E-Mail-Routing für Ihre Domain oder Organisation einrichten

G Suite-Administratoren können zahlreiche Optionen für das Routing und die Zustellung von E-Mails konfigurieren. E-Mails können beispielsweise an Gmail und an einen externen Server weitergeleitet werden oder an Nutzer, die Gmail nicht verwenden. Auch individuelle Weiterleitungsrichtlinien je nach Organisation können festgelegt werden.

Gmail bietet Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Konfiguration der E-Mail-Weiterleitung. Die Einstellung "Routing" enthält gebündelt die am häufigsten genutzten Optionen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Einstellung "Routing" konfigurieren.

Einen Überblick über die Weiterleitungseinstellungen und Zusendungsarten wie die zweifache und die getrennte Zusendung finden Sie im Hilfeartikel E-Mail-Weiterleitung und -Zusendung: Richtlinien und Best Practices.

Aktionen beim Routing

Wenn eine Nachricht mit einer Weiterleitungsrichtlinie übereinstimmt, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Ablehnen
  • Unter Quarantäne stellen
  • Mit Änderungen zustellen

So werden Einstellungen angewendet

Sofern die Regel nicht im Abschnitt "Optionen" geändert wurde, wird sie auf alle Nutzer in einer Organisationseinheit angewendet. Für Nutzer in untergeordneten Organisationen werden die Regeln übernommen, die Sie für die jeweils übergeordnete festgelegt haben. Wenn Sie nicht möchten, dass bestimmte Regeln für untergeordnete Organisationen gelten, können Sie dies deaktivieren. Jeder Organisation lassen sich mehrere Regeln hinzufügen.

Konfigurationen mit mehreren Regeln können sich auf das Nachrichtenverhalten und die Anwendungsweise der Regeln auswirken, z. B. darauf, welche Regel oder Konfiguration Vorrang hat.

Regeln können Konflikte mit anderen Regeln verursachen. Soll eine Nachricht beispielsweise abgewiesen oder zweifach zugestellt werden? Was im jeweiligen Fall passiert und welche Regel Vorrang erhält, hängt von den von Ihnen festgelegten Bedingungen ab. Weitere Informationen zu den Auswirkungen mehrerer Einstellungen auf das Nachrichtenverhalten

Mehr Sicherheit für Nachrichten mit gehostetem S/MIME

Wenn Sie erweiterte Funktionen für den Verschlüsselungsstandard S/MIME (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions) verwenden, können Sie die Sicherheit von Nachrichten erhöhen. Beispielsweise lässt sich eine Regel einrichten, um die Verwendung der S/MIME-Verschlüsselung für ausgehende Nachrichten zu erzwingen. Weitere Informationen zum Einrichten dieser Verschlüsselungsoption finden Sie in Schritt 3. 

Einen Überblick erhalten Sie im Hilfeartikel Mehr Sicherheit für Nachrichten mit gehostetem S/MIME.

Diese Funktion ist nur in G Suite Enterprise und G Suite Enterprise for Education verfügbar.

Hinweise

Wenn Sie das Nachrichtenziel ändern, um Nachrichten an einen anderen Mailserver weiterzuleiten, erstellen Sie eine Liste von Mail-Hosts, die auch Routen genannt werden. Anschließend müssen Sie diese Routen in der Google Admin-Konsole hinzufügen

E-Mail-Routing für Ihre Domain oder Organisation einrichten

Vorbereitung: Erweiterte Einstellungen von Gmail in der Google Admin-Konsole aufrufen

  1. Melden Sie sich in der Google Admin-Konsole an.

    Melden Sie sich mit Ihrem Administratorkonto an. Dieses Konto endet nicht auf @gmail.com.

  2. Gehen Sie auf der Startseite der Admin-Konsole zu Apps und dann G Suite und dann Gmail und dann Erweiterte Einstellungen.

    Tipp: Scrollen Sie auf der Seite "Gmail" nach unten, um "Erweiterte Einstellungen" zu sehen.

