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Technische Referenz

SketchUp und OpenGL

3D-Anwendungen wie SketchUp benötigen sehr viele Systemressourcen. Sie brauchen nicht nur eine schnelle CPU und viel RAM sondern auch eine Videokarte und Videokartentreiber, die zu 100 % mit OpenGL kompatibel sind.

Was ist OpenGL?

OpenGL ist der Industriestandard, mit dem in zahlreichen Softwareprogrammen und Spielen 3D-Geometrie gezeichnet wird. Fast alle Microsoft Windows- und Apple OS X-Betriebssysteme werden mit einem softwarebasierten OpenGL-Treiber ausgeliefert. Diese Treiber sind jedoch sehr von der CPU abhängig, um die Darstellungsberechnungen von OpenGL auszuführen. (Eine Aufgabe, die von den meisten CPUs nicht effizient ausgeführt wird.)

Viele Hersteller von Videokarten verwenden auch integrierte Karten, die den OpenGL-Standard unterstützen. Diese Karten führen die Darstellungsberechnungen mit einem speziellen Chip durch, "Graphics Processing Unit (GPU)" genannt, anstatt die CPU zu nutzen. Diese Chips verbessern die OpenGL-Leistung beträchtlich um bis zu 3000 Prozent. Diese Leistungsverbesserung ist bekannt als Hardwarebeschleunigung.

Hardwarebeschleunigung

SketchUp nutzt die Vorteile der Hardwarebeschleunigung, wenn in Ihrem Computer eine Videokarte installiert ist, die zu 100 % mit OpenGL kompatibel ist.

Tipp: Wenn in SketchUp die Option "Hardwarebeschleunigung verwenden" nicht verfügbar ist, überprüfen Sie, ob in den Systemsteuerungseinstellungen für den Gerätetreiber der Videokarte die Hardwarebeschleunigung aktiviert ist (Microsoft Windows).

Leider sind nur einige 3D-Treiber auf dem Verbrauchermarkt wirklich zu 100 % mit OpenGL kompatibel und können diese Funktion nutzen (obwohl von vielen Karten behauptet wird, dass sie zu 100 % mit OpenGL kompatibel sind). Die meisten 3D-Treiber sind für Spiele ausgelegt und werden für andere 3D-Programme meistens nicht getestet. Deshalb können Inkompatibilitätsprobleme auftreten, die mit einer Berichtigung vom Videokartenhersteller behoben werden müssen. Deaktivieren Sie diese Option, wenn Sie Probleme mit der 3D-Darstellung Ihrer Modelle haben oder wenn Ihre Videokarte nicht zu 100 % kompatibel mit OpenGL ist und die Hardwarebeschleunigung nicht unterstützt.

Hinweis: Die Hardwarebeschleunigung ist auf Ihrem System eventuell nur für bestimmte Auflösungen und Farbtiefen verfügbar. Prüfen Sie die Systemeinstellungen für Ihre Videokarte, um zu sehen, ob sie die Hardwarebeschleunigung unterstützt. Verwenden Sie hierzu die Systemsteuerung unter Microsoft Windows oder die Systemeinstellungen unter Macintosh OS X.

Hinweis: Google empfiehlt dringend, dass Sie für Ihre Anzeigefarben eine Farbtiefe von 32 Bit einstellen (Systemsteuerung > Anzeigeeigenschaften), damit Ihr SketchUp-Modell bei Verwendung der Hardwarebeschleunigung auf jeden Fall genau angezeigt wird (Microsoft Windows).

Google kann die Qualität des OpenGL-Treibers auf Ihrem Computersystem nicht steuern. Videokartengerätetreiber sind proprietär und werden ausschließlich vom Hersteller der Videokarte Ihres Systems verwaltet. Deshalb kann Google nicht garantieren, dass SketchUp mit der Hardwarebeschleunigung funktioniert.

Kompatibilitätsprobleme

OpenGL-Inkompatibilität ist ein schwerwiegendes Systemkonfigurationsproblem, das zu Problemen mit SketchUp führt. Schwierigkeiten mit den SketchUp-Funktionen, der Leistung und der Darstellung (z. B. mysteriöse Grafiken, die auf dem Bildschirm angezeigt werden) beruhen gewöhnlich auf einer Videokarte, die OpenGL (trotz der Versprechungen des Herstellers) nicht vollständig unterstützt, einem veralteten Videokartentreiber oder der Inkompatibilität mit der 32-Bit-Farbtiefe. Eine temporäre Lösung ist das Deaktivieren der Hardwarebeschleunigung in SketchUp, während Sie nach einer Lösung für das Problem suchen.

Lesen Sie den Abschnitt zur Kompatibilität von Videokarten in der Datei "Bitte lesen" (im Installationsverzeichnis von SketchUp), wenn Sie weitere Einzelheiten über Kompatibilitätsprobleme mit bestimmten Videokarten wissen möchten.

aktualisiert 10/16/2012

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