Teilen von Google+ Inhalten verwalten

Als G Suite-Administrator können Sie festlegen, inwieweit Nutzer in Ihrer Domain Google+ Inhalte teilen und aufrufen dürfen. So lässt sich z. B. verhindern, dass Nutzer in Ihrer Organisation externe Inhalte erstellen oder damit interagieren. Sie finden diese Option in den Google+ Einstellungen unter "Inhaltsfreigabe und Zugriff".

Welche Einstellungen gibt es für das Teilen von Inhalten?

Die folgenden Einstellungen lassen sich auf einzelne Organisationeinheiten oder die gesamte Domain anwenden:

Teilen von Inhalten außerhalb der Domain zulassen (öffentlicher Modus)

Im öffentlichen Modus können Nutzer außerhalb ihrer Domain in Communities G Suite-Nutzer erstellen und mit ihnen interagieren. Ab dem 2. April 2019 können G Suite-Nutzer keine neuen öffentlichen Communities mehr außerhalb ihrer Domain erstellen, sondern nur noch private. Eine Mitgliedschaft ist nur per Einladung für G Suite-Nutzer möglich. Alle öffentlichen Communities außerhalb der Domain, die vor dem 2. April 2019 existierten und mindestens einen G Suite-Inhaber haben, bleiben jedoch bestehen.

Teilen von Inhalten außerhalb der Domain unterbinden (privater Modus)

Im privaten Modus können Nutzer keine externen Inhalte erstellen und auch nicht damit interagieren. Sie haben nur die Möglichkeit, auf die Domain beschränkte Beiträge zu erstellen und dafür Kommentare zu posten, +1 zu geben oder abzustimmen. Für Nutzer im privaten Modus besteht nicht die Option, Personen oder Communities zu folgen, die nicht auf die Domain beschränkt sind.  Außerdem sehen sie weder in Suchergebnissen noch in Empfehlungen externe Google+ Inhalte. Über Direktlinks lassen sich zwar Inhalte ohne Domainbeschränkung aufrufen, die Nutzer können aber nicht damit interagieren.
Hinweis: Inhalte, die vor der Aktivierung dieses Modus erstellt wurden, sind davon nicht betroffen. Das gilt auch für externe Inhalte.

Teilen von Inhalten außerhalb der Domain unterbinden und das Anzeigen externer Google+ Inhalte einschränken (gemischter Modus)

Im gemischten Modus können Nutzer keine externen Inhalte erstellen und auch nicht damit interagieren. Wie beim privaten Modus sind die Funktionen zum Erstellen, Kommentieren, +1-Geben und Abstimmen nur für auf die Domain beschränkte Beiträge verfügbar. Anders als im privaten Modus können Nutzer im gemischten Modus aber Personen und Communities folgen, die nicht auf die Domain beschränkt sind. Außerdem sehen sie in Suchergebnissen und Empfehlungen externe Google+ Inhalte.
Hinweis: Inhalte, die vor der Aktivierung dieses Modus erstellt wurden, sind davon nicht betroffen. Das gilt auch für externe Inhalte.

Bevor Sie die Einstellungen ändern

Bevor Sie eine Änderung vornehmen, sollten Sie Folgendes beachten:

Neue G Suite-Konten standardmäßig im privaten Modus

Das Teilen ist bei neuen G Suite-Konten, die nach dem 25. April 2019 erstellt wurden, standardmäßig auf den privaten Modus festgelegt. Administratoren können diesen jedoch jederzeit in "Öffentlich" oder "Gemischt" ändern.

Wenn Sie sich vor dem 25. April für die G Suite registriert haben, ändert sich der Modus für das Teilen für Ihre Domain nicht.

Ändern des Geburtsdatums in Google+ Profilen zulassen

Wenn Sie nicht die automatische Erstellung von Google+ Profilen verwenden, aktivieren Sie die Option, mit der Nutzer ihr Geburtsdatum ändern können. Ansonsten lassen sich keine Google+ Profile erstellen.

Nutzer ohne zugewiesene G Suite-Lizenz

Der öffentliche, der private und der gemischte Modus können nur auf Domains mit zugewiesenen G Suite-Lizenzen angewendet werden. Domains ohne zugewiesene G Suite-Lizenzen haben keinen Zugriff auf Google+.

Wenn Sie verhindern möchten, dass Nutzer auf Google+ zugreifen, nehmen Sie sie in eine Organisationseinheit (OE) auf und deaktivieren Sie Google+ für diese OE.