  3. Optional: Wählen Sie links eine Organisation aus.

  4. Scrollen Sie im Bereich "Routing" zur Einstellung Routing, bewegen Sie den Mauszeiger darauf und klicken Sie auf Konfigurieren. Wenn die Einstellung bereits konfiguriert ist, bewegen Sie den Mauszeiger auf die Einstellung und klicken Sie auf Bearbeiten oder Weitere hinzufügen.

  5. Geben Sie einen aussagekräftigen Namen ein, damit Sie die Einstellung leicht wiedererkennen.
  6. Folgen Sie der Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Konfiguration der Einstellung.

Schritt 1: Betroffene E-Mails festlegen

Sie können die Routingeinstellung auf folgende Nachrichtentypen anwenden:

  • Alle eingehenden Nachrichten (Eingehend) 
  • Alle ausgehenden Nachrichten (Ausgehend)
  • Interner Versand (im Feld "An" steht eine E-Mail-Adresse mit einer Domain oder Subdomain Ihrer Organisation)
  • Interner Empfang (im Feld "Von" steht eine E-Mail-Adresse mit einer Domain oder Subdomain Ihrer Organisation)

    Hinweise: 
    • Dies gilt auch für Nachrichten, die nicht aus Gmail stammen, aber von einer unserer Domains über SPF oder DKIM authentifiziert wurden.
    • Wenn Sie eine Nachricht von Ihrer Domain senden und entweder die SPF- oder die DKIM-Authentifizierungsprüfung fehlschlägt, erkennt Gmail den Absender nicht und behandelt die Nachricht als extern. Dies gilt auch dann, wenn Sie festgelegt haben, dass eine Regel nicht für interne Nachrichten gelten soll, d. h., Sie haben nur "Eingehend" oder "Ausgehend" ausgewählt.

Sie können beispielsweise "Eingehend", "Intern – Empfang" oder beides auswählen, um die getrennte Zusendung, die zweifache Zusendung und/oder eine Catchall-Adresse zu konfigurieren und Nachrichten an weitere Empfänger weiterzuleiten.

  1. Klicken Sie die Kästchen neben den Nachrichten an, auf die die Richtlinie angewendet werden soll.
    Für die getrennte oder doppelte Zusendung wählen Sie Eingehend, Intern – Empfang oder beides aus.
    Um eine Catchall-Adresse einzurichten oder Nachrichten an weitere Empfänger weiterzuleiten, wählen Sie Eingehend, Intern – Empfang oder beides aus.

  2. Fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort.

Schritt 2: Envelope-Filter einrichten

Sie können festlegen, dass die Einstellung nur für bestimmte Envelope-Absender und -Empfänger gilt. Sie haben die Möglichkeit, nur einen Empfänger zu bestimmen oder mithilfe regulärer Ausdrücke mehrere Empfänger. E-Mail-Gruppen können ebenfalls angegeben werden.

Um einen Envelope-Filter einzurichten, klicken Sie auf das Kästchen neben Nur für bestimmte Envelope-Absender und/oder Nur für bestimmte Envelope-Empfänger. Wählen Sie dann eine Option aus der Liste aus:

  • Einzelne E-Mail-Adresse: Legen Sie einen einzelnen Empfänger fest, indem Sie seine E-Mail-Adresse eingeben. Geben Sie die vollständige E-Mail-Adresse inklusive @-Zeichen und Domainname an. Groß-/Kleinschreibung wird nicht berücksichtigt.

  • Schemaabgleich: Geben Sie einen regulären Ausdruck ein, um mehrere Absender oder Empfänger in Ihrer Domain festzulegen. Klicken Sie auf Ausdruck testen, um sicherzustellen, dass die Syntax korrekt ist. Sie können beispielsweise festlegen, dass diese Einstellung nur für drei bestimmte Nutzer gilt. Geben Sie dazu die Liste der Nutzer unter Verwendung der folgenden Syntax für reguläre Ausdrücke ein:

    ^(?i)(nutzer1@ihrunternehmen.de|nutzer2@ihrunternehmen.de|nutzer3@ihrunternehmen.de)$

    Für den Ausdruck gilt Folgendes:

    • ^ entspricht dem Anfang einer neuen Zeile.
    • (?i) sorgt dafür, dass die Groß-/Kleinschreibung nicht berücksichtigt wird.
    • $ entspricht dem Ende einer Zeile.

