Publisher Advertiser Identity Reconciliation, PAIR).
- Wählen Sie für jeden verfügbaren Nachfragechannel eine Option aus:
- Wenn Sie die Freigabe von PAIR‑IDs zulassen möchten, stellen Sie den Schalter auf „Ein“
.
Das ist die Standardeinstellung. - Wenn Sie die Freigabe von PAIR‑IDs nicht zulassen möchten, stellen Sie den Schalter auf „Aus“
.
- Wenn Sie die Freigabe von PAIR‑IDs zulassen möchten, stellen Sie den Schalter auf „Ein“
Weitere Informationen zu den Einstellungen für Nachfragechannels finden Sie in diesem Hilfeartikel.