Einschränkungen für Konten mit mehreren Domains

Dieser Artikel befasst sich mit allen Einschränkungen, die sich ergeben, wenn sekundäre Domains zu einem Google Apps-Konto hinzugefügt werden. Im Folgenden wird aufgezählt, welche Funktionen für primäre und sekundäre Domains unterstützt werden.

Admin-Konsole:

  • Sie können für unterschiedliche Domains keine unterschiedlichen Richtlinien oder Konfigurationseinstellungen festlegen. Alle Einstellungen in der Google Admin-Konsole gelten für sämtliche Domains, die Teil Ihres Kontos sind.
     
  • Sie können für Ihr Konto nur ein einziges benutzerdefiniertes Logo angeben. Dasselbe Logo wird für alle Nutzer in allen Domains angezeigt, die Bestandteil Ihres Kontos sind.

Domain-Namen und -Aliasse:

  • Domain-Aliasse werden nur für die primäre Domain unterstützt. Für eine Domain, die keine primäre Domain ist, kann kein Domain-Alias erstellt werden. Wenn Nutzer in einer nicht-primären Domain alternative E-Mail-Adressen benötigen, wie z. B. von einem Domain-Alias erstellte Adressen, können Sie die Admin-Konsole oder die Provisioning API verwenden, um den einzelnen Nutzer ein E-Mail-Alias für die Zieldomain bereitzustellen. Statt ein Domain-Alias hinzuzufügen, können Sie beispielsweise Ihrem Konto eine zweite, separate Domain hinzufügen und anschließend die zu dieser Domain gehörigen E-Mail-Adressen als E-Mail-Aliasse verwenden.
     
  • Das Zusammenführen von Google Apps-Konten wird nicht unterstützt. Einige gegenwärtige Google Apps-Kunden mit mehreren Domains verfügen derzeit über ein separates Google Apps-Konto für jede Domain. Google unterstützt das Zusammenführen mehrerer Google Apps-Konten zu einem Konto mit mehreren Domains derzeit nicht.
     
  • Die Migration von Domain-Aliassen wird nicht unterstützt. Einige gegenwärtige Google Apps-Kunden nutzen Domain-Aliasse für ihre nicht-primären Domains. Google unterstützt die Umwandlung von Domain-Aliassen in Konten mit mehreren Domains derzeit nicht.

Kontozugriff-URLs:

  • Benutzerdefinierte URLs für den Zugriff auf Google Apps sind derzeit nur für die primäre Domain verfügbar. Administratoren können über die Admin-Konsole für die verschiedenen Dienste eine benutzerdefinierte URL einrichten. Die benutzerdefinierte URL wird nur für Nutzer verwendet, die in der primären Domain auf die Dienste zugreifen. Die gleiche Beschränkung gilt für die benutzerdefinierte Webadressen-Zuordnung für Google Sites-Websites.
     
  • Sie können keine globale URL für den Zugriff auf Google Apps erstellen. Nutzer greifen auf Google Apps mit einer URL zu, die den Domain-Namen ihrer E-Mail-Adresse enthält, z. B. "http://docs.google.com/a/NiederlassungA.de". Sie können keine globale URL bereitstellen, die die Nutzer aller Domains teilen.

Google Kalender:

  • Nutzer der sekundären Domain können den Link in einer E-Mail-Benachrichtigung zur Kalenderfreigabe nicht verwenden. Wenn ein Nutzer einen Kalender für Nutzer in einer sekundären Domain freigibt, können die Nutzer in der sekundären Domain nicht auf den Link in der E-Mail-Benachrichtigung klicken und folglich den Kalender so nicht hinzufügen. Sie müssen die Kalenderadresse des freigegebenen Kalenders in das Feld Kalender eines Mitarbeiters hinzufügen eingeben, um ihn hinzuzufügen.

Google Drive:

  • Sie können die Freigabe nicht auf Nutzer einer einzigen Domain beschränken. Freigabeoptionen basieren auf der Organisation als Ganzes und nicht auf einzelnen Domains. Um ein Dokument für die Nutzer innerhalb einer Domain (bzw. für eine beliebige Teilgruppe an Nutzern) freizugeben, erstellen Sie eine Google Groups-Gruppe, in der alle Nutzer enthalten sind, und geben Sie das Dokument für diese Gruppe frei.

Google Sites

  • Wenn Sie eine Website für einen Nutzer aus einer anderen Domain freigeben, wird dem Nutzer ein Anmeldebildschirm für Ihre Domain angezeigt. Um auf die Website zuzugreifen, muss der Nutzer auf Mit einem anderen Konto anmelden klicken und dann seine Anmeldedaten eingeben. Die Beschränkung gilt nur für ältere Google Apps-Konten, die noch nicht auf die neue Infrastruktur umgestellt wurden.
     
  • Sie können nur für eine Website in der primären Domain eine benutzerdefinierte Webadressenzuordnung erstellen.
     
  • Bei der Suche nach Websites werden nur die Websites ausgegeben, die sich in derselben Domain wie der Nutzer befinden. Ein Nutzer mit einer Adresse in einer sekundären Domain findet zum Beispiel keine Websites, die in der primären Domain erstellt wurden.

Google App Engine:

  • Anwendungen, die die Google App Engine verwenden, stehen den Nutzern nur in primären Domains zur Verfügung.

Postini für Google Apps:

  • Für bestehende Google Apps-Domains, die den Dienst Postini für Google Apps verwenden, können keine sekundären Domains hinzugefügt werden.