    Weitere Informationen zur Verwendung regulärer Ausdrücke

  • Gruppenmitgliedschaft: Wählen Sie eine oder mehrere Gruppen aus der Liste aus. Bei Envelope-Absendern betrifft diese Option nur gesendete E-Mails, bei Envelope-Empfängern nur erhaltene E-Mails. Wenn noch keine Gruppen vorhanden sind, müssen Sie eine Gruppe erstellen.

Fahren Sie mit dem nächsten Schritt fort.

Schritt 3: Festlegen, was mit den Nachrichten passiert

  1. Legen Sie fest, ob Nachrichten geändert, abgelehnt oder unter Quarantäne gestellt werden, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Details dazu finden Sie unten.

    Um die getrennte Zusendung, die doppelte Zusendung oder eine Catchall-Adresse einzurichten oder Nachrichten an weitere Empfänger weiterzuleiten, wählen Sie Nachricht ändern aus.
  2. Konfigurieren Sie die Optionen für die ausgewählte Aktion.

    So richten Sie die getrennte Zusendung ein:

    1. Wählen Sie Route ändern aus.
    2. Wählen Sie den externen Server aus der Liste aus.
    3. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Speichern.
    So richten Sie die zweifache Zusendung ein:
    1. Wählen Sie unter Auch senden an die Option Weitere Empfänger hinzufügen aus und klicken Sie auf Hinzufügen.
    2. Klicken Sie unter "Empfänger" auf den Abwärtspfeil > Erweitert.
    3. Wählen Sie Route ändern und aus der Liste die sekundäre E-Mail-Route aus.
    4. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf Speichern.
    So richten Sie eine Catchall-Adresse ein:
    1. Wählen Sie An Nutzer nutzername@[ihreprimäredomain] weiterleiten aus.
    2. Geben Sie in das leere Feld neben @[ihreprimäredomain] eine Catchall-Adresse ein, z. B. amustermann.
    3. Klicken Sie auf Optionen anzeigen.
    4. Klicken Sie unter Betroffene Kontotypen das Kästchen Unbekannte/Catchall-Konten an. Entfernen Sie die Häkchen bei Nutzer und Gruppen.
    5. Klicken Sie auf Einstellung hinzufügen.
    So leiten Sie Nachrichten an zusätzliche Empfänger weiter:
    1. Klicken Sie unter Auch senden an das Kästchen Weitere Empfänger hinzufügen an.
    2. Klicken Sie auf Hinzufügen.
    3. Vergewissern Sie sich, dass in der Liste unter Empfänger die Option Einfach ausgewählt ist.
    4. Geben Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers ein und klicken Sie auf Speichern.
    5. Klicken Sie auf Einstellung hinzufügen oder auf Speichern.
  3. Optional: Klicken Sie auf Optionen anzeigen, um die Anwendung dieser Einstellung mithilfe weiterer Parameter einzuschränken. Weitere Informationen finden Sie unten im Abschnitt Zusätzliche Parameter konfigurieren.
  4. Klicken Sie auf Konfiguration speichern.

Nachricht ablehnen

Mit dieser Option wird die Nachricht abgelehnt, bevor sie den angegebenen Empfänger erreicht. Dabei haben Sie die Möglichkeit, einen benutzerdefinierten Text als Ablehnungsmitteilung einzugeben.

Auf übereinstimmende Nachrichten werden keine anderen Weiterleitungs- oder Complianceregeln angewendet. Die Nachricht wird einfach abgelehnt.

Hinweis: In Gmail wird der Nachricht automatisch ein SMTP-Ablehnungscode hinzugefügt, z. B. 550 5.7.1. Dieser Code ist im Rahmen des E-Mail-SMTP-Standards erforderlich und kann daher nicht gelöscht werden.