E-Mail-Benachrichtigungen

Vor September 2016 hatten G Suite-Nutzer mit Zugriff auf Google+ die Möglichkeit, festzulegen, dass Benachrichtigungen für diesen Dienst an eine alternative E-Mail-Adresse gesendet werden. So konnte z. B. eine persönliche E-Mail-Adresse genutzt werden, um über neue Google+ Beiträge von anderen Personen in der Organisation auf dem Laufenden zu bleiben. Diese Benachrichtigungen enthalten den gesamten oder einen Teil des Beitrags. Diese Nutzer erhalten weiterhin Benachrichtigungen an diese E-Mail-Adresse, auch im privaten oder gemischten Modus. Inzwischen haben G Suite-Nutzer nicht mehr die Möglichkeit, alternative E-Mail-Adressen hinzuzufügen. Außerdem wird die Option, Google+ Benachrichtigungen an eine vorher angegebene Adresse senden zu lassen, demnächst entfernt.

Profilsichtbarkeit

Zu den sichtbaren Informationen in Google+ Profilen gehören Name, Profilbild, Hintergrundbild und vom Profileigentümer erstellte Beiträge, auf die der Nutzer, der sich die Profilseite ansieht, Zugriff hat. Die Google+ Profile der G Suite-Nutzer können nicht mehr öffentlich geteilt werden. Außerdem werden sie in einer öffentlichen Suche nicht mehr angezeigt. Einige Suchmaschinen liefern jedoch möglicherweise im Cache gespeicherte Inhalte.

Obwohl Profile außerhalb der Domain nicht gefunden werden können, haben Personen außerhalb Ihrer Organisation unter bestimmten Umständen weiterhin die Möglichkeit, Nutzerprofile in Ihrer Organisation zu sehen. Beispiel:

  • Ein Nutzer hat externe Beiträge gepostet, die mit seinem Google+ Profil verknüpft sind. Nutzer können diese Beiträge löschen. Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Aktivitäten auf Google+ löschen und verwalten.
  • Ein Nutzer ist Eigentümer, Moderator oder Mitglied einer Community, die nicht auf Ihre Organisation beschränkt ist. In diesem Fall ist der Eintrag des Nutzers in der Mitgliederliste der Community mit seinem Google+ Profil verknüpft. Nutzer können die Eigentümerschaft für die Community auf einen anderen G Suite Google+ Nutzer übertragen und die Community dann verlassen. 

Teilen von Google+ Inhalten – FAQ

Verwenden Sie diese FAQ, um Fragen von Nutzern zum Teilen von Google+ Inhalten zu beantworten. 

Welche Modi in Google+ gibt es zum Teilen von und Zugreifen auf Inhalte?

Auf Nutzer in Ihrer Organisation können drei Modi dafür angewendet werden: öffentlich, privat oder gemischt. Mit diesen Modi kann der Administrator Ihrer Organisation steuern, wie Sie mit externen Google+ Inhalten interagieren können, wenn Sie mit Ihrem G Suite-Konto angemeldet sind. Je nach Einstellung sind dann entsprechende Google+ Optionen nicht verfügbar.

Kann ich trotzdem mit allen meinen Google+ Beiträgen und Communities interagieren?

Im privaten Modus können Sie nicht nach externen Google+ Beiträgen suchen oder damit interagieren und auch keinen externen Communities beitreten. Im gemischten Modus können Sie zwar nach externen Inhalten suchen, aber nicht damit interagieren.

Sehe ich im privaten Modus Beiträge von externen Personen und Communities?

Wenn für Sie der private Modus aktiviert wurde, können Sie nach wie vor Inhalte von externen Communities und Konten sehen, auf die Sie vor der Änderung Zugriff hatten. Damit diese Inhalte in Google+ nicht mehr angezeigt werden, müssen Sie externe Communities verlassen bzw. externen Konten nicht mehr folgen. Wenn Sie das tun, können Sie danach nicht mehr ohne Weiteres zu diesen Communities zurückkehren oder diesen externen Konten wieder folgen. Dazu müssten Sie erst den Modus zum Teilen von und Zugreifen auf Inhalte zu "Öffentlich" ändern.

Kann ich im privaten oder gemischten Modus weiteren externen Communities beitreten?

Im privaten Modus nicht. Im gemischten Modus können Sie externen Communities zwar beitreten, aber keine Beiträge dafür erstellen oder mit Beiträgen in diesen Communities interagieren.