Nachricht unter Quarantäne stellen

Mit dieser Option wird die Nachricht unter Administratorquarantäne gestellt. Dort können Sie die Nachricht prüfen und anschließend entscheiden, ob Sie sie senden oder ablehnen möchten. Die Option ist nur für den Kontotyp "Nutzer" verfügbar. Weitere Informationen finden Sie nachfolgend im Abschnitt "Betroffene Kontotypen".

Wenn Sie Ihre Nutzer darüber informieren möchten, dass ihre gesendeten Nachrichten unter Quarantäne gestellt wurden, klicken Sie das Kästchen bei Benachrichtigen an. 

Nachricht ändern

Mithilfe dieser Option können Sie Nachrichten ändern, indem Sie Header hinzufügen, Anhänge entfernen, die Weiterleitungsroute oder den Envelope-Empfänger ändern oder weitere Empfänger für zusätzliche oder sekundäre Routen hinzufügen.
Außerdem können Sie damit das primäre Ziel (standardmäßig der Gmail-Server) ändern und zusätzliche oder sekundäre Ziele für die doppelte oder mehrfache Zusendung definieren.
Detaillierte Informationen zu diesen Steuerelementen finden Sie in den Beschreibungen unten.

Header für X-Gm-Original-To hinzufügen

Klicken Sie dieses Kästchen an, um ein Header-Tag hinzuzufügen, falls der Empfänger geändert wurde. Dadurch erkennt der Downstreamserver den ursprünglichen Envelope-Empfänger. Header-Tags haben folgendes Format: X-Gm-Original-To: nutzer@ihrunternehmen.de

Header sind nützlich, wenn Sie eine Kopie der Nachricht an einen anderen Empfänger weiterleiten möchten. In diesem Fall wird zwar die Empfängeradresse geändert, der neue Empfänger kann jedoch im X-Gm-Original-To-Header der Nachricht sehen, wer als ursprünglicher Envelope-Empfänger festgelegt war.

Header für X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen

Gmail-Nachrichten werden automatisch auf Spam und Pishingversuche geprüft. Klicken Sie auf das Kästchen neben Header für X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen, um den Spam- bzw. Phishingstatus einer Nachricht im Header anzugeben. Administratoren von Downstreamservern können diese Informationen dann beispielsweise nutzen, um gezielt Regeln für den Umgang mit Spam und Phishing festzulegen.

  • X-Gm-Spam: 0 gibt an, dass es sich bei der Nachricht nicht um Spam handelt.
  • X-Gm-Spam: 1 gibt an, dass es sich bei der Nachricht um Spam handelt.
  • X-Gm-Phishy: 0 gibt an, dass es sich bei der Nachricht nicht um Phishing handelt.
  • X-Gm-Phishy: 1 gibt an, dass es sich bei der Nachricht um Phishing handelt.

Nachrichten, die als Phishing markiert wurden, werden automatisch auch als Spam eingestuft.

Wenn Sie Nachrichten Header für X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy hinzufügen, achten Sie darauf, wohin die Nachricht weitergeleitet wird. Weitergeleitete Nachrichten werden am Zielort oft nicht mehr als Spam klassifiziert, da sich Nachrichtenelemente geändert haben, z. B. die IP-Adresse des Absenders.

Werden Ihre Nachrichten an einen Downstreamserver geleitet, können Sie dort mithilfe von Regeln festlegen, dass die Header gelesen und Nachrichten, die X-Gm-Spam: 1 oder X-Gm-Phishy: 1 enthalten, nicht an die Posteingänge der Nutzer gesendet werden.

Wenn Ihre Nachrichten zurück zu Google geleitet werden, können Sie ein Eingangsgateway erstellen, um markierte Nachrichten als Spam zu kennzeichnen. Alternativ lässt sich auch die Inhaltscompliance so einstellen, dass diese Nachrichten zur Überprüfung in die Administratorquarantäne verschoben werden.