Kann ich neue externe Communities erstellen?

G Suite-Nutzer können außerhalb ihrer Domain keine öffentlichen Communities mehr erstellen, sondern nur noch private. Eine Mitgliedschaft ist nur per Einladung für G Suite-Nutzer möglich.

Kann ich Mitglied in externen Communities bleiben?

Ja. Dies ist unabhängig vom aktivierten Modus möglich. Nach dem 2. April 2019 werden jedoch externe Communities ohne G Suite-Eigentümer gelöscht und Sie sind nicht mehr Mitglied.

Im privaten oder gemischten Modus können Sie nicht mehr mit Inhalten in externen Communities interagieren, z. B. neue Beiträge erstellen oder Beiträge kommentieren.

Ich bin Eigentümer/Moderator externer Communities. Welche Auswirkungen gibt es hierfür?

Im privaten und gemischten Modus behalten Sie die Eigentümerrechte, wenn Sie Eigentümer einer externen Community sind. Sie können die Community löschen und Mitgliederoptionen verwalten (in "Communities" unter "Mitglieder verwalten").  In den Optionen zur Mitgliederverwaltung können Sie Nutzer zum Moderator oder Eigentümer ernennen.

Sie können allerdings Inhalte der Community nicht bearbeiten und keine Moderatoraufgaben ausführen. Dazu gehört zum Beispiel die Bearbeitung von Spam, Beiträgen mit ausstehender Prüfung und Beitrittsanfragen.

Wie sind Benachrichtigungen betroffen?

Im privaten und gemischten Modus erhalten Sie weiterhin Benachrichtigungen von externen Communities sowie G+ Beiträgen, denen Sie folgen. Wenn Sie Eigentümer oder Moderator bestehender externer Communities sind, erhalten Sie keine weiteren Beitrittsanfragen.

Bevor Sie die Einstellungen ändern

  • Planen Sie mindestens 48 Stunden ein. So lange kann es dauern, bis Änderungen an der Einstellung für das Teilen von Inhalten bei allen Nutzern in Kraft treten. Unter Umständen werden einige Elemente von Einstellungen schneller wirksam als andere. Damit Änderungen vollständig umgesetzt werden, sollten Sie jedoch mit einem Zeitraum von mindestens 48 Stunden rechnen.

  • Informieren Sie Ihre Nutzer unbedingt vorab, wenn Sie die Einstellungen für das Teilen von Inhalten ändern möchten. Erklären Sie ihnen, weshalb sich die Optionen für Google+ ändern, sodass sie z. B. keine Beiträge mehr außerhalb ihrer Domain posten können.

  • Überlegen Sie sich genau, wie sehr Sie Ihre Nutzer beim Teilen von Inhalten einschränken möchten. Dadurch können sie möglicherweise keine Änderungen mehr an ihren Communities oder Beiträgen vornehmen.
    Beispiel: Wenn ein Nutzer Eigentümer einer privaten, nicht auf eine Domain beschränkten Community ist und für ihn statt des öffentlichen der private Modus gelten soll, hat er nicht mehr die Möglichkeit, in der Community zu posten und Änderungen am Namen, an der Beschreibung und am Foto vorzunehmen. Er kann jedoch weiterhin einen anderen Nutzer zum Eigentümer ernennen und neue Inhalte aufrufen, die der Community hinzugefügt werden. Oder er entscheidet sich, die Community zu verlassen.
  • Bedenken Sie die Auswirkungen auf Nutzer, die Communities oder Personen folgen. Nutzer, für die statt des öffentlichen oder gemischten der private Modus gelten soll, sehen weiterhin neue Inhalte und folgen weiterhin denselben Personen oder Communities wie zuvor, es sei denn, sie entscheiden sich, ihnen nicht mehr zu folgen.

Einstellung ändern

  1. Anmeldung in der Google Admin-Konsole.

    Melden Sie sich mit Ihrem Administratorkonto an. Dieses Konto endet nicht auf @gmail.com.

  2. Klicken Sie auf der Startseite der Admin-Konsole auf Apps und dann G Suite und dann Google+.
  3. Klicken Sie auf Erweiterte Einstellungen.
  4. Wählen Sie unter Inhaltsfreigabe und Zugriff die gewünschte Einstellung aus:
    • Öffentlicher Modus 
    • Privater Modus 
    • Gemischter Modus 
  5. Klicken Sie auf Speichern.

 

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