Hinweis: Die oben beschriebenen Header gelten nur für die Kontotypen "Nutzer" und "Unbekannte/Catchall-Konten". Beim Kontotyp "Gruppen" werden immer die Header X-Gm-Spam: 0 und X-Gm-Phishy: 0 verwendet. Weitere Informationen zu den Kontotypen finden Sie unten im Abschnitt "Betroffene Kontotypen".

Benutzerdefinierte Header hinzufügen

Sie können Nachrichten, die von dieser Einstellung betroffen sind, mindestens einen benutzerdefinierten Header hinzufügen, der zum Beispiel mit der Beschreibung für die entsprechende Einstellung übereinstimmt. Dies ist hilfreich, wenn Sie herausfinden möchten, weshalb eine Nachricht auf bestimmte Weise weitergeleitet oder ein Filter ausgelöst wurde.

Benutzerdefinierten Betreff voranstellen

Sie können dem Betreff von Nachrichten Text in Klammern voranstellen, z. B. "Vertraulich" für vertrauliche E-Mails. Wenn eine Nachricht die Regel auslöst und der Betreff "Monatsbericht" lautet, sehen die Empfänger in diesem Fall "[Vertraulich] Monatsbericht" im Betreff.

Route ändern und Spam umleiten

  • Route ändern – Mit dieser Option wird das Ziel einer Nachricht geändert. Die primäre Zustellung erfolgt standardmäßig an den Gmail-Server. Sie können diese Einstellung jedoch ändern, um Nachrichten an einen anderen E-Mail-Server weiterzuleiten, z. B. an Microsoft® Exchange.

    Hinweis: Sie müssen eine Route über den Tab "Hosts" hinzufügen, bevor Sie sie ändern können. Anschließend ist die Route in der Liste Route ändern zu sehen.

  • Spam ebenfalls umleiten – Diese Option wird angezeigt, wenn Sie Route ändern auswählen. Über Spam ebenfalls umleiten werden alle E-Mails umgeleitet, die die Kriterien der betreffenden Einstellung erfüllen, einschließlich solcher E-Mails, die als Spam markiert wurden. 

    Wenn Sie das Kästchen neben Spam ebenfalls umleiten nicht anklicken, werden nur Nachrichten umgeleitet, die nicht als Spam markiert wurden.

Hinweise:

  • Offensichtliche Spamnachrichten werden nicht umgeleitet – unabhängig davon, ob die Option Spam ebenfalls umleiten aktiviert wurde oder nicht. Sie werden sofort bei der Zustellung blockiert.

  • Falls eine E-Mail als Spam eingestuft wird, diese Regelung jedoch durch eine E-Mail-Einstellung in der G Suite außer Kraft gesetzt wird (z. B. wenn der Absender auf einer weißen Liste steht), wird die betreffende E-Mail nicht als Spam behandelt, sondern normal umgeleitet.

 

Envelope-Empfänger ändern

So ändern Sie den Envelope-Empfänger:

  • Um die vollständige E-Mail-Adresse des Empfängers zu ersetzen, geben Sie nach "Empfänger ersetzen" die komplette E-Mail-Adresse ein, z. B. nutzer@ihrunternehmen.de.

  • Um nur den Nutzernamen der E-Mail-Adresse des Empfängers zu ersetzen und die Domain beizubehalten, geben Sie den Nutzernamen, z. B. nutzer, vor @ihrunternehmen.de ein.

  • Um nur die Domain der E-Mail-Adresse des Empfängers zu ersetzen und den Nutzernamen beizubehalten, geben Sie die Domain, z. B. ihrunternehmen.de, nach bestehender-nutzername@ ein.

Wird der Envelope-Empfänger einer Nachricht für die primäre Adresse geändert, so entspricht dies einer Weiterleitung der Nachricht an einen anderen Empfänger. Die Nachricht wird am Posteingang des ursprünglichen Empfängers vorbeigeleitet und dem neuen Empfänger zugestellt. Die ursprüngliche Empfängeradresse wird dabei nicht geändert, obwohl der Envelope-Empfänger ersetzt wurde.

Der Zielserver wird durch einen MX-Lookup in der Domain des neuen Empfängers ermittelt. Wenn Sie die Einstellung Route ändern verwenden, wird der Zielserver durch die angegebene Route festgelegt.

Falls Sie weitere Empfänger lieber in der Bcc-Zeile angeben möchten, verwenden Sie die unten beschriebene Option Weitere Empfänger hinzufügen.

Spamfilter für diese Nachricht umgehen

Klicken Sie dieses Kästchen an, damit eingehende Nachrichten auch dann den Empfängern zugestellt werden, wenn sie vom Spamfilter als Spam erkannt wurden. Diese Option gilt nur für eingehende Nachrichten. Die Spamfilter für ausgehende Nachrichten lassen sich nicht umgehen.

Hinweis: Diese Option gilt für die Kontotypen "Nutzer" und "Unbekannt/Catchall-Adresse", nicht für den Kontotyp "Gruppen". Weitere Informationen finden Sie unten im Abschnitt "Betroffene Kontotypen".

Anhänge von Nachricht entfernen

Klicken Sie dieses Kästchen an, um sämtliche Anhänge von Nachrichten zu entfernen. Optional können Sie einen Text einfügen, um die Empfänger darüber zu informieren, dass Anhänge entfernt wurden.

Weitere Empfänger hinzufügen

  1. Klicken Sie das Kästchen neben Weitere Empfänger hinzufügen an und dann auf "Hinzufügen" Hinzufügen, um die zweifache oder mehrfache Zusendung einzurichten.

  2. Wählen Sie aus der Liste die Option Einfach aus, um einzelne E-Mail-Adressen hinzuzufügen, und klicken Sie auf Speichern. Klicken Sie auf "Hinzufügen" Hinzufügen, um weitere Adressen auszuwählen.

  3. Wählen Sie aus der Liste die Option Erweitert aus, um erweiterte Optionen für die sekundäre Zustellung auszuwählen. Es sind ähnliche Optionen wie für die primäre Zustellung verfügbar: Sie können Envelope-Empfänger ändern, Header hinzufügen, einen benutzerdefinierten Betreff voranstellen und Anhänge entfernen.

Hinweise:

  • Für jede Regel gilt eine Grenze von 100 zusätzlichen Empfängern. Für große Listen verwenden Sie also besser Gruppen.

  • Einstellungen, die Sie für die primäre Zusendung konfigurieren, wirken sich auch auf sekundäre Zusendungen aus. Wenn Sie zum Beispiel für die primäre Zustellung den Envelope-Empfänger ändern, einen benutzerdefinierten Betreff voranstellen und benutzerdefinierte Header hinzufügen, gelten diese Einstellungen auch für die sekundären Zustellungen. Bei Änderung des Envelope-Empfängers wird jedoch weiterhin die ursprüngliche Empfängeradresse verwendet.

  • Bei sekundären Zustellungen sind die Kästchen An diesen Empfänger keinen Spam übermitteln und Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken standardmäßig angeklickt. Handelt es sich bei einer Nachricht um Spam, wird sie dank dieser Option nicht an den zusätzlichen Empfänger gesendet. Mit der Einstellung Zurückweisungen von diesem Empfänger unterdrücken verhindern Sie, dass zurückgewiesene Nachrichten an den ursprünglichen Absender geschickt werden.

  • Wenn Sie einer Nachricht weitere Empfänger hinzufügen, wird für jeden von ihnen eine neue Nachricht erstellt. Die erweiterten Gmail-Einstellungen gelten für jede dieser neuen Nachrichten.

Verschlüsselung (nur für ausgehende Zusendung)

In Gmail wird standardmäßig versucht, Nachrichten über TLS (Transport Layer Security) zuzustellen. Falls diese sichere Übertragung nicht verfügbar ist, wird die Nachricht über eine nicht sichere Verbindung gesendet.

Klicken Sie auf das Kästchen neben Sichere Übertragung (TLS) erforderlich, um die sichere Zustellung für ausgehende Nachrichten zu aktivieren, die von dieser Einstellung betroffen sind. Alle Nachrichten, die die in der Einstellung festgelegten Bedingungen erfüllen, z. B. übereinstimmende Ausdrücke, Kontotypen und Envelope-Filter, müssen dann über eine sichere Verbindung gesendet werden. Falls TLS beim Absender oder Empfänger nicht verfügbar ist, wird die Nachricht nicht gesendet.

Klicken Sie auf das Kästchen neben Unverschlüsselte Nachrichten verschlüsseln (S/MIME), damit bestimmte Nachrichten nur mit S/MIME-Verschlüsselung gesendet werden können. Weitere Informationen finden Sie im Hinweis unten.

Wenn Sie nicht möchten, dass die Unzustellbarkeitsnachrichten mit S/MIME verschlüsselt werden, klicken Sie auf das Kästchen neben Unzustellbarkeitsnachricht, wenn Verschlüsselung nicht möglich.

Weitere Informationen finden Sie im Hilfeartikel Nachrichtensicherheit mit gehostetem S/MIME erhöhen.

 

Zusätzliche Parameter konfigurieren

Klicken Sie auf Optionen anzeigen, um weitere Optionen für diese Einstellung zu konfigurieren.

Adressenlisten

Sie können Adressenlisten angeben, anhand derer entschieden wird, ob eine bestimmte Richtlinie für die Weiterleitung umgangen oder angewendet wird. Die Listen können E-Mail-Adressen, Domains oder beides enthalten.

Es gibt zwei Methoden für den Abgleich mit einer Adressenliste. Wenn mehrere Listen angegeben wurden, muss die Adresse mit mindestens einer Adresse auf diesen Listen übereinstimmen:

  • Kommunikationspartner (Standard): Bei empfangenen E-Mails wird das Feld "Von" und bei gesendeten E-Mails der Empfänger abgeglichen. Bei den Absendern werden außerdem die Anforderungen an die Authentifizierung geprüft. Details dazu finden Sie unten.
  • Empfänger: In der G Suite wird immer geprüft, ob die Empfänger in den Adressenlisten vorhanden sind.

Folgende Optionen zum Umgehen oder Anwenden einer gegebenen Routingeinstellung sind verfügbar:

  • Diese Einstellung für bestimmte Adressen/Domains umgehen: Wenn es Übereinstimmungen in der Adressenliste gibt, wird die Einstellung unabhängig von anderen Kriterien in der Einstellung komplett übersprungen.
  • Diese Einstellung nur auf bestimmte Adressen/Domains anwenden: Eine Übereinstimmung mit der Adressenliste ist die Bedingung dafür, ob die Einstellung angewendet wird. Wenn es andere Kriterien in der Einstellung gibt, z. B. Ausdrücke, Kontentypen oder Envelope-Filter, müssen diese Bedingungen ebenfalls zutreffen, damit die Einstellung angewendet wird.

So erstellen Sie eine Adressenliste:

  1. Klicken Sie unter Adressenlisten das Kästchen Adressenlisten verwenden, um die Anwendung dieser Einstellung zu umgehen oder zu steuern an.
  2. Wählen Sie aus dem Drop-down-Menü eine der folgenden Optionen aus:
    • Adressenliste auf Kommunikationspartner anwenden
    • Adressenliste auf Empfänger anwenden
  3. Wählen Sie eine Option aus:

    • Diese Einstellung für bestimmte Adressen/Domains umgehen
    • Diese Einstellung nur auf bestimmte Adressen/Domains anwenden
  4. Klicken Sie auf Aktuelle verwenden oder neue erstellen.

  5. Wählen Sie den Namen einer bestehenden Liste aus oder geben Sie einen benutzerdefinierten Namen für eine neue Liste ein und klicken Sie auf Erstellen.

  6. Bewegen Sie den Mauszeiger auf den Namen der Liste und klicken Sie auf Bearbeiten.

  7. Klicken Sie auf Hinzufügen Hinzufügen, um der Liste Adressen und Domains hinzuzufügen.

  8. Geben Sie eine vollständige E-Mail-Adresse oder einen Domainnamen ein. Sie können auch eine durch Komma oder Leerzeichen getrennte Liste mit E-Mail-Adressen eingeben.

    Hinweis: Wenn diese Einstellung bei zugelassenen Absendern ohne Authentifizierung umgangen werden soll, entfernen Sie das Häkchen aus dem Kästchen Authentifizierung des Absenders erfordern (empfohlen). Verwenden Sie diese Option mit Vorsicht, da sie potenziell zu Spoofing führen kann. Weitere Informationen zur Absenderauthentifizierung

  9. Klicken Sie auf Speichern.

  10. Optional: Wiederholen Sie die Schritte 5 bis 8, um der Liste weitere E-Mail-Adressen oder Domains hinzuzufügen.

  11. Rufen Sie abschließend Betroffene Kontotypen auf.

Betroffene Kontotypen

Wählen Sie mindestens einen Kontotyp aus, für den die Einstellung gilt. Zur Verfügung stehen die Typen Nutzer, Gruppen und Unbekannte/Catchall-Konten. Anschließend können Sie die Einstellung speichern. 

Falls Sie die Konfiguration für die Organisation der obersten Ebene vornehmen und die Aktion "Nachricht ändern" oder "Nachricht ablehnen" aktivieren, haben Sie die Auswahlmöglichkeit aus allen drei Kontotypen. Bei der Aktion "Nachricht unter Quarantäne stellen" ist nur der Kontotyp "Nutzer" verfügbar.

Falls Sie eine untergeordnete Organisation konfigurieren, ist der einzige verfügbare Kontotyp Nutzer. Dies ist die Standardeinstellung, aber Sie können mehr als einen Typ auswählen. Wenn Sie zum Beispiel eine Einstellung für den Posteingang einrichten, die nur auf den Kontotyp "Gruppe" angewendet wird, muss die Gruppe der Empfänger sein. Konfigurieren Sie eine Einstellung für den Postausgang, muss der ausgewählte Kontotyp mit dem Absender übereinstimmen.

  • Nutzer (Standard): Bei diesem Kontotyp wird die Einstellung auf verwaltete G Suite-Nutzer angewendet. Sie wird für ausgehende E-Mails bzw. den Postausgang ausgelöst, wenn Nutzer E-Mails senden. Bei eingehenden E-Mails bzw. dem Posteingang geschieht dies, wenn Nutzer E-Mails empfangen.
  • Gruppen: Bei diesem Kontotyp wird die Einstellung auf Ihre Google-Gruppen angewendet. Sie wird für ausgehende E-Mails bzw. den Postausgang ausgelöst, wenn Gruppen E-Mails oder Zusammenfassungen an Mitglieder weiterleiten. Bei eingehenden E-Mails bzw. dem Posteingang geschieht dies, wenn Gruppen E-Mails empfangen.
  • Unbekannte/Catchall-Konten: Bei Auswahl dieser Option wird die Einstellung ausgelöst, sobald Ihr Unternehmen E-Mails erhält, die keinem der verwalteten G Suite-Nutzer entsprechen. Die Auswahl gilt nur für empfangene E-Mails bzw. den Posteingang.

Für die Header-Steuerelemente zum Hinzufügen von X-Gm-Spam und X-Gm-Phishy gelten die Kontotypen "Gruppen" und "Unbekannte/Catchall-Konten" nicht. Für diese Kontotypen lauten die Header immer X-Gm-Spam: 0 und X-Gm-Phishy: 0.

Ebenso gelten für die Steuerelemente "Spamfilter für diese Nachricht umgehen" und "Spam ebenfalls umleiten" die Kontotypen "Gruppen" und "Unbekannte/Catchall-Konten" nicht.

Wenn Sie fertig sind:

  1. Optional: Geben Sie einen Envelope-Filter an.

  2. Gehen Sie zu Konfiguration speichern.

Konfiguration speichern

Letzter Schritt: Einstellung hinzufügen und speichern

  1. Klicken Sie auf Einstellung hinzufügen oder auf Speichern. Jede neue Einstellung wird der Seite mit den erweiterten Einstellungen von Gmail hinzugefügt.

  2. Klicken Sie unten auf Speichern.